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Linux für dumme

palandir

Guest
Also in ~ koennen User selbst Programme installieren, aber das ist bei Desktop-Systemen wo der Hauptuser gleichzeitig der Admin ist nicht noetig... Normalfall ist wie gesagt, dass der Admin alle Programme installiert, und die liegen dann eben unterhalb von /usr oder /opt.
In einem System wo man kein Admin ist, und wenn der Admin die systemweite Installation nicht durchfuehrt, kann man nur in ~ installieren. Wohlgemerkt sollte man dann das entsprechende Source-Paket oder direkt die Sourcen als Tarball haben, da man dann den Installationsprefix angeben kann; ansonsten, wenn man nur die normalen Binaerpakete seiner Distribution hat, wird es noch umstaendlicher (man muesste es in einem chroot ausfuehren).
Aber das muesste hier gar nicht zur Debatte stehen, weil alle Admins sind. Und fuer Neulinge ist das erst recht noch nix (kommt ja noch hinzu dass man $PATH und andere Envvars erweitern/anpassen muss).

NB: mit "Admin sein" meine ich genauer gesagt, dass sie Admin-Rechte bekommen koennen. Man sollte *niemals* standardmaessig als Admin arbeiten (ich weiss dass das gaengige Praxis unter Windows ist); das oeffnet grosse Sicherheitsluecken und wenn man mal einen Fehler macht ist das System evtl. am Arsch.
Der Admin heisst "root" unter Linux/Unix, aber genauer gesagt wird nach der User-ID unterschieden, wer die 0 hat ist Admin, ob er nun root heisst oder anders.
 

The_Company

Guest
Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE
macht es eigentlich sinn den normalo user mit in die gruppe root zu nehmen oder nicht?
Nein. Es sei denn, Du moechtest, dass ne Sicherheitsluecke in Deinem Firefox bei Dir nen paar neue Programme installiert.
 

The_Company

Guest
Original geschrieben von Meta-Tron
Aber das Chaos was man hier schon deutlich raushören kann ist imho der größte, ja fast einzige Nachteil an Linux: Die komplett unübersichtliche Dateistruktur. Ich habe keine Ahnung, wo welche Programme stehen. Wer auch immer sich das Chaos mit /opt /usr /var ausdachte, dem gehören die Hände abgehackt! Oder was zu Hölle ist der Unterschied zwischen /bin, /usr/bin, /usr/local/bin, /var/X11R6/bin, mein oben erwähntes ~/bin und so weiter? Ein einziges Chaos!
Ähnliches gilt für lib-Verzeichnisse, da gibt es auch 10.000e sonstwo verteilt.
Willkommen an einer Universitaet. Hier gibt es Solaris, Redhat, Suse und Debian auf Sparc, Intel und PPC Architekturen. Wie stelle ich sicher, dass neue Programme fuer alle Rechner verfuegbar sind und das Rechenzentrum, die Fakultaeten und die Studis Software installieren und updaten koeenen (besonders auch solche, die Root-Rechte brauchen - Netzwerk-Sniffer etc), ohne dass sie das System fuer andere zerschiessen koennen?
Ganz einfach, ich mounte einfach clever:
/bin und /lib sind lokal auf der Platte und werden von der Distro gemanaget und per cron-Job upgedatet.
/usr wird remote per Fakultaet gemountet und von der Distro gemanaget.
/usr/lib und /usr/bin werden Remote per Fakultaet und Rechner-Architektur gemountet und von der Distro gemanaget.
/usr/local ist wieder ne lokale Platte, auf der die Studies installieren koeenen - da ist halt dann nur der Rechner betroffen, an dem die Studis arbeiten. Und wenn die Studis das zerschossen haben, formatiert man die Platte einmal neu und alles geht wieder.
/opt wird remote gemountet und vom Rechenzentrum verwaltet.
/opt/bin und /opt/usr wie /opt, nur per Rechnerarchitektur.
Ach ja, /home wird vom Rechenzentrum verwaltet und ist auf allen Maschinen, egal in welcher Fakultaet, egal welche Archiitektur, immer das gleiche.

