Der geringe Abstand auf oben geposteten Karte von der Luftwaffenkaserne zur Kita & Schule stimmt mich durchaus nachdenklich. Die Frage sollte bei uns und überall auf der Welt erlaubt sein: Warum ist das genau so notwendig? Es ist aber weiter müßig darüber zu diskutieren, weil natürlich auch sämtliche andere Staaten dieser Welt bei der Kriegsführung diese deutsche Kaserne angreifen würden und die "Kollateralschäden" (bei vielen wohl auch billigend) in Kauf nehmen würden. In Moskau würde es niemanden interessieren, wenn ne Kita & Schule in D. plattgemacht würde, die denken doch in ganz anderen, größeren Sphären. Auch wenn wir mit den Amis und China im Krieg wären, würden die das Ding ebenfalls rasieren und drauf koten, dass daneben zivile Einrichtungen sind. Das ist halt Krieg und deswegen macht es ihn so grausam.
Selbstverständlich rechtfertigt nichts diesen katastrophalen Strike der USA mit dem Tomahawk. Exakt diese Aktion als Kriegsverbrechen zu bezeichnen, vor allem jetzt schon, ist nach meinem Kenntnisstand aber falsch, es sei denn es kommt heraus, dass alle vorliegenden Fakten dafür sprechen. Das mag inhuman klingen, aber es gibt für die nüchterne Einschätzung halt harte Kennzeichnen, die meines Wissens eben (noch) nicht gegeben sind. Es ist auch zweifelhaft, ob wir das dann überhaupt jemals erfahren werden, was dann etliche wieder als klares Zeichen für eine Vertuschung/VT oder sonstwie nutzen werden. Würde mich aber wundern, wenn die USA mehr vertellen würden als dass es ein tragischer Unfall bzw. Fehlkalkulation war.
Btw. die von mikano angesprochenen 40 Minuten zwischen den zwei Schlägen sind in dem Falle irrelevant. Das ist während einer solchen Aktion eine zu kurze Zeit, um festzustellen, dass man sich von einem auf den zweiten Strike geirrt hat. Das ist in Echtzeit nie und nimmer zu eruieren und zu validieren. Wenn man vor 40 Minuten da hitten wollte, will man das die Zeit später auch noch. Da liegt kein signifikant zeitlicher Unterschied dazwischen. Das Prinzip dürfte der Doppelschlag sein, den man bei solchen Aktionen generell durchführt, um sicherzustellen, dass ein wichtiges Ziel auch wirklich ausgeschaltet ist und es nicht zu einem Blindgänger kommt.
Der schwerwiegende Fehler lag natürlich davor vor und man würde sich wünschen, dass dann nach Aufklärung Konsequenzen erfolgen. Meines Wissens nach, (Zweitquelle T. Heinrich), hat das eine US-amerikanische Zeitung übrigens groß analysiert und dargelegt, dass es die eigene Seite war, ich weiß gerade nicht mehr welche. Das unterscheidet sich von allen ähnlichen Aktionen anderer Staaten, z.B. Iran selber oder auch Russland. Dort wird bei Angriffen auf zivilen Zielen IMMER gelogen, sowohl von den "Staatsmedien" als auch von der Kommando- und Staatsführung. Was ich jedoch auch bei der amerikanischen Seite bezweifeln würde ist, dass es große Konsequenzen für den-/diejenigen hat, die den Einsatz befohlen haben bzw. das Ziel ausgewählt haben.
Alles in allem eine Scheißaktion in einem Scheißkrieg, bei dem nicht abzusehen ist, was überhaupt erreicht werden soll. Aber D.T. & Co. werden wieder das dicke "W" ausrufen, egal wie es kommt.
Edit:
T. Heinrich eben dazu nochmal im Livestream:
Die Schuld ist bei den Amerikanern zu suchen, seiner Auffassung jedoch kein Kriegsverbrechen. Ein Kriegsverbrechen bedingt, dass man es entweder absichtlich begeht, es mit großer Fahrlässigkeit durchgeführt hat oder blindlings Ziele angreift. Das war nach allen vorliegenden Informationen nicht gegeben.
Kann damit jeder selber entscheiden. Bei Militärhistoriker vs. Forenuser mikano bleibe ich dann doch bei jemandem, der sich nun seit Jahren durch Faktentreue im Ukrainekonflikt auszeichnet und für alles was er postet und sagt eindeutige, nicht politisch angehauchte Belege bringt.