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Nachrichten, Randnotizen und Kurioses v4

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Ich sollte nochmal volltanken.
Ich fahre ja nicht viel Auto, wenn dann meistens Poolcar.
Glaub im Juni nach Ende des 17cent Tankrabatts waren wir bei ca. 1,90 für Diesel. Letzte Woche Poolcar für 2,2x voll getankt, vorhin für 2,39. Also 50 Cent mehr als vor 3 Monaten.

Ich glaube auch nicht, dass der Preis mit Hormuz & Bab el Mandab das Ende der Fahnenstange ist. Wird natürlich dann auch ordentlich auf alles an Lebensmitteln, Konsumgütern, etc durchschlagen.

Und dann die Gaspreise... das werden teure Monate
 
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Plus side: die Leute kapieren noch mehr, wie unglaublich scheiße die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist, egal, wie sehr Gas-Kathi sich versucht die Welt zurecht zu biegen
 
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Plus side: die Leute kapieren noch mehr, wie unglaublich scheiße die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist, egal, wie sehr Gas-Kathi sich versucht die Welt zurecht zu biegen
Ich glaube die stehen gebliebenen, die sich über den linksgrünversifften Habeck und das Heizungsgesetz aufgeregt haben, kapieren da gar nichts :ugly:
 
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wollte auch gerade sagen, wir sind jenseits von "die leute kapieren". wir haben afd über 40% und es wählen immer noch 20% cdu.
 
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Dann werden wohl bald auf dem Schulhof Accountdaten von Accs ohne Einschränkungen getauscht :elefant:
 
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bin schon sehr dafür, dass man den anbietern auf die finger schaut, gerade bei diversen mechaniken. aber das geht in die vollkommen falsche richtung. andererseits: bafög und kindergeld soll ja gekürzt werden, weil die größte wählergruppe das für gut befindet, rentner republik im endstadium :deliver:
 
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Landtag ohne Union, da hätte einen vor Jahren vermutlich die meisten für verrückt erklärt, wenn man das prognostiziert hätte.
Randnotiz FDP auf 1% :D
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
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Mein Highlight ist eher der Remmo Clanchef auf der Wahlparty der Linken in Berlin. Die neue Staffel für 4 Blocks schreibt sich wie von selbst.
 
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Faszinierend finde ich, wie selbst historisch schlechte Wahlergebnisse bei Parteien in der Regel nicht dazu führen, mal ein paar Grundsätze der eigenen Politik zu überdenken.
Bei der CDU scheint man sich ja einig, dass der dumme Fritz, die gemeine Manuela und die Bundes-SPD, die einfach noch zu viel der ausgezeichneten CDU-Politik blockiert, wesentlich für ihre Schlappen verantwortlich sind.
#vonderfdplernen
 
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Man hat sich wahrscheinlich über genügend Sitzungen so massiv selbst indoktriniert, dass das was man vor hat doch der richtige und vermutlich einzige Weg ist, wie man Deutschland voranbringt.
Ist ja in der Wirtschaft oft auch nicht so anders, wenn es mit einem ehemals großen Konzern bergab geht.
 
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Merz Aussagen nach der Sachsen Anhalt Wahl waren doch schon bezeichnend, er macht das sadface, redet davon dass man geschockt ist und die Leute mehr erreichen muss, Politik für die Bürger machen etc pp...um dann damit zu schließen, dass man im Prinzip weitermacht wie bisher. Ja denn Fritz.
 
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„Wenn sich in der Bevölkerung der Eindruck verfestigt, dass jene, die privat versichert sind, sofort jede Leistung bekommen, und diejenigen, die gesetzlich krankenversichert sind, Wochen und Monate darauf warten müssen, dann ist das genau ein solches Gerechtigkeitsproblem“, sagte Merz bei der Pressekonferenz auf die Frage, welches Gerechtigkeitsthema die Union übersehen habe.

Man sehe dieses Problem und habe verabredet, die Entscheidungen in der gesetzlichen Krankenversicherung wirkungsgleich auch auf die private Krankenversicherung zu übertragen. „Das haben wir bis jetzt nicht gemacht und das werden wir nachholen müssen.“ Das Problem reiche aber sehr viel tiefer. Das Nebeneinander beider Systeme löse eine erhebliche Störung des Gerechtigkeitsempfindens der Bevölkerung aus. Es gebe gute Gründe für beide Systeme, „aber wenn die Bevölkerung das als ein so massives Problem ansieht – und ich teile die Einschätzung –, dann müssen wir daran etwas ändern.“
Hört, hört.

