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Solid State Drives - Was haltet ihr davon?

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http://de.wikipedia.org/wiki/Solid_State_Drive

Hi,

Ich bin am Grübeln was die "optimale" Laufwerkskonfiguration für einen modernen Desktop bzw. ein Desktop Replacement Laptop ist. Ein Paar Worte zum Anwendungszweck: Ich würde sagen "privates Umfeld", also Lifestlye, Kreativität, Internet, Multimedia und Spiele. Queerbeet sozusagen.

Von Intel gibt es ein neues 80 GB SSD (SSDSA2MH080G2C1) für "nur noch" ca. 190 €. Eine spitzen 3,5" 1 TB HDD kostet momentan ca. 80 €

Wenn also mal von einem Desktop ausgeht kommen für mich folgende Varianten in Frage:

A. 1x TB HDD (kein RAID) mit System und Datenpartition (80 €)
B. 2x TB HDD (als RAID1) mit System und Datenpartition (160 €)
C. Systemlaufwerk: 1x 80 GB SSD. Datenlaufwerk: 1x TB HDD (270 €)
D. Systemlaufwerk: 1x 80 GB SSD (kein RAID). Datenlaufwerk: 2x TB HDD (als RAID1) (350 €)
E. Systemlaufwerk: 2x 80 GB SSD (als RAID1). Datenlaufwerk: 2x TB HDD (als RAID1) (540 €)

Ich habe persönlich noch kein SSD in Aktion erlebt, bin aber ehrlich gesagt verdammt neugierig! Zwei Überlegungen geben mir aber momentan zu denken:

A. Kapazität. Moderne Spiele verschlingen unmengen an "Festplattenplatz". Bislang war es immer sinnvoll eine Systempartition und eine Datenpartition zu verwenden (möglicherweise auch Systemplatte und Datenplatte) und Spiele auf der Datenplatte zu installieren, da sie viel Platz verschlungen haben und Savegames und Modifikationen auch bei einer Windows- Neuinstallation nicht verloren gingen. (mal ausgenommen Spiele die meinen Savegames unter "Eigene Dateien" erstellen zu müssen...) Wenn man nun ein SSD einsetzt, müßte mann konsequenterweise auch Spiele unter "C", also auf dem Systemlaufwerk installieren da sonst der ganze Performancegewinn der SSD bezüglich Ladezeiten sich nur auf Windows und, ich sag mal pauschal "Office" (und andere Produktivsoftware) beschränkt. Eine 160 GB SSD kostet allerdings gleich mal um die 400 €, also soviel wie eine Playstation 3, für Spiele? Naja.

B. Sicherheit bei Datenträgerausfall. Moderne Software muß häufig aktiviert werden und die Möglichkeiten Software zu cracken werden immer komplizierter, die Bereitschaft für Software Geld auszugeben immer höher. Ich habe zwei persönliche aktuelle Beispiele für eine Produktaktivierung. Windows Vista ist völlig Problemlos, wenn es auf dem selben System mehrmals installiert wird ist die aktivierung weiterhin gültig. Nur falls sich Hardware ändert kommt man nicht um ein etwas nerviges Telefonat mit Microsoft herum um Vista neu zu aktivieren. Seinen neuen PC kann man dann problemlos wieder allse 4 Wochen neu aufsetzen, die Aktivierung ist dann nicht mehr nötig. Falls also eine Festplatte crasht hat man abgesehen vom Backup Thema kein Problem. Anders sieht es beim Computerspiel "Blood Bowl" aus. Dort wird irgend ein SecuROM eingesetzt das nur insgessamt genau drei Installationen zuläßt, dannach ist die Lizenz verloren. Es gibt die Möglichkeit sein Spiel über die Systemsteuerung Software zu deinstallieren, dann wird einem die Installation wieder "gutgeschrieben" und man hat wieder die drei Möglichen Installationen zur Verfügung. Wenn hier also eine Festplatte Crasht, ist eine Lizenz weg. (Theorethisch bestünde die Möglichkeit die Software auf 3 verschiedenen Systemen zu installieren, solange man es nur jeweils gleichzeitig auf einem System nutzt bewegt man sich innerhalb der Lizenz, online gehen kann mann so wiet ich weiß nur mit einem System gleichzeitig). Nun gut, das ist ein 50 € Computerspiel, wenn meine Festplatte crasht verliere ich eben eine Installation, is ja völlig egal solange ich noch zwei habe, eine Nutzung auf mehreren Geräten ist für mich eh kein Thema. Was aber wenn ich mich entschließe mir mal eine teure produktivsoftware zu kaufen (Sony Vegas Videoschnitt 600 €, Office um die 500 €, AutoCAD LT schon mal an die 1000 €) und diese einen ähnliche Produktaktivierung verlangt? Dann bedeutet ein Festplatten Crash möglicherwiese einen echten Finanziellen schaden, über die Arbeit, das Backupthema, und die kaputte Festplatte hinaus!

