Der Knackpunkt *für mich* warum ich für DAUs ein Linux-System bevorzuge ist eher der:
Klar bekommt man mit Gewalt fast jedes System kaputt, ich richte die Systeme ja auch nicht so ein, dass der User wirklich gar nix mehr verstellen kann, es sei denn die wollen das so. Aber ich gebe denen durchaus das root-Password, ist ja auch deren Rechner. Die nutzen das aber einfach nie, weil sie viel zu viel Respekt vor einem Linux haben, wo sie bei Windows einfach immer auf "Ja! Änderungen erlauben!" klicken würden.
Zumal einfach jede Menge (Werbe- oder Schad-)Software die sich DAUs durch irgend welche gesetzten Haken mit einfangen oder dubiose Links unter Linux einfach nicht läuft. Können sie alles runterladen, interessiert keinen Menschen. EXE geht halt nicht, auch nicht die aufm USB Stick irgend eines "Freundes". Viele Windows-Systeme gehen ja oft nicht wirklich "kaputt" sondern sie müllen einfach voll. Und das Problem erlebe ich bei DAUs+Linux eben überhaupt nicht. Die nutzen einfach nur was sie damit tun wollten und installieren da nix mehr neu drauf, auch nicht versehentlich. Und genau darum laufen die Kisten auch nach 3 Jahren noch wie am ersten Tag.
Akkulaufzeit und HD-Wiedergabe hat übrigens noch niemand als Problem angesprochen. Mal ehrlich der "Office-Laptop für Vater" wird doch erfahrungsgemäß zu 95% am Netzteil hängen und auch unter Win10 musste Dich ernsthaft mit den Energiesteuerungsoptionen befassen um da wirklich 'nen signifikanten Vorteil rauszuspielen. Last but not least, ich hab schon SkyGo mittels Silverlight im Firefox auf Linux zum Laufen gebracht, das hat ein uralter Laptop geschafft, kA. ob das nun FullHD oder mit/ohne Hardwarebeschleunigung war, die Userin war völlig zufrieden. Setzt sich doch der Laie gar nicht mit auseinander und interessiert ihn in der Regel auch gar nicht.
Wenns unbedingt ein Windows-System sein muss, gibts aber da natürlich auch ziemlich "sichere" Lösungen gegens kaputtspielen. Hab mal ein System eingerichtet, das hat einfach keine Veränderungen gespeichert. Aka es wurde einmal eingerichtet, der User konnte nur in seinen "User-Verzeichnissen" (Desktop, Docs, Music etc...) was abspeichern und verändern, alles andere wurde bei jedem Systemstart komplett neu eingelesen und egal was der User zerspielt oder installiert hatte, war alles weg. Da musste ich als "Admin" dann aber deutlich öfter aushelfen, weil das natürlich auch Lesezeichen im Browser oder Schriftarten betraf... würde ich also höchstens bei meinen Eltern machen, wenn ich im selben Haus wohne und dafür nirgendwo hin muss.
Aber, um das Ganze nicht ausarten zu lassen, ich denke es ist irgendwo auch ne Glaubensfrage und keine argumentative Frage. Wenn Benrath kein Linux "will", wird man ihn davon auch nicht überzeugen können. Dann soll er halt 'nen Windows nehmen und das für 'nen DAU-Konfigurieren. Lässt sich ja immer noch 'nen System-Savepunkt anlegen, den man irgendwann einfach wieder einliest falls es größere Probleme gibt.