Was hab ich davon? Nun, wenn das Rechenzentrum eine neue Mathematica-Version gekauft hat, wird die aufm Server eingerichtet und schwups, liegt sie auf allen Rechnern der Uni in /opt. Und wenn die Sprach-Fakultaet ihre 2TB Wissensdatenbank fuer Spracherkennung endlich hat, liegt sie schwups in /usr/share - ohne das irgendwer irgendeinen der 4000 Studi-Rechner anfassen muesste.

So, und jetzt mach mir bitte glaubhaft, dass der Dateisystemaufbau unter Windows mehr Sinn macht.
 
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Fortuna 1895 Düsseldorf
die flexibilität unter linux ist sicher beeidruckend, wie dein beispiel ja auch zeigt, für einen anfänger bzw windows umsteiger kann das aber schon ziemlich verwirrend sein.

btw nebenbei mal, hab neulich ein interessantes buch gelesen, wenn auch etwas veraltet mitlerweile, weil von ´99 trotzdem lesenswert:


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cart

Technik/Software Forum
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@moepehl: Wenn du den Konqueror verwendest, hast du wohl Tomaten auf den Augen ^^ :) Die Desktopsymbolgröße kann man dort einstellen, wo man auch die sonstigen Designsettings macht.

@Meta-Tron: Die Dateistruktur ist übersichtlich, wenn man sich daran hält. Ein User hat nichts zu installieren. Deshalb hat er auch nur in seinem Homedir Schreibrechte. Wenn er dann trotzdem was installieren will kann er es nur darein packen, das ist richtig, aber dann ist es auch nur für diesen User verfügbar und das geht leicht an einer der Ideen von Linux vorbei.

@2FICKENDEHUNDE: Man sollte sich halt informieren und davon ausgehen, dass man einiges lernen muss, bis man mit Linux auch nur annähernd da ist, wo man mit Windows meist schon seit Jahren ist. Linux ist eben nicht Windows und es ist auch kein Ersatz für Windows (, dass (K)Ubuntu- und SUSE-Jünger das anders sehen ist klar). Aber das will es ja von der eigentlichen Idee her gar nicht sein und wenn man sich direkt an die "Regeln" gewöhnt und sich daran hält, löst sich das Chaos auch langsam von allein ;)
 
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Original geschrieben von cart

Aber das will es ja von der eigentlichen Idee her gar nicht sein und wenn man sich direkt an die "Regeln" gewöhnt und sich daran hält, löst sich das Chaos auch langsam von allein ;)


auf jedenfall! erfahrung spielt sicher eine ganz grosse rolle. leider setzt aber linux auch wissen voraus, mit dem man bei windows im grunde nie konfrontiert wird. das mag ein fehler von windows sein, aber leicht wird es einem bei linux als anfänger sicher auch nicht gemacht. da bedarf es schon eines gewissen willens, sich damit auseinanderzusetzen und diesen informationsbergen einmal herr zu werden und das darin enthaltene wissen zu konservieren, damit man es wieder anwenden kann bei bedarf.
 

killerchicken_inaktiv

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Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE



auf jedenfall! erfahrung spielt sicher eine ganz grosse rolle. leider setzt aber linux auch wissen voraus, mit dem man bei windows im grunde nie konfrontiert wird. das mag ein fehler von windows sein, aber leicht wird es einem bei linux als anfänger sicher auch nicht gemacht. da bedarf es schon eines gewissen willens, sich damit auseinanderzusetzen und diesen informationsbergen einmal herr zu werden und das darin enthaltene wissen zu konservieren, damit man es wieder anwenden kann bei bedarf.

