• Liebe User, bitte beachtet folgendes Thema: Was im Forum passiert, bleibt im Forum! Danke!
  • Hallo Gemeinde! Das Problem leidet zurzeit unter technischen Problemen. Wir sind da dran, aber das Zeitkontingent ist begrenzt. In der Zwischenzeit dürfte den meisten aufgefallen sein, dass das Erstellen von Posts funktioniert, auch wenn das Forum erstmal eine Fehlermeldung wirft. Um unseren Löschaufwand zu minimieren, bitten wir euch darum, nicht mehrmals auf 'Post Reply' zu klicken, da das zur Mehrfachposts führt. Grußworte.

Deutschlands Gesellschaft in Zukunft

Mitglied seit
02.02.2013
Beiträge
291
Reaktionen
21
Ich will hier mal über Deutschlands Gesellschaft in Zukunft diskutieren.

Auf Arbeit, im Bekanntenkreis, in den Nachrichten überwiegt gefühlt immer das Negative, es gibt eventuell einen Bias und schlechte Nachrichten verkaufen sich halt auch besser.

Deswegen will ich das mal hier im Forum diskutieren mit relativ Fremden, wie ihr das so seht.

Ich für mich habe keine Geldprobleme mit einem recht durchschnittlichen Job. Ist allerdings natürlich auch mit leidiger Vollzeitarbeit erkauft, wodurch Freizeit sich in Grenzen hält.

Und damit komme ich locker zurecht. Keine besonders teuren Ausgaben, natürlich auch keine Kinder.

Bin ich da schon privilegiert? Ich glaube, in Deutschland jammern die meisten Leute viel rum, weil das nie schaden kann und oft Vorteile bringt, wenn man sich laut bemerkbar macht.

Was mir auffällt ist, dass die Zahl der Asozialen und das Ausmaß an Aggressivität stark zugenommen hat. So empfinde ich es zumindest. Und das macht mir am meisten Sorgen.

Viele Leute sind gefühlt einfach NPCs, denen alles egal ist.

Ich gehe nur noch sehr ungern in Supermärkte. Wenn es ein wenig voller wird, gibt es anscheinend keine Regeln mehr, alle laufen wild durcheinander.

Das gilt leider für alle Orte, wo man mit Menschen mehr oder weniger auf Tuchfühlung gehen muss, aber die meisten kann man ziemlich gut meiden, bis auf Supermärkte mehr oder weniger, da kommt man mit der Gesellschaft halt in Berührung.


Diese ganze Geldsache - das ist für mich ausgemacht. Dass Deutschland ärmer wird und andere Länder sich mehr vom globalen Kuchen holen, ist für mich schon seit langem klar. Ich habe damit auch kein Problem. Wenn man hier einen durchschnittlichen, erträglichen (also kein Gesundheitswesen, Einzelhandel etc. 🙄) Job hat und aufs Geld ein wenig guckt, wird man auch noch klarkommen, wenn alles 20-30% teurer wird - mit sparen ist dann natürlich nicht mehr viel.

Wie gesagt, das treibt mich weniger um als gefühlt die Spaltung der Gesellschaft und großen Parallelgesellschaften, mit denen ich mich nicht identifizieren kann - Reiche, Rentner, Arbeitslose. Und damit einhergend schlicht und einfach gesagt ein immer größerer Narzissmus, Egoismus, Abstumpfung und Aggressivität, die ich meine zu beobachten.

Jetzt mal die Frage an euch: ist das etwas, wo ich mich ein wenig reinsteigere, oder seht ihr das auch so? Wie seht ihr die Zukunft der Gesellschaft hier? Lebt ihr noch gut und gerne hier, wenn ihr das direkte Umfeld mal ausklammert? Haltet ihr das für ein Deutschlandspezifisches Problem?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
31.03.2001
Beiträge
27.523
Reaktionen
620
Also erstmal vorneweg ich denke die meisten dieser Sachen wird es nahezu überall auf der Welt geben (oder sagen wir mal in den G7 oder so), bei dem ein oder anderen geht die Entwicklung in Deutschland vielleicht schneller und an anderen Ecken langsamer und ich geh mal bewusst primär auf die breite Masse ein, es wird natürlich auch weiter einen Anteil geben der in glücklicherer Position sein wird (auch wenn der Anteil tendentiell glaub ich schrumpft).