Deswegen komme ich zu dem Schluß das RAID1 gerade im privaten umfeld eigentlich Plicht sein müßte. Wenn ich mir überlege wie die Backupsituation Privat ist, wie unwiederbringlich beispielsweise Private Fotos sind, und was für ein Standing man als Privatperson hat wenn mann sich mit einem Softwarehersteller bezüglich Dingen wie fehlgeschlagene Produktakitierung herumschlagen muss...

Also, sorry für den ewig langen text, aber kann es sein das SSD privat erst wirklich ein Thema werden wenn die Dinger so billig sind das man problemlos 2 SSDs als RAID1 Systemlaufwerk und 2 HDDs als RAID1 Datenlaufwerk einsetzen kann? Bis dahin scheint mir Variante B, also 2 Große Festplatten als RAID 1 mit System und Datenpartition der beste kompromiss aus Sicherheit, Leistung, und Preis.
 
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also die (abgespeckte) windows xp version auf meinem eeepc 900 mit ssd drive bootet schon ziemlich zügig, zumindest subjektiv. das windows bild mit dem blauen, laufenden balken bleibt vielleicht 1-2 sekunden dann ist es weg, und der desktop ist nach ca weiteren 4-5 sekunden komplett einsatzbereit. werd mal stoppen um genauere Zeiten zu geben aber ich denke es ist unter 30 sek betriebsbereit gebootet.
 

parats'

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SSD ist momentan für den privaten Gebrauch noch zu teuer.
Die Preise werden aber auch da in absehbarer Zeit stark fallen.
 
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Servus,

"Privater Bereich" finde ich jetz keine gute formulierung.

Also beispielsweise denke ich das eine SSD in einem Netbook (Windows 7 läuft ja anscheinend perfekt auf den dingern), oder einem "Zweit PC" Notebook (regelmäßiges Ablegen der wichtigen Daten auf einem "Haupt- Arbeitsrechner" oder einer großen Externen Festplatte) schon jetzt ganz sinnvoll sein kann.

Mein Problem damit bezieht sich jetzt hauptsächlich darauf wenn der Rechner mir der SSD der zentrale Speicherplatz für Daten ist, und zukünftig auch die Sache mit den Produktaktivierungen - wobei ich mir nicht sicher bin ob SecuROM mit dieser Scheiße wirklich durchkommt... aber ärger und stress hast in jedem Fall bis du da jemanden dazu bringst dir die Aktivierung wieder gutzuschreiben...

Ich kann mir auch gut Vorstellen das so eine SSD ein echtes Upgrade für eine Playstation 3 ist... ladezeiten sind da doch recht nervig ab und zu, und die installationen werden auch immer größer.
 

haschischtasche

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Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE
also die (abgespeckte) windows xp version auf meinem eeepc 900 mit ssd drive bootet schon ziemlich zügig, zumindest subjektiv. das windows bild mit dem blauen, laufenden balken bleibt vielleicht 1-2 sekunden dann ist es weg, und der desktop ist nach ca weiteren 4-5 sekunden komplett einsatzbereit. werd mal stoppen um genauere Zeiten zu geben aber ich denke es ist unter 30 sek betriebsbereit gebootet.
wo ist da der unterschied zu normalen festplatten?