Ganz genau, und im Normalfall scheisst man auf alle, die diesen Willen nicht mitbringen, und laesst sie Windows benutzen :)
 
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Ganz genau, und im Normalfall scheisst man auf alle, die diesen Willen nicht mitbringen, und laesst sie Windows benutzen

also höchststrafe für alle ohne diesen willen.
 

cart

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Och, wenn man Linux nur benutzen will, weil man 1337 sein will, dann kann man sich doch schnell (K)Ubuntu oder Suse aufspielen. Das geht quasi von allein und man muss die Motorhaube auch nicht aufmachen, wenn man damit zufrieden ist, was halt da ist :)
 
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Original geschrieben von The_Company
...
Ganz einfach, ich mounte einfach clever:
...
OK, da hast Du zum großen Teil recht. Damit macht die Dateistruktur viel mehr Sinn. Trotzdem ein konkretes Problem: Ich kriege eine email mit einer Datei tabelle.dat. Thunderbird, ich klicke auf den Anhang und und sage öffnen. Weil es aber keine .txt ist, bietet er mir keinen editor an, sondern läßt mich nach dem Editor suchen. Nein, in /usr/bin und in /bin war er auch nicht, dann wurde es mir zu blöd und ich habe die Datei halt gespeichert und dann in der Konsole mit nedeit tabelle.dat geöffnet. Diesen Umweg wollte ich mir halt sparen.
Und daran ist diese Verzeichnisstruktur schuld. Niemand weiß, was wo ist. Und diese Aussage nehme ich auch nicht zurück.

So, und jetzt mach mir bitte glaubhaft, dass der Dateisystemaufbau unter Windows mehr Sinn macht.
Und das, mein Lieber, habe ich nie behauptet!
Wozu ich jedoch stehe ist, daß als Singleuser ohne Netzwerk mit nur einer HD das alte DOS gut war. C:\DATEN, C:\PROGRAMME, C:\SPIELE und C:\WINDOWS, und damit war alles an seinem Platz.


Original geschrieben von cart
@Meta-Tron: Die Dateistruktur ist übersichtlich, wenn man sich daran hält. Ein User hat nichts zu installieren. Deshalb hat er auch nur in seinem Homedir Schreibrechte. Wenn er dann trotzdem was installieren will kann er es nur darein packen, das ist richtig, aber dann ist es auch nur für diesen User verfügbar und das geht leicht an einer der Ideen von Linux vorbei.[/B]
Dann mißverstehen wir uns. Wenn ich meine "installieren", dann meinte ich damit auch kleine zum Teil selbtprogrammierte Tools und auch shell-skripte, die ich natürlich alle in ~/bin habe. Daher ist dieses Verzeichnis eigentlich auch nie Teil des von mir bemängelten Chaos und daß ich es in diesem Zusammenhang erwähnt habe war reine Polemik um meine Grundaussage zu unterstreichen.
 

The_Company

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Original geschrieben von Meta-Tron

OK, da hast Du zum großen Teil recht. Damit macht die Dateistruktur viel mehr Sinn. Trotzdem ein konkretes Problem: Ich kriege eine email mit einer Datei tabelle.dat. Thunderbird, ich klicke auf den Anhang und und sage öffnen. Weil es aber keine .txt ist, bietet er mir keinen editor an, sondern läßt mich nach dem Editor suchen. Nein, in /usr/bin und in /bin war er auch nicht, dann wurde es mir zu blöd und ich habe die Datei halt gespeichert und dann in der Konsole mit nedeit tabelle.dat geöffnet. Diesen Umweg wollte ich mir halt sparen.
Und daran ist diese Verzeichnisstruktur schuld.
Das ist Schwachsinn. Daran ist Thunderbird schuld - oder NEdit. Alle meine Programme sind im Start-Menu und genau diese Programme kann ich auch auswaehlen, wenn ich nen Programm zum oeffnen auswaehlen muss. Und das tolle ist: die sind da sogar nach Kategorien sortiert.
 