Wenn die SPD es jetzt noch fertigbringen würde, sich vom Fetisch abschlagsfreie Frührente zu verabschieden und ihr politisches Kapital für Reformen, statt für Reformverhinderung einzusetzen, dann käme man vielleicht wirklich ein Stück weiter.
 
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Mein Highlight ist eher der Remmo Clanchef auf der Wahlparty der Linken in Berlin. Die neue Staffel für 4 Blocks schreibt sich wie von selbst.
Dacht mir erst who cares, mal wieder Kulturkampf, war ne öffentliche Veranstaltung und er nicht eingeladen (glaub wurd auch gebeten, zu gehen)
und dann seh ich sowas
Junge
 
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Naja, so richtig ernst nehmen kann ich das Ganze nicht. Ich finds immer wieder bemerkenswert, wie das konservative Milieu es schafft Mißstände im progressiv-linken Milieu zu skandalisieren, deren Analoga bei einem selbst so stark normalisiert sind, dass sie schon fast gar nicht mehr auffallen.
 

Gustavo

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Faszinierend finde ich, wie selbst historisch schlechte Wahlergebnisse bei Parteien in der Regel nicht dazu führen, mal ein paar Grundsätze der eigenen Politik zu überdenken.
Bei der CDU scheint man sich ja einig, dass der dumme Fritz, die gemeine Manuela und die Bundes-SPD, die einfach noch zu viel der ausgezeichneten CDU-Politik blockiert, wesentlich für ihre Schlappen verantwortlich sind.
#vonderfdplernen


Genau das. Unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätte es jede Regierung schwer, weil die Halbwertzeit von "die letzte(n) Regierung(en) war(en) schuld" nie besonders lang und für diese Regierung mittlerweile bereits deutlich überschritten ist. Anstatt sich der dramatischen politischen Lage bewusst zu werden scheint man bei der Union alles darauf auszurichten, einfach weiter möglichst viel vom eigenen Wahlprogramm umzusetzen, obwohl man dazu weder wirkliche politische Druckmittel hat, noch irgendwie klar wäre wie kleinere Kürzungen bei den Sozialsystemen, wie sie aktuell vorgeschlagen werden, die gesamtwirtschaftliche Situation mehr als minimal beeinflussen könnten.

Was die Union macht ist politökonomisch reines Selbstmordkommando: Man will wirtschaftspolitisch *sowohl* möglichst reine Angebotspolitik machen als auch Klientelpolitik für Arbeitgeber. Das führt dann dazu, dass man einerseits höhere Belastungen für Kapitalbesitzer und Besserverdiener ausschließen will, andererseits aber auch möglichst keinerlei Subventionen einsparen möchte, die an diese Gruppen gehen. Heißt konsequent zuende gedacht, dass jede Reform aus Sicht der Union größtenteils aus Kürzungen bei Leuten bestehen muss, die mittelmäßig oder unterdurchschnittlich verdienen.
Es ist eine der zentralsten und trivialsten Erkenntnisse in der Politikwissenschaft, dass Kürzungen immer hyperunbeliebt sind, deutlich unbeliebter noch als Steuererhöhungen. Wenn man fragt, wieso die SPD bei sowas überhaupt zustimmen soll, kommen als Argumente nur "wir müssen das machen" (was so nicht stimmt) und "wir meinen es ernst". Was mir immer im Gedächtnis bleibt sind die CDU-Leute aus der zweiten Reihe, die diese Reformen unbedingt wollen (so Leute wie Johannes Winkel) und dann, wenn sie gefragt werden, wie man das durchsetzen will, sowas sagen wie "ja, im Zweifelsfall muss der Kanzler halt Richtlinienkompetenz ziehen", als ob der Kanzler Richtlinienkompetenz gegenüber dem Koalitionspartner in toto hätte und nicht etwa für die Regierung.