Ich denke für viele wird der Job immer stressiger werden, da einfach die Erwartungen immer mehr ins Unermessliche steigen, wie üblich wird natürlich mehr leisten nicht wirklich mit mehr Geld belohnt oder jedenfalls nicht auf einem nennenswerten Niveau. Wie weit die Jobs dann zum "Leben reichen" wird denk ich auch noch ein wenig davon abhängen wie die Geopolitik sich entwickelt, da kann ja viel oder wenig Einfluss herkommen, wenn wir alle Nase lang sowas wie Straße von Hormuz haben wird das natürlich schwieriger. Allgemein wird die durchschnittliche Zeit die man im selben Job beim selben Arbeitgeber macht denk ich weiter sinken, zum einen weil die Firmen ja immer wieder kurzfristig denken und dann "umstrukturieren", zum anderen weil es immer mehr vorkommen wird das sich der individuelle Arbeitsplatz in einen unerträglichen, lebensaussagenden Haufen Scheiße verwandelt und sich dann der Arbeitnehmer woanders umguckt.
Ich geh ja auch davon aus, dass wir irgendwann sowas wie eine französische Revolution wieder haben werden...aber ob das nun in 15 oder 50 Jahre passiert 🤷‍♂️

Asis und Agressivität wird auch weiter zunehmen, denn man findet immer irgendwen der einen bestätigt das man im Recht ist (und sei es nur weil man danach auf Social Media natürlich nur so halbgar wieder gegeben hat) und weil man ja von genügend anderen auch Asi behandelt wird, sinkt auch die Schwelle sich selbst mal "gehen zu lassen". Regeln sind sowieso nur was wo sich Trottel dran halten und so ^^.

Parallelgesellschaften...jo wir sind ja schon soweit, dass sich quasi in den Bubbles Sub-Bubbles bilden und wir kommen nicht auch nur einen Hauch näher, dass sich da irgendwas ändert.
 
Mitglied seit
02.02.2013
Beiträge
291
Reaktionen
21
Keine Ahnung. Vielleicht habe ich da auch eine dumm-naive Vorstellung, dass Leute mehr zusammenhalten, wenn Gesellschaften ärmer werden, aber es geht eher in die andere Richtung.

Das Zusammenhalten bezieht sich dann wohl eher auf familiäre Verhältnisse (wenn überhaupt) und da sind Leute mit größeren Familien dann klar im Vorteil.

Ich hatte halt eher den Eindruck, dass Menschen in ärmeren Ländern generell happier sind als Deutsche, bin aber auch nicht weitgereist, um das wirklich zu beurteilen.

Also dass der Zustand einer Gesellschaft jetzt nicht unbedingt damit korreliert, wie reich eine Gesellschaft ist (solange sie nicht so arm ist, das es keine 4 Wände und nix mehr zu essen gibt).
 
Mitglied seit
31.03.2001
Beiträge
27.523
Reaktionen
620
Naja in vielen von diesen Ländern geht es zumindest leicht Berg auf und die aktuelle Generation mag "mehr" (ob nun Materielles oder halt Bildung/Rechte/Freiheiten) haben als die ganzen Generationen davor, während wir in Zentraleuropa halt von der Spitze kamen und man sich jetzt eben an Träumen vergangener Generationen abmüht (wie dem alten Sparkasse-Spot "Mein Haus, mein Auto, mein Boot"), parallel dazu einem natürlich auch an jeder Ecke präsentiert wird was für Schnickschnack man sich denn theoretisch leisten könnte...bis hin zu Werbung die einem suggeriert Kredite aufzunehmen um schick Sushi essen zu gehen.
 
Mitglied seit
09.02.2021
Beiträge
3.580
Reaktionen
3.390
1784199677442.png

Ab 6 können die kleinen Scheißer eigentlich schon dem Broterwerb nachgehen.
 
Mitglied seit
09.02.2021
Beiträge
3.580
Reaktionen
3.390
1784700010426.png

ach was. die sind da bestimmt was ganz großem auf der spur. robuste, einfache e-autos für normale preise? dat kooft doch kener.
 
Mitglied seit
18.11.2000
Beiträge
3.372
Reaktionen
37
Die sind sicher alles, aber nicht günstig
 
Mitglied seit
09.02.2021
Beiträge
3.580
Reaktionen
3.390
listenpreis, straßenpreis wahrscheinlich um die 23.000 EUR. die specs sind soweit gut, ich mag sogar die langweilige polo optik, obwohl ich sonst definitiv kein vw fan bin. von den japanern bekommst du sowas derzeit nicht (micra ist ein umgelabelter renault). von daher, vw hate immer gerechtfertigt und von mir aus feste drauf, aber man muss schon sagen, die plattform ist in der einstiegsklasse top (37 kWh-LFP bis 52 kWh-NMC, 400 volt, 90 kw-ladeleisterung) und auf dem niveau des ähnlich guten renault 5 e-tech.

der neue geely smart #2 als nachfolger des fortwo wird bei 25.000 EUR starten, hast aber einen zweisitzer, auch wenn die geely plattform auf dem papier leistungsfähiger ist.