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Fortuna 1895 Düsseldorf
Original geschrieben von The_Company
Das ist Schwachsinn. Daran ist Thunderbird schuld - oder NEdit. Alle meine Programme sind im Start-Menu und genau diese Programme kann ich auch auswaehlen, wenn ich nen Programm zum oeffnen auswaehlen muss. Und das tolle ist: die sind da sogar nach Kategorien sortiert.

das ist aber nicht immer so, ich habe ein ähnliches problem wie Meta-Tron. wenn ich von shoutcast.com eine playlist über firefox öffnen will, öffnet sich ein fenster, wo ich in meinem homeverzeichniss hänge und das ziemlich unhandlich zu bedienen ist. dort müsst ich dann den pfad zu amarok eingeben, wenn man ihn denn weiss. wenn ich aus dem konquerer irgend eine datei öffne oder "öffnen mit" auswähle, erhalte ich das von dir beschriebene fenster aber halt nicht bei allen programmen. offensichtlich scheinen thunderbird und firefox davon betroffen oder man muss sich da die MIME einstellungen mal genauer ansehen. wenn ich @home bin mach ich mal ein screen von dem entsprechendem fenster.
 
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Original geschrieben von Meta-Tron
Und daran ist diese Verzeichnisstruktur schuld. Niemand weiß, was wo ist. Und diese Aussage nehme ich auch nicht zurück.

Das mag fuer die tolle GUI zutreffen. In der Konsole bietet diese Art der Aufteilung allerdings eigentlich nur Vorteile, da ausfuehrbare Dateien sogut wie immer in eine /bin gesetzt werden und $PATH auf eben diese Verzeichnisse verweist. D.h. du installierst dein Programm (zB Amarok) und kannst es direkt starten (amarok tippen) (bei "komplizierten" Namen hilft Tab oder zur Not ein whereis $Programm) ohne im Startmenue rumzusuchen oder ein Shortcut-Icon machen zu muessen. Echte Maenner vergessen nie, was auf ihrem System installiert ist.

Apropos Editor, echte Maenner benutzen halt auch /usr/bin/vi.

Nedit, man, was ist das denn ... c) der Neger Edit oder was :ugly: (um mal den BW.de-Braeuchen Respekt zu zollen).
 

palandir

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Das ist eh ein sekundaeres Problem, was in den meisten Faellen auch gar nicht zutrifft: das allermeiste liegt in /usr/bin, und da hat man dann gleich fast alle Executables zusammen und kann die richtige suchen. Das ist eigentlich besser, als irgendwo in c:\programme (oder Program Files)\<firmenname>\<produktname> in einem zugemuellten Verzeichnis nach der .exe zu suchen, die vielleicht auch noch anders heisst als man erwartet (z.B. "main.exe", und daneben noch andere .exen) (Extrembeispiel).
OK manchmal liegt auch was bspw. in /opt/kde/bin, aber wenn man weiss wo KDE liegt und das auszuwaehlende Programm ein KDE-Programm ist, dann findet man das auch direkt.
Fuer oft benutzte Programme, die nicht in /usr/bin liegen, kann man ja ausserdem noch Symlinks anlegen.
Die Logik der Unix-Verzeichnisstruktur ist auf den zweiten Blick auf jeden Fall besser als die auf den ersten Blick scheinbare "Ordnung" von Windows. Man muss sich nur ein wenig umgewoehnen zuerst.
 

cart

Technik/Software Forum
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Original geschrieben von guze
Apropos Editor, echte Maenner benutzen halt auch /usr/bin/vi.

