Original geschrieben von The-Fang
so habe jetzt ein problem:
windows xp sp2
open suse 10.2
ubuntu Dapper Drake
alle drei sind auf der gleichen festplatte, sda
windows sda1 primär
suse sda3 primär
ubuntu sda6 primär
1. warum sind die pasrtitione so querbet vergeben? warum gibt es kein sda2?
2. sollte ich aus der suse und ubuntu partition eine logische machen?
Du kannst 4 primaere Partitionen haben (sda1 - sda4), alles darueber sind erweiterte/logische. Dein Ubuntu hat wohl schon die sda5 als erweiterte eingerichtet und sich in sda6, also der 1. logischen Partition, installiert.
sda2 ist wahrscheinlich die Swap-Partition. Kannst du doch nachschauen mit gparted (grafisch) oder cfdisk (Terminal).
problem: wenn ubuntu über die installationscd grub installiert, habe ich im bootloader alle möglichkeiten aufgelistet, wie ich laden möchte...eben auch einige die ich nicht will. möchte das ändern, wie geht das?
Entweder die /boot/grub/menu.lst editieren entsprechend (einfach die entsprechenden Abschnitte entfernen), oder beim Booten im grub-Menue "e" druecken (fuer edit).
wenn ich mit suse den bootloader einrichte, kann ich in der grub-installation unter suse die wegklicken, die ich nicht brauche und windows als standard betriebssystem auswählen.
aber beim starten, kommt der bootloader und ich kann nur windows und ubuntu auswählen
obwohl unter suse alles richtig eingerichtet wurde.
Ist doch sinnlos was du da machst... du richtest grub 1x ein, so dass er alle 3 Systeme bootet, und das war's. Danach faesst du ihn nicht mehr an.
kann ich grub auch noch anderes installieren? wie geht das? was muss ich beachten?
?
anderes problem, ubuntu starte garnicht, sondern bleibt beim laden der cardreader,, die in meinem floppy per usb angeschlossen sind, stehen. kann ich da was machen, außer die abzuklemmen?
Schau in einem Ubuntu-Forum nach und/oder melde einen Bug.
@Partitionen:
Fuer den Heimgebrauch fuer Neueinsteiger reicht fast immer / und swap. Fortgeschrittenere koennen /home extra nehmen (Vorteile wurden genannt). Auf einem Server-System oder fuer paranoide Kontroll-Freaks koennte man dann noch /var und /tmp extra nehmen und diese mit "noexec" mounten fuer ein wenig mehr Sicherheit, und ihnen evtl. ein anderes Dateisystem geben was evtl. performanter ist fuer viele kleine Dateien (was typisch ist fuer diese Verzeichnisse).
@Dateisystem-Layout (nur das wichtigste):
Es gibt bspw. die Verzeichnisse bin und lib, einmal in / und in /usr. Alles direkt in / ist essentiell fuers System und muss immer vorhanden sein. Alles unterhalb von /usr (das allermeiste liegt dort) sind Anwendungsprogramme/Bibliotheken/Daten davon. Der Paketmanager kontrolliert fast alles aus diesem Verzeichnis.
Bei Bedarf kann man noch /usr/local anlegen, fuer von Hand nachinstallierte Sachen (es steht nicht im Einflussbereich des Paketmanagers).
In /etc sind manche wichtigen System-Konfigurationsdateien (z.B. /etc/fstab).
In /boot liegt der Kernel und der Bootloader, in /tmp temporaere Dateien, und in /var hauptsaechlich Log-Dateien, PID/Lock-Dateien und aehnliches was sich haeufig aendert.
Und irgendwelche Konfigurationsdateien, Daten usw. von Anwendungsprogrammen werden im Home-Verzeichnis (/home/username) gespeichert (meistens als versteckte Dotfiles), weil das das einzige Verzeichnis ist (neben /tmp), wo ein User Schreibzugriff drauf haben sollte (jedenfalls muessen die Programme davon ausgehen). Beispielsweise wird die komplette Konfiguration von KDE in ~/.kde/ gespeichert (der ~ steht immer fuer's Home-Verzeichnis).