 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
19.09.2001
Beiträge
17.296
Reaktionen
3.181
Tatsächlich sprach sie von "Schutzsuchenden", nicht von Migranten, was nochmal ne andere Baustelle ist und soweit ich das verstehe, da im Prinzip für niemanden zutrifft. Das klickt aber natürlich nicht so gut (auch wenn schon die Schutzsuchendenrhetorik natürlich erneut eine unnötige Steilvorlage ist) :mond:
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.389
Reaktionen
2.866

:rofl2: können wir deutschland bitte abwickeln.

Da steht doch nur, dass sie gegen die Auskunftspflicht klagen? Das steht erst mal jedem offen und deshalb würde ich jetzt Deutschland nicht direkt "abwickeln" wollen.
 
Mitglied seit
09.02.2021
Beiträge
3.580
Reaktionen
3.390
du kannst gerne die möglichkeit haben, gegen beschlüsse zu prozessieren. gegen der kartellamt zu prozessieren, überhaupt mit den ermittlungen anzufangen? i don't know bob. krankenhaus prozessiert gegen ermittlungsbehörden, einblick in krankenakten zu erhalten, nachdem 10 personen bei operationen ums leben gekommen sind. ratten prozessieren gegen rattenfänger, sich das gebäude mal anzuschauen.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.389
Reaktionen
2.866
du kannst gerne die möglichkeit haben, gegen beschlüsse zu prozessieren. gegen der kartellamt zu prozessieren, überhaupt mit den ermittlungen anzufangen? i don't know bob. krankenhaus prozessiert gegen ermittlungsbehörden, einblick in krankenakten zu erhalten, nachdem 10 personen bei operationen ums leben gekommen sind. ratten prozessieren gegen rattenfänger, sich das gebäude mal anzuschauen.

Was willst du tun? Bei manchen Gesetzen eine Präambel schreiben "Dieses Gesetz ist so vernünftig und selbstverständlich, dass es gar nicht falsch angewendet werden kann, deshalb kann man auch nicht dagegen klagen"? Nur weil ein Kartellamt grundsätzlich notwendig ist soll man nicht gegen seine Rechtsakte klagen dürfen, wäre das wirklich besser? Das tut ja so als hätte schon die Klage selbst aufschiebende Wirkung und es müsste nicht erst mal ein Richter dazu etwas sagen.
 
Mitglied seit
09.02.2021
Beiträge
3.580
Reaktionen
3.390
naja.


es gibt wohl anhaltspunkte mal genauer hinzuschauen. das genauer anzuschauen bereits im vorfeld den effekt von "filling the sky with lawyers" hervorruft, erhöht bei mir jedenfalls nicht die zuversicht eines funktionierenden marktes. das katherina reiche derzeit da sitzt, wo sie sitzt, übrigens auch nicht.
 
Mitglied seit
30.06.2007
Beiträge
7.803
Reaktionen
1.721
Umso mehr Grund, möglichst schnell von den fossilen Energieträgern wegzukommen.
Aber auch da schlägt der Reiche-Faktor wieder zu. Scheiß korrupte CDU.
 
Mitglied seit
09.02.2021
Beiträge
3.580
Reaktionen
3.390
aus deutscher sicht spätestens seit dem ukraine-überfall ein völliger nobrainer alles mit pv-anlagen, speichern, wärmepumpen und e-autos vollzuballern. der aktuelle kurs von reiche, merz & co. ist einfach nur mit korruption zu erklären - bei der cdu transatlantischer und techbro-korruption, bei der afd russischer und techbro-korruption. wird also dieses jahrzehnt nichts mehr.
 
Mitglied seit
19.09.2001
Beiträge
17.296
Reaktionen
3.181
Joa man liest ja so einiges über die NYT, auch bez. Transleute und Gaza.
Aber davon ab, wenn Du mir jetzt gesagt hättest, die Welt hätte sowas veröffentlicht, hätt ich auch nur noch mit den Schultern gezuckt. Poschardt und co hätten das doch genauso als Gegenentwurf zu den 0.1% der Bevölkerung, die irwie pansexuell und polyamourös unterwegs sind und damit die Gesellschaft zersetzen, präsentiert :mond:
 
Mitglied seit
02.02.2013
Beiträge
291
Reaktionen
21
Ich verstehe nicht ganz, in welche Richtung der Thread hier geht? Für Politikdiskussionen etc.gibts ja schon welche.

Es geht mit eigentlich eher darum, wie ihr persönlich mit eurem persönlichen Wohlstand in der jetzigen/zukünftigen Gesellschaft zurechtkommt. Ob/wie ihr Anzeichen von Verfall merkt (nicht aus den Nachrichten).
 