Woah :stupid:
Echte Männer haben auch keine Schmerzen, oder? ^^ :)

Ich mag vi nicht. Da ist sind mir joe und nano deutlich lieber und wenn es mal was größeres ist mcedit :)
 
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Original geschrieben von guze
Das mag fuer die tolle GUI zutreffen. In der Konsole bietet diese Art der Aufteilung allerdings eigentlich nur Vorteile, da ausfuehrbare Dateien sogut wie immer in eine /bin gesetzt werden und $PATH auf eben diese Verzeichnisse verweist.
Richtig, in der Konsole gibt es dieses Problem nicht. Es ist jetzt auch kein großes Problem, diese Sache. Und unter Windows sind die Verzeichnisse ebenfalls eine Katastrophe, klar.

Apropos Editor, echte Maenner benutzen halt auch /usr/bin/vi.
Jaja, und echte Männer verwenden nur 0 und 1 zum Programmieren und echte Männer kennen die ersten 512 Byte einer jeden Partition auswenig und ich verwende übrigens sogar FORTRAN lieber als C :-)

Nedit, man, was ist das denn ... c) der Neger Edit oder was :ugly: (um mal den BW.de-Braeuchen Respekt zu zollen).
RL LOL
Nee, nedit ist ein genialer Editor. Sicher, mit emacs mag man auch Kaffee kochen können, aber um mit einer GUI Texte zu bearbeiten ist nedit einfach besser. Meine persönliche Meinung.
 

The_Company

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Original geschrieben von 2FICKENDEHUNDE
offensichtlich scheinen thunderbird und firefox davon betroffen
Mozilla Programme haben egal unter welchem System man sie benutzt 0 Integration. Deshalb benutzt man unter Linux auch besser die customized Browser wie Epiphany oder Konqi.
Ich weiss noch ncith mal, ob Firefox unter Linux die Proxy-Settings richtig macht. Und den Standard File-Open/Save-Dialog hat er auch nicht.
 

Tristan_inaktiv

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Original geschrieben von cart
Windows nur für Worms Armageddon, und das brauchen wir in langweiligen Vorlesungen :)

Vielleicht interessiert dich das ja.

Welche Debian Version verwendest du, testing?
 
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Echt witzig, wieviel Pseudo-Profis hier unterwegs sind. Fast so witzig wie eine Heise-Lektüre.

Original geschrieben von killerchicken
Man muss bedenken, dass der normale User im Prinzip gar keine Programme installieren darf
Echt nett, wieviel ein einziger Satz über den Wissensstand eines Nutzers offenbaren kann. Scheinbar hast du 0 Plan von dem was du redest. Nur weil eure Uni-Rechner zu lahmen Internet-Terminals umfunktioniert wurden, stellt eure Vorgehensweise keinesfalls die einzig mögliche, geschweige denn die optimale Option dar.

Ein User eines Mehrbenutzersystems, was Linux nun mal ist, auch wenn es einige noch nicht ganz begriffen haben, darf selbstverständlich Programme installieren wie er will - User-Programme eben! Also kein X, kein Gcc, keine Systembauteile, aber seinen Firefox, sein K-Mail oder sein Super-TUX sehr wohl! Und die werden natürlich in ~ gespeichert, da ein User auf einem normalen Linux-System nirgendwo sonst Schreibzugriff hat.
User-Programme ins jeweilige User-Verzeichnis -> Mehrbenutzersystem!

Original geschrieben von cart
Ähem, welche Distribution legt denn Programme in ~ ab?
Sicher nicht jede, aber es gibt sie. Gentoo Linux z.B., es gibt aber auch noch mehr, nur habe ich jetzt keine Lust, alle anderen Distributionen danach zu untersuchen.

Grundsätzlich kanns natürlich jeder handhaben wie er will, das ist schließlich Linux, also freies Open Source, und kein starres System. Ein Auto zum Selberbauen sozusagen.

Aber wenn ihr User-Programme in /bin schiebt, meckert bitte bitte nie wieder, wenn ein Programm unter Windows Adminrechte braucht oder ein User-Programme ein dutzend DLLs ins Windows-Verzeichnis schiebt, wo sie natürlich rein gar nix zu suchen haben!


