Doch ein solches Programm ist unbedingt im täglichen Gebrauch des Computers notwendig, deshalb habe ich einen Antiviren-Software-Test auf meinem Computer durchgeführt und dabei zwei der am häufigsten auftretenden Antiviren-Programme auf ihre Bedienungsoberfläche, Geschwindigkeit und Genauigkeit getestet. „Norton Antivirus 2004“ und „H+BEDV AntiVir Personal Edition“ . Beide zählen zu den modernsten Virenscannern auf dem heutigen Markt, wobei „AntiVir“ Freeware ist, das heißt diese Software ist für den Privatgebrauch vollkommen kostenlos. Dagegen kostet die Norton Software ca. 30€. Bei diesem Test wird sich also zeigen, ob es wirklich notwendig ist Geld für seinen Schutz zu zahlen oder ob auch kostenlos die Sicherheit erreicht werden kann.
Beide Testkandidaten wurden natürlich vor dem Test per Internet aktualisiert um eventuelle Bugs, d.h. Programmfehler zu korrigieren und die Virusdefinitionen auf dem aktuellsten Stand zu setzen. Als Test-Schädlinge habe ich eine Auswahl von 15 Viren und Trojanern benutzt, viele davon sind bekannt, doch manche treten sehr selten auf. Eine Liste aller benutzen Viren und Trojaner befindet sich im Anhang. Beim Starten der beiden Programme zeigen sich noch keine gravierenden Unterschiede, der nicht kostenfreie Virenscanner von Norton hat eine sehr gute Bedienoberfläche, d.h. die wichtigsten Optionen sind sofort für den Benutzer erreichbar und können sofort benutzt werden, was besonders für unerfahrene Nutzer wichtig ist. Das kostenfreie Programm „AntiVir“ hat eine ähnlich gute Bedienoberfläche, da man hier mit nur wenigen Mausklicks direkt die Ordner selektieren kann die überprüft werden sollen und sofort den Suchvorgang starten kann.
Diagramm 1: Vergleich „Norton AV2004“ und „AntiVir PE“
Durch den zweiten Test werden jedoch schnell Unterschiede zwischen den beiden Test-Kandidaten sichtbar. In Diagramm 1 ist sichtbar, dass der Virenscanner von „Norton“ knapp 7 Minuten länger als die Freeware „AntiVir“ zum Durchsuchen braucht, nämlich 22 Minuten und 14 Sekunden, dagegen „AntiVir“ nur 14 Minuten und 47 Sekunden. Gemessen wurde mit einer Datenmenge von 136 GB. Eine sehr kurze Suchzeit und eine kostenlose Software noch dazu, diese Fakten lassen „AntiVir Personal Edition“ gegenüber „Norton Antivirus 2004“ stark punkten, doch der letzte wichtigste Test hat, wie es auch meinen Erwartungen entsprach die Erklärung für ein solches Ergebnis geliefert.
9 von 15 Schädlingen erkannte „AntiVir Personal Edition“, dieses Ergebnis ist schlecht, wenn man es mit dem sehr guten Ergebnis von „Norton Antivirus 2004“ vergleicht. Alle 15 Viren und Trojaner konnte der Testkandidat von Norton entdecken – die Namen der verwendeten Schädlinge sind im Anhang (Punkt 10.1) vorzufinden. Dieses Ergebnis bringt schließlich den Gesamtsieg für „Norton Antivirus 2004“, denn die schnelle Suchzeit des Testkandidaten „AntiVir Personal Edition“ ist auf die Ungenauigkeit bei der Virensuche zurückzuführen.
Der von mir durchgeführte Vergleichstest zeigt, dass es durchaus besser ist Geld für seinen Schutz zu zahlen, um so wirklich geschützt zu sein. Natürlich hat das kostenlose Programm „AntiVir Personal Edition“ auch gut abgeschnitten und das Preis-Leistungsverhältnis ist wohl optimal doch wer wirklichen Schutz seiner Daten braucht, der sollte lieber zu einem Anbieter wie Gdata , McAfee oder Symantec gehen.