Mitglied seit
17.10.2006
Beiträge
7.002
Reaktionen
1.310
Ort
Köln
Ich hatte damals überlegt, ob ich was zu deinem Topic schreiben soll, aber irgendwie weiß ich nicht wie sinnvoll das ganze wirklich ist. Ich finde deinen Post nämlich ziemlich merkwürdig. Also einerseits gibt es so Aussagen wie die hier, denen ich voll zustimmen kann:
Auf Arbeit, im Bekanntenkreis, in den Nachrichten überwiegt gefühlt immer das Negative, es gibt eventuell einen Bias und schlechte Nachrichten verkaufen sich halt auch besser.

Bin ich da schon privilegiert? Ich glaube, in Deutschland jammern die meisten Leute viel rum, weil das nie schaden kann und oft Vorteile bringt, wenn man sich laut bemerkbar macht.
Und dann kommt danach sowas, was für mich genau das ist, was du vorher noch so an der Gesellschaft kritisiert hast:
Was mir auffällt ist, dass die Zahl der Asozialen und das Ausmaß an Aggressivität stark zugenommen hat. So empfinde ich es zumindest. Und das macht mir am meisten Sorgen.

Ich gehe nur noch sehr ungern in Supermärkte. Wenn es ein wenig voller wird, gibt es anscheinend keine Regeln mehr, alle laufen wild durcheinander.

Das gilt leider für alle Orte, wo man mit Menschen mehr oder weniger auf Tuchfühlung gehen muss, aber die meisten kann man ziemlich gut meiden, bis auf Supermärkte mehr oder weniger, da kommt man mit der Gesellschaft halt in Berührung.
Also ich will hier keine allgemeingültige Aussage machen, aber in meinem persönlichen Erleben war mein Leben früher deutlich stärker von Aggressivität beeinflusst. Ich bin auf dem Dorf groß geworden und gewalttätige Auseinandersetzungen hab ich quasi jedes Wochenende ein- bis mehrmals gesehen. Als Erwachsener bewege ich mich natürlich viel mehr in meiner Bubble, aber ich krieg außerhalb des Internets und der Nachrichten ziemlich wenig Aggressionen mit. Und das mit dem Supermarkt klingt für mich dann komplett nach Fensteropa. Alle laufen wild durcheinander? Hier mal ein Vergleichsbild aus den 50ern vom SSV, sowas erlebe ich heute gar nicht mehr:

1785829211808.png

Wie gesagt, das treibt mich weniger um als gefühlt die Spaltung der Gesellschaft und großen Parallelgesellschaften, mit denen ich mich nicht identifizieren kann - Reiche, Rentner, Arbeitslose. Und damit einhergend schlicht und einfach gesagt ein immer größerer Narzissmus, Egoismus, Abstumpfung und Aggressivität, die ich meine zu beobachten.

Jetzt mal die Frage an euch: ist das etwas, wo ich mich ein wenig reinsteigere, oder seht ihr das auch so? Wie seht ihr die Zukunft der Gesellschaft hier? Lebt ihr noch gut und gerne hier, wenn ihr das direkte Umfeld mal ausklammert? Haltet ihr das für ein Deutschlandspezifisches Problem?
Und hier sind wir wieder etwas beieinander: Eine Spaltung der Gesellschaft nehme ich auch wahr. Social Media führt immer mehr dazu, dass sich Menschen nur noch mit ihren eigenen Ansichten und Meinungen umgeben und immer weniger bereit sind, sich auf Diskussionen und Kompromisse einzulassen. Daher halte ich das auch nicht für ein Problem spezifisch für Deutschland, sondern für ein Problem, dass durch die Technologie befeuert wurde. Wie die Zukunft aussieht ist da natürlich ne interessante Frage: Ich fände es schön, wenn wir als Gesellschaft da was gegensteuern und zum einen wieder mehr Begegnungsstätten in der Realität schaffen und zum anderen den rechtsfreien Raum Internet etwas begrenzen. Für letzteres hab ich aber keine Lösung parat und das macht mir schon sorgen. Ich verstehe, dass es für Gewaltmonopol und Machtasymmetrie wichtig ist, dass Menschen ihre autokratischen Regierungen anonym kritisieren dürfen. Andererseits wird, befeuert durch KI-Slop, die Meinungsmache immer radikaler und realitätsferner, dass es so auch nicht weitergehen kann. In einer Welt mit gütigen Herrschern wäre ich definitiv für eine Klarnamenspflicht im Internet.

Naja, daher kann ich bei vielem aus deinem Post zustimmen und bei anderem nur mit dem Kopf schütteln. Darum hatte ich mich in Summe dazu entschlossen, eigentlich gar nichts zu schreiben. Soviel zu dem Vorhaben. :deliver:
 
Oben