Aus dem Thread aussteigend
SoFar
 

killerchicken_inaktiv

Guest
Original geschrieben von SoFar

Echt nett, wieviel ein einziger Satz über den Wissensstand eines Nutzers offenbaren kann. Scheinbar hast du 0 Plan von dem was du redest. Nur weil eure Uni-Rechner zu lahmen Internet-Terminals umfunktioniert wurden, stellt eure Vorgehensweise keinesfalls die einzig mögliche, geschweige denn die optimale Option dar.

Ein User eines Mehrbenutzersystems, was Linux nun mal ist, auch wenn es einige noch nicht ganz begriffen haben, darf selbstverständlich Programme installieren wie er will - User-Programme eben! Also kein X, kein Gcc, keine Systembauteile, aber seinen Firefox, sein K-Mail oder sein Super-TUX sehr wohl! Und die werden natürlich in ~ gespeichert, da ein User auf einem normalen Linux-System nirgendwo sonst Schreibzugriff hat.
User-Programme ins jeweilige User-Verzeichnis -> Mehrbenutzersystem!

Zunaechst mal zu unseren Uni-Rechner: Da darf ich beliebige Scripte und Programme ablegen, und ja, ich darf sie auch ausfuehrbar machen in meinem home-directory - trotzdem ist das keine "Installation", sondern eben ein einfaches kopieren und ausfuehrbar machen. Im Paketmanager wird nichts hinterlegt, im Standard-Pfad ist das Programm nicht enthalten, etc...

Vollkommen logisch ist, dass benutzerspezifische config unter ~ liegt - da gehoert sie ja auch hin. Allerdings macht es wirklich recht wenig Sinn, sein home-dir dazu zu missbrauchen, Programme reinzulegen - es sei denn man hat einen Admin, der dieses Programm nicht auf dem System sehen will, und es daher nicht installiert - dann sollte man es allerdings moeglicherweise auch nicht in sein Home-Verzeichnis legen, weil das dann gegen irgendeine Richtlinie verstoesst.

Um hier kurz den Filesystem Hierarchy Standard zu zitieren:
/home : User home directories (optional)

Purpose

/home is a fairly standard concept, but it is clearly a site-specific filesystem. [9] The setup will differ from host to host. Therefore, no program should rely on this location. [10]

Requirements

User specific configuration files for applications are stored in the user's home directory in a file that starts with the '.' character (a "dot file"). If an application needs to create more than one dot file then they should be placed in a subdirectory with a name starting with a '.' character, (a "dot directory"). In this case the configuration files should not start with the '.' character. [11]

Gruss
Sebastian
 

cart

Technik/Software Forum
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Original geschrieben von SoFar
Sicher nicht jede, aber es gibt sie. Gentoo Linux z.B., es gibt aber auch noch mehr, nur habe ich jetzt keine Lust, alle anderen Distributionen danach zu untersuchen.

:rofl:
So ein Schwachsinn. Habe grad mal einen Gentoomeister gefragt und der meinte auch sofort, dass das Blödsinn ist:
<MightyPython> nee ganz sicher ned :)
<MightyPython> soll der Depp mal "qlist $paketname | grep home" machen - da wird er für kein Paket unter Gentoo n Ergebnis bekommen
<MightyPython> ok für zwei doch - "seti@home" und "fortune-mod-homer" - aber das liegt an was Anderem *G*

Achja in einem anderen (Linux-)Forum habe ich auch noch nachgefragt:
Original von Sir Loader
was soll das für ne Frage sein - natürlich tut es das nicht :bzzz:

edit: und nur so als Anmerkung das wird auch keine andere Distro tun - das machen vllt Leute die frisch von Windoze kommen von Hand. Wär bei nem Multiuser-OS ja auch n bissel schwachmatig ein Programm mehrfach zu installen

edit2: grad mal geschaut - ich hab 27 User mit einem homedir auf meinem Rechner - wäre dann also 27*(OOo+FF+TBird+GCC+...) - alles klar :uglygaga:
 

