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Studium Politikwissenschaft

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Hallo,
ein Freund will anfangen Politikwissenschaft zu studieren, da er bald Geburtstag hat und wir noch auf der Suche nach einem Geschenk sind wollte ich mal fragen, ob es für Politikwissenschaft irgendwelche Standardwerke gibt, die jeder Student bei sich zu Hause stehen haben sollte, halt sowas wie Vollhardt für Chemiker usw
Preisrahmen 30-40 euro
Danke
 

Tür

Kunge, Doppelspitze 2019
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plato - der staat
fliegt hier noch als reclam rum, nie gelesen :8[:
 

Dekonstruktion

Guest
Gut sind eigentlich immer Lexikas, meinetwegen Grundbegriffe der Politikwissenschaft. Normalerweise ist man als Student für sowas zu geizig, aber gerade für jemanden, der sich in den Jargon hineinfinden muss, äußerst praktisch. Kann man auch sein Studium lang immer verwenden. Preis dürfte bei ca. 30 Euros liegen.
 
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Ich studier selbst Powi und kann dir sagen, ausser einem Powi Lexikon (und selbst das kaum) ist nichts zwingend notwendig, da Powi in 5 Kategorien aufgeteilt ist. Stellt sich die Frage, was dein Freund mag.

Wenn er Theorie mag, würd ich z.B. Kant - Zum ewigen Frieden empfehlen. Locke und Montesqieu

Wenn es was aus der Praxis und dazu noch modern sein soll wäre z.B. Chomsky ne Alternative. Du kannst natürlich auch mal gucken was seine pol. Ausrichtung ist und dann nach Werken gucken :)

Also genauer helfen könnte ich, wenn ich wüsste was genau ihn interessiert.
 
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Ich würde ihm das hier schenken: Democracy: The God that Failed: The Economics and Politics of Monarchy, Democracy, and Natural Order (Paperback)
http://www.amazon.com/Democracy-Economics-Politics-Monarchy-Natural/dp/0765808684
Etwas kritischeres wird sich schwer finden lassen, sollte ihm einiges zu denken geben.



Ansosnten:
Locke - Über die Regierung
Mill - Über die Freiheit (Lese ich selber grade. Oft tut es weh, wenn man sieht was Mill schon 1859 wusste.)
Tocqueville - Über die Demokratie in Amerika
Thoreau - Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat
Hume - Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral (Schopenhauer: „Aus jeder Seite von David Hume, ist mehr zu lernen als aus Hegels, Herbarts und Schleiermachers sämtlichen philosophischen Werken zusammengenommen.")



Nur das oberste Buch ist nicht als Reclam Heft zu haben.
 

sdgj123

Guest
Ich würde sagen, dass das mit Standardwerken in den Politikwissenschaften so ne Sache ist... aber:


Nohlen: Kleines Lexikon der Politik (gibts bei der Bundeszentrale für politische Bildung). Bei Lexika gibts aber auch sehr viele Alternativen

Ganz gut für politische Theorie (aber nicht unbedingt "DAS STANDARDWERK"): Brodocz / Schaal: Politische Theorien der Gegenwart I und II
 
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Wolfgang Rudzio: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland
Fands und finds sehr gut und als Nachschlagewerk gut geeignet. Ob das aber ein Standardwerk ist? Kein plan. ^^
 

Dekonstruktion

Guest
Gut sind auch Sammelbände wie "Theorien der Gerechtigkeit" (Suhrkamp), Hrsg. von Scarano/Horn. Dort werden Textausschnitte von so ziemlich allen wichtigen historischen Stimmen der pol. Philosophie abgedruckt. Dadurch gewinnt man einen sehr guten Einblick über die Komplexität solcher Schlüsseldebatten und eignet sich nebenbei eine "intellektuelle Landkarte" an. Zudem sind solche Bücher auch ideologisch nicht verfänglich, man bewegt sich also mit dem Geschenk auf sicheren Pfaden.
 

Teegetraenk

Tippspielmeister WM 2006
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Es geht noch einfacher. Ihr zieht euch das kommentierte Vorlesungssemester seiner Uni für nächstes Wintersemester und schaut was in seinen Einführungsseminaren für Grundlagenliteratur angegeben wird.
 
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Lasst es bleiben, zu 99% greift ihr daneben. Ein gutes Lexikon ist das zweibändige von Nohlen, da seid ihr aber auch schon über euren Preisrahmen hinaus und alle anderen Lexika sind ab dem 3. Semester unbrauchbar. Mit Sachen wie Locke, Tocqueville & Co kann man ein Bücherregal schmücken, aber man liest es tendienziell nicht (gerne).