Das alles ist nur eine Unix-Konvention, je nach Distribution kann es im Detail Unterschiede geben (z.B. KDE oder Gnome oder andere grosse Sachen werden von manchen Distributionen in /opt gespeichert, von anderen wie alles andere auch in /usr). Im Grossen und Ganzen ist es aber immer so.
Merken solltest du dir noch, dass, im Gegensatz zu Windows, Programme immer "aufgeteilt" installiert werden, die Binaries (ausfuehrbare Dateien, vereinfacht gesagt die ".exe"-Dateien) landen in den bin-Verzeichnissen, die ".dll"s (die ".so" heissen) in lib, sonstiges in share. Wenn du mal wissen musst, welche Dateien alle zu einem Programm gehoeren, fragst du den Paketmanager.
@Workspaces:
Wie schon genannt wurde: Aufteilung nach Bereichen ist sinnvoll, z.B. Desktop 1 Chat/Browser/Mail, Desktop 2 File Manager, usw. -- keine zugemuellte Taskleiste und fast alle Fenster koennen "parallel" auf sein, kein Minimieren/Maximieren notwendig.
@Distris:
Am besten du bleibst bei einer Distri... ich wuerde dir Ubuntu empfehlen. Es ist nicht noetig, mehrere zu installieren/parallel zu benutzen. Und lass dich als Einsteiger nicht zu anderen Distris ueberreden wenn dir eine gefaellt. Dann bleib erst mal dabei.
Wenn du vorhast, Linux an sich wirklich zu lernen bzw. unter der Haube alles besser zu verstehen, empfehle ich Arch Linux oder Slackware. Da wirst du am Anfang Hilfe brauchen, aber es ist leichter zu lernen, weil das System einfacher aufgebaut ist und man *alles* verstehen kann und fast alles auch so funktioniert wie es "sein sollte". SuSE oder Ubuntu dagegen sind recht "zugemuellt" bzw. komplex, aehnlich wie Windows, d.h. da ist es schwerer, Durchblick zu bekommen. Wer mit Arch oder Slackware umgehen kann, kann automatisch mit jeder anderen Distribution umgehen (und wahrscheinlich auch mit anderen Unix-Systemen), aber bei SuSE oder Ubuntu muss das nicht der Fall sein, weil diese Distributionen recht viele Eigenheiten haben.
Gentoo ist uebrigens eher eine Distri fuer Moechtegerns als fuer "Profis". Gentoo kann jeder Anfaenger installieren weil die Dokumentation so gut ist (lauter Step-by-Step-Guides, die man befolgen kann ohne jegliche Ahnung von der Materie zu haben).
Eine Profi-Distri in dem Sinne gibt es sowieso nicht, es gibt nur solche wie SuSE und Ubuntu, die es Windows-Umsteigern moeglichst leicht machen, und auf der anderen Seite eben die, wofuer man Linux-Vorwissen benoetigt. Weitere Unterscheidungen gibt es nicht, und ein Linux-Kenner hat mit keiner Distribution Probleme, da entfaellt die ganze "leicht/schwer"-Diskussion dann.
@Einzelklick vs Doppelklick:
Wenn du Einzelklick aktiv hast, markierst du etwas indem du mit dem Mauszeiger kurz darueber stehenbleibst. Ich mag's (auch) nicht.
Ich selbst verwende seit 8 Jahren Linux, hab damals mit Slackware angefangen, und bin seit ~2 Jahren zufriedener Arch Linux-User. Dazwischen hab ich fast alle sonstigen Distributionen auch mal ausprobiert. Und auf einem Server-System bevorzuge ich Debian stable. Habe Windows XP noch parallel installiert fuer Spiele die nicht mit Wine laufen. Wird nur selten gebootet.