@topic: das hauptproblem, das ich mit ssds habe ist, dass in fast allen, die fuer normalnutzer erschwinglich sind, flashspeicher verbaut ist.
und das ist fuer meine computernutzung ungefaehr so geschickt, als wuerde man als rennfahrer nur noch autos ueber 400ps, aber dafuer unter 0,5mm profiltiefe fahren.
 

Shihatsu

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einerseits ist sone ssd schon recht sinnvoll - hdds sind DER flaschenhals. andererseits haben ALLE aktuellen mlc sdd dermassen ekelhafte probleme, das sie schlichtweg noch nichts taugen. manch dieser probleme treten zwar unter slc garnicht oder erst später auf, aber dafür sind deren preise gepfeffert.
bekannte probleme sind:
5 sekündige sys freeze bei random writes auf alte platten, betroffen alle ausser intel und intellinx controller, mlc und slc
drastisch einbrechende lese-performance bei allen anbietern bei stark fragmentiertem dateisystem in kombination mit vollen platten (alle controller, alle chips), softwarelösung für windosen in vorbereitung (win 7), für unix fertig, problem des dateisystems in kombination mit "schlechten" controllern
schlechte schreibperformance bei random writes auf kleinen dateien, vor allem mlc, kann mit grossen caches abgefangen werden
das sind nur die ärgsten...

das problem ist halt, das es noch keinen controller gibt, der das problem der ganzen blöcke löschen und neu schreiben umgeht und das slcs halt so teuer sind...
 
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Original geschrieben von haschischtasche
wo ist da der unterschied zu normalen festplatten?


also ohne jetzt zeit gemessen zu haben, glaube ich, das es schneller bootet als ein xbeliebiges hdd system. zumindest meint das meine subjektive wahrnehmung... ich schliesse nicht aus, dass ich ich mich da irren kann, bevor jetzt wieder irgendwelche besserwissereien kontests anfangen.
 

Dr.Tomate

Guest
Also industriell werden sie noch nicht so angenommen, da einfach die Begrenzung durch die Schreibzyklen noch zu hoch ist (angesichts der Kosten).
So einer unserer Netapp Trainer.

Wie´s mit den Zyklen im semiprof. bereich aussieht. -> k.a.
Solltest diesen Aspekt aber auf jedenfall in deine Kaufentscheidung einfließen lassen :)
 

parats'

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XP Brauch im Schnitt 35 Sekunden zum hochfahren.
 

RRA^StArFiRe

Guest
MLC ssds haben ja immer das manko beim speicherzuweisen/löschen irgendwann richtig lahm zu werden.
aber SLC ist dagegen einfach unbezahlbar.

nun hilft der "trim"befehl bei MLCs, quasi wie eine defragmentierung, ist jedoch immer noch ein extra-konsolenprogramm.
erst mit win7 ist der algo schon im BS integriert.

also ich werde mir mit win7 eine aktuelle MLC platte mit wahrscheinlich 120gb leisten.
0,1ms zugriffszeiten sind einfach pornooo
 

Shihatsu

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Original geschrieben von =Starfire=
MLC ssds haben ja immer das manko beim speicherzuweisen/löschen irgendwann richtig lahm zu werden.
aber SLC ist dagegen einfach unbezahlbar.

nun hilft der "trim"befehl bei MLCs, quasi wie eine defragmentierung, ist jedoch immer noch ein extra-konsolenprogramm.
erst mit win7 ist der algo schon im BS integriert.

also ich werde mir mit win7 eine aktuelle MLC platte mit wahrscheinlich 120gb leisten.
0,1ms zugriffszeiten sind einfach pornooo
punkt 2 meines postes bezieht sich aufs trim-problem, und auch trim behebt die performance einbrüche bei aktuellen mlcs nicht 100%
 
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Find die guten SSDs auch noch zu teuer.
Aber schnelle normale Festplatten sind doch mittlerweile ganz erschwinglich. Z.b. ne Ratpor von WD mit 300GB für so ~170-180€.
Hatte von denen zwar bisher auch noch keine, aber mit 300GB kann man seine Anwendungen und Spiele schon abdecken. Fotos/Musik/Filme können dann immer noch auf eine andere Festplatte.
 