Falls VWL im Laufe seines Studiums unterrichtet wird, lohnt sich evtl. der Mankiw (Grundzüge der VWL). Das ist das einzige Buch, das ich uneingeschränkt und für jeden PoWi empfehlen würde, denn tiefer geht man eh nicht in die Materie der VWL und es zeigt die Inhalte der VWL wissenschaftlich, aber auch unterhaltsam dar.
 

Jesus0815

Guest
Irgendwas von Montesquieu! Gehört in jede Sammlung eines Politikinteressierten.
 

Chnum

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also diese ganzen politische-theorie-wälzer würd ich nicht schenken, die braucht man nicht als komplette bücher daheim stehen. wenn, dann lieber ein politische-theorie-sammelband, in welchem die wichtigsten autoren oder paradigmen aufgeführt werden.

falls es nicht allzu trockene politische theorie sein soll, dann werfe ich "Samuel P. Huntington - Clash of civilisatoins" in die runde. braucht man zwar auch nicht wirklich komplett daheim stehen zu haben, aber das begegnet einem in den internationalen beziehungen schonmal ab und an.
 
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Die Geschenkidee ist im allgemeinen behindert. Als ich angefangen habe zu studieren habe ich auch Fachliteratur von meinen Freunden bekommen. Hab nie reingeguckt, weil ich andere Bücher bevorzugt habe. Auch wenn ich reingeschaut hätte, wäre das Geschenk dadurch nicht undbedingt besser geworden. Ist einfach ne Scheissidee. Schenkt ihm was anderes.:fein:
 
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Mit Sachen wie Locke, Tocqueville & Co kann man ein Bücherregal schmücken, aber man liest es tendienziell nicht (gerne).

Kommt sehr auf die Person an. Ausserdem ist es immer wieder eine Freude reinzuschauen, auch wenn man nur einzelne Passagen liest.

Schenk ihm doch einen Batzen Reclam Hefte, alle Klassiker inkludiert, von Hobbes bis Mill.


Falls VWL im Laufe seines Studiums unterrichtet wird, lohnt sich evtl. der Mankiw (Grundzüge der VWL). Das ist das einzige Buch, das ich uneingeschränkt und für jeden PoWi empfehlen würde, denn tiefer geht man eh nicht in die Materie der VWL und es zeigt die Inhalte der VWL wissenschaftlich, aber auch unterhaltsam dar.

Hab selbst mit dem Buch gearbeitet und fande es nicht besonders gut.

Anstattdessen würde ich Carl Mengers Buch empfehlen, es trägt den gleichen Namen. Grundzüge der VWL. (Menger führt in diesem Buch das Grenznutzenprinzip ein.)
http://www.amazon.de/Grundsätze-Vol...=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1253114304&sr=1-2

Da kansnt du ihm auch gleich beweisen, was er dir bedeutet. Das Buch kostet 68€.
 
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Fand den Mankew ganz ok, WENN man ordentliche Mathe Vorkentnisse besitzt (also z.B. den Mathevorkurs besucht hat ^^).
Ansonsten wirds schwer. Und er ist halt schweineteuer...
 

Dekonstruktion

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Bitte keine Reclam-Hefte!
Aus eigener Erfahrung weiß ich mehr als gut, dass es wesentlich angenehmer ist, die Bücher in guten Ausgaben zu lesen, bspw. Meiner-Verlag. Mit "guter" Ausgabe meine ich vorrangig, dass das Buch einen ordentlichen Einband, angenehme Größe und solides Papier hat. Eine kurze Einführung seitens des Herausgebers und ein Sachindex sind eine nette Ergänzung. Ansonsten ist es wirlich kein Spaß, sich einen 300 Seiten-Schmöker zu Gemüte zu führen.
 

DanoDaDon

Guest
Also wenn es VWL-Bücher sein sollen, dann empfehle ich Blanchard + Pindyck. Die Bücher von "Pearson Studium" sind qualitativ sehr hochwertig.
 