Shihatsu

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Original geschrieben von SoFar

Aus dem Thread aussteigend
SoFar
Das unterstütze ich ausdrücklich, danke dafür :)

@all: miteinander reden != versuchen die anderen zu ownen. deutlich genug? :angel:
 
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Sicher nicht jede, aber es gibt sie. Gentoo Linux z.B.

hm, ich hab gentoo, aber kein programm in ~. irgendwie macht es gewöhnlich auch nicht so viel sinn, ein programm mehr als einmal auf demselben system zu installieren, oder?
 
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Aber wenn ihr User-Programme in /bin schiebt, meckert bitte bitte nie wieder, wenn ein Programm unter Windows Adminrechte braucht oder ein User-Programme ein dutzend DLLs ins Windows-Verzeichnis schiebt, wo sie natürlich rein gar nix zu suchen haben!

versteh ich nicht. adminrechte haben doch nichts mit /bin oder ~/bin zu tun. entweder man hat eine user id von 0 oder eben nicht.
 

Shihatsu

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Gerade hab ich als Admin hier drin gepostet, und du knallst nen Doppelpost hinterher? Kennst du edit? Herrje...
 

Sas~iN~LoVe

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Also bei meinem Gentoo ist auch nix in ~. Sicher kann man portage irgendwie dazu überreden, aber üblich ist das ganz sicher nicht.
 

The_Company

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JHBuild installiert standardmaessig nach ~ und das ist auch gut so!
 

Bronzegraf

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Original geschrieben von SoFar
[...]Ein User eines Mehrbenutzersystems, was Linux nun mal ist, auch wenn es einige noch nicht ganz begriffen haben, darf selbstverständlich Programme installieren wie er will - User-Programme eben! Also kein X, kein Gcc, keine Systembauteile, aber seinen Firefox, sein K-Mail oder sein Super-TUX sehr wohl! Und die werden natürlich in ~ gespeichert, da ein User auf einem normalen Linux-System nirgendwo sonst Schreibzugriff hat.[...]
Echt? Das geht?
Schade, bei uns auf Arbeit mit Debian ärgere ich mich jedesmal, dass ich von mir benötigte Programme nicht mit dem Paketmanager wo auch immer installieren kann sondern die Wahl zwischen:

1) Admin nerven
2) mir das separat aus dem Netz zu ziehen und in mein home-Verzeichnis zu kopieren oder gar zu kompilieren -_-

habe.
Letztere Möglichkeit ist für mich eher ein Provisorium denn eine schicke Lösung sieht anders aus.

Ansonsten hab ich jetzt nach knapp 2 jähriger Beschnupperung von Debian es endlich gewagt, mein Laptop damit aufzusetzen und Windows zu verbannen. Habe auch schon vorher unter Windows die meiste Zeit über mit cygwin gearbeitet. Fand ich irgendwie praktischer die ganzen Synchronisationstools und Verbindungstools (rsync, ssh, svn, cvs etc) unter einem einheitlichen Benutzerinterface (hier die Konsole) zu haben. Und so richtig warmgeworden bin ich mit Windows eigentlich nie. Ich weiß bis heute nicht genau, wie zum Beispiel die Benutzerverwaltung da funktioniert :8[:

Original geschrieben von SoFar
Gerade hab ich als Admin hier drin gepostet, und du knallst nen Doppelpost hinterher? Kennst du edit? Herrje...
Ihr habt hier doch auch vBulletin. Könnt ihr nicht das automatische Zusammenfügen von Doppelbeträgen aktivieren? Bei uns im Forum funzt das auch :)
 

killerchicken_inaktiv

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Ich glaub du hast hier net ganz verstanden... Was SoFar anspricht ist naemlich genau diese "ich kompiliers mir im eigenen home dir-Kruecke - sonst nichts.
 
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