NetReaper

Guest
SSDs sind echt super, auch für Privatverbraucher - aber erst in 5 Jahren frühestens.

Bis dahin sind Festplatten die erste Wahl. Wer Sicherheit und Schnelligkeit will, kann sich ja ein RAID5 aufbauen. Und bekommt damit mehr Speed und Kapazität, als eine vergleichbare SSD liefern könnte.

Gute SSDs gibts derzeit eh nur von Intel, und für das Geld kriegt man gleich 3 große schnelle Platten + gescheitem RAID Controller (falls nötig).
 

RRA^StArFiRe

Guest
Original geschrieben von NetReaper
kann sich ja ein RAID5 aufbauen. Und bekommt damit mehr Speed und Kapazität, als eine vergleichbare SSD liefern könnte.

aber kommt drauf an, was du unter speed verstehst.
an die zugriffszeiten von ner ssd kommste mit plattern niemals ran, bzw. im raid wird die zugriffszeit sogar noch größer.

gibt ja gerade n neuen CB-test:
http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/2009/test_mushkin_europe_2_corsair_p128/8/

also für server ist diese dauerbelastung der MLCs wirklich nix. aber wer n server mit viel traffic hat, der kann sich auch SLCs leisten. bzw. ist heutzutage die zugriffszeit eh wurst für unternehmensserver.

aber klingt doch schonmal gut, dass die im platten im idle die blöcke
gänzlich leeren können.
weihnachten gibs sicher n gutes angebot an ssds :D
 
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Ich hol den Thread mal hoch, da ich gerade was auf heise.de gefunden habe.
Natürlich spricht man da von theoretischen Datendurchsätzen, aber es scheint sich einiges auf dem Feld zu bewegen:
So soll das 3,5-Zoll-Modell der "Lightning" (Blitz) getaufte Laufwerksfamilie – Pliant bezeichnet sie als "Enterprise Flash Drives" (EFD) – bis zu 160.000 I/O-Operationen pro Sekunde bei einem Maximaldurchsatz von 525 MByte/s (lesend) beziehungsweise 340 MByte/s (schreibend) erreichen. Da ein gängiger SATA-Anschluss dafür nicht schnell genug wäre, hat der Hersteller die Geräte mit zwei SAS-Ports ausgestattet (Serial Attached SCSI)
 
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Kommt auf den Bedarf an, wa? Mein MCE PC startet mit SSD innerhalb 18/19 sekunden komplett aus abgeschalteten Modus hoch. Davor hatte ich beim gleichen PC ca 38/39 Sekunden.

Als Massenspeicher für Spiele o.Ä. natürlich ungeeignet da zu teuer.
 
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jo hab mittlerweile auch ne SSD corsair p128 mit samsung controller.
die refresht sich selber, also leert die gelöschten speicherblöcke in der idlezeit.

somit sollten da keine MLC abnutzungserscheinungen auftreten.
 

Jesus0815

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also die (abgespeckte) windows xp version auf meinem eeepc 900 mit ssd drive bootet schon ziemlich zügig, zumindest subjektiv. das windows bild mit dem blauen, laufenden balken bleibt vielleicht 1-2 sekunden dann ist es weg, und der desktop ist nach ca weiteren 4-5 sekunden komplett einsatzbereit. werd mal stoppen um genauere Zeiten zu geben aber ich denke es ist unter 30 sek betriebsbereit gebootet.

Das ist sicher nicht einfach nur subjektiv gefühlt. So ne SSD-Platte beschleunigt jegliche Ladevorgänge immens. Haben hier ein paar Rechner auf Arbeit mit SSDs. Da will man sich direkt fürn Rechner daheim welche kaufen...
 
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