Eigentlich starrt jedem halbwegs vernünftigen Menschen die Lösung geradezu ins Gesicht; gewisse Reformen sind tatsächlich nötig weil die Sozialbeiträge notwendig zu hoch sein werden, solange man die Sozialsysteme größtenteils durch Abgaben auf Erwerbsarbeit finanzieren will. Die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren bspw. ist schlicht überflüssig* und schädlich. Wenn man die aktuellen Reformen durchgeht und erst mal alles streicht, was reine Arbeitgeberklientelpolitik ist und von Ökonomen neutral bis negativ bewertet wird, wäre man schon mal ein ganzes Stück weiter (hier fallen mir bspw. "Attest ab Tag 1" oder "Unbeschränkte Befristung für alle Neueinstellungen bis 2031" ein). Dazu noch ein "die Lage ist dramatisch, *alle* müssen etwas geben" in Verbindung mit einer Mischung aus Streichung von Subventionen, die hauptsächlich Besserverdiener zugute kommen und leichten Steuererhöhungen für Kapital und meinetwegen auch im obersten Einkommenssegment (wobei Einkommensbesteuerung nicht wirklich das Problem ist) und man könnte das relativ problemlos der Öffentlichkeit mit dem alten TINA-Argument verkaufen.

Ob diese gerade ventilierte Idee bei der Krankenversicherung da wirklich ein großer Schritt wäre wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln, aber falls sie wirklich anfangen umzudenken, von mir aus.





*btw: Es zeugt auch davon, wie absolut schweinedumm die deutsche Debatte hier ist, dass man im Jahr 2026 des Herrn mit dem Argument "ja, aber in Ostdeutschland sieht die Sache anders aus" kommen kann. Ich habe neulich irgendwo gelesen, wenn die Rente zwischen West- und Ostdeutschland getrennt veranlagt würde, d.h. Westdeutschland nur für westdeutsche Renten aufkommen müsse und Ostdeutschland nur für Ostdeutsche, würden bei gleichbleibenden Rentenzahlungen die Beitragssätze in Westdeutschland um etwa drei Prozentpunkte fallen und in Ostdeutschland um 25 Prozentpunkte steigen
 
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Ich stecke grad nicht so im Stoff, welche halbwegs wissenschaftlich abgesicherten Reformen Deutschland verordnet werden. Hab gestern zum erstenmal seit der Bundestagswahl in Pilottalk reingehört und nachdem mehrfach das Wort Strukturreform fiel, kam von der SPD in etwa nichts und vom CDU-Fritzen irgendwas von Abschreibungen und noch ein paar weitere Korinthen: Wenn das die Vision der Regierung ist, gute Nacht Deutschland.
Was mich an quasi allen Parteien links der Union nervt, ist die Leichtigkeit, mit der man der Union beim Thema Ausgaben/Einnahmen das Narrativ überlässt: In Zeiten, wo die Union wegen "leerer Kassen" soziale Einschnitte durchdrückt und die AfD auf dem Weg zur stärksten Partei ist, sollte es eigentlich vermittelbar sein, dass Vermögende und Erben ihren Teil zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen. Bei der Schuldenbremse hat man es auch geschafft durch konsequentes Beharren eine Lebenslüge der Union zu begraben. Ich sehe nicht, warum das beim Thema Vermögensbesteuerung unmöglich sein soll, wenn man die zusätzlichen Einnahmen eins zu eins darin investiert, Arbeitseinkommen zu entlasten.
 

Scorn4

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Was mich an quasi allen Parteien links der Union nervt, ist die Leichtigkeit, mit der man der Union beim Thema Ausgaben/Einnahmen das Narrativ überlässt: In Zeiten, wo die Union wegen "leerer Kassen" soziale Einschnitte durchdrückt und die AfD auf dem Weg zur stärksten Partei ist, sollte es eigentlich vermittelbar sein, dass Vermögende und Erben ihren Teil zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen. Bei der Schuldenbremse hat man es auch geschafft durch konsequentes Beharren eine Lebenslüge der Union zu begraben. Ich sehe nicht, warum das beim Thema Vermögensbesteuerung unmöglich sein soll, wenn man die zusätzlichen Einnahmen eins zu eins darin investiert, Arbeitseinkommen zu entlasten.
Ja und die Grünen müssen mehr Atomkraftwerke bauen und die Linkspartei mehr Ausländer abschieben und die FDP muss fett die Reichen besteuern

Die Union an der Macht tut Union-Dinge. Schlecht ja. Aber im Grunde sollte das jetzt wirklich nicht verwundern
 
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