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Bitte keine Reclam-Hefte!
Aus eigener Erfahrung weiß ich mehr als gut, dass es wesentlich angenehmer ist, die Bücher in guten Ausgaben zu lesen, bspw. Meiner-Verlag. Mit "guter" Ausgabe meine ich vorrangig, dass das Buch einen ordentlichen Einband, angenehme Größe und solides Papier hat. Eine kurze Einführung seitens des Herausgebers und ein Sachindex sind eine nette Ergänzung. Ansonsten ist es wirlich kein Spaß, sich einen 300 Seiten-Schmöker zu Gemüte zu führen.


Naja, hast schon recht. Natürlich ist es schöner ein richtiges Buch zu lesen.
Ist halt auch eine Kostenfrage. Die Reclam Sachen sind halt so herrlich preiswert. Ich sprech ja nicht von der Ilias oder sowas, die vorgeschlagenen Werke sind ja meist recht kompakt. Ausserdem lädt das zum reinschreiben ein.
 

shaoling

Guest
Also ich finde Reclams nicht gerade preiswert, wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis berücksichtigt.
Dickere Reclams reichen dann nämlich auch häufig an die 10€ heran und für nur wenige Euro mehr bekommt man dann eine viel brauchbarere Taschenbuch- und nicht selten sogar eine gebundene Ausgabe.

Gerade bei klassischer Literatur sind Reclams im Vergleich zu anderen Klassiker-Verlagen, etwa Penguin Classics, sogar ziemlich teuer, obwohl sie ein kleines Format haben und oft auch noch schlechter editiert sind.

Nur mal ein willkürlich herausgegriffenes Beispiel: John Stuart Mills On Liberty
Preis der deutschen Reclam-Ausgabe: 5€. Man erhält nur den übersetzten Text mit wenigen Anmerkungen und einem 15-seitigen Nachwort sowie eine biographische Zeittafel.
Preis der Penguin-Classics-Ausgabe: ~7€. Man erhält ein wesentlich schöneres Design, größere Schrift und eine 40-seitige wissenschaftliche Einführung mit einem sehr guten Einblick in die Biographie des Autors.
Außerdem gibts für 7€ eine deutsche gebundene Ausgabe:
http://www.libri.de/shop/action/pro...tuart_mill_ueber_die_freiheit_3866474121.html

Die Vorzüge von Reclam-Heften sind häufig sehr überschaubar. Ich greife inzwischen nur noch zur Reclam-Ausgabe, wenn es wirklich keine annähernd ähnlich preisgünstige Ausgabe gibt oder ich explizit ein Exemplar für die Hosentasche suche.
 
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Dekonstruktion

Guest
Bei der gebundenen Ausgabe muss man aber achten, ob die überhaupt zitierfähig ist.
Was die Reclam-Kritik betrifft stimm ich die natürlich zu. Kants KdrV kostet dort 10 Euro. Die zweibändige Suhrkampausgabe 12, 90 und die editorisch hervorragende Meinerausgabe 14, 90. Die Divergenz ist also nicht besonders groß.
Gut ist Reclam allerdings dann, wenn sie günstige Aufsatzsammlungen (zu Bioethik etc.) herausgeben.
 

shaoling

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Woran würdest du ihre Zitierfähigkeit denn festmachen?
 
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Fand den Mankew ganz ok, WENN man ordentliche Mathe Vorkentnisse besitzt (also z.B. den Mathevorkurs besucht hat ^^).
Ansonsten wirds schwer. Und er ist halt schweineteuer...
lol? Es gibt wohl kaum nen Vwl-Buch, was weniger Mathe hat!?

Ansonsten wirklich ne kack Idee, sowas zu schenken. Ich hab mir in meiner gesamten Studienzeit noch nicht ein Buch gekauft...weil es einfach nicht nötig ist. Einfach Geldverschwendung. Nicht, dass wir nicht viel lesen würden, aber die meisten Bücher gibt's per Kopiervorlage o.ä. Außerdem würde ich mich über sowas NULL freuen. Und er wird es auch nicht, wenn er kein Übernerd ist (was mit dem PoWi-Studium eigtl sein kann, aber ich geb ihm mal den benefit of the doubt). Ansonsten würde ich wie Pivo vorgehen, weil je nach Uni vollkommen andere Bücher auf der Tagesordnung stehen. Ich spreche aus Erfahrung, auch was das PoWi-Studium angeht, da einige Freunde das an unterschiedlichen Unis studieren und sich schon im ersten Semester der Kanon unterscheidet.

Wenn du unbedingt beim Buch bleiben willst, dann schenk ihm wirklich lieber sowas wie Clash of Cultures o.ä. Damit kann man wenigstens posen (unter Nerds) 8[
 
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