Leben in welcher Stadt (in Deutschland)?

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zu teenie- und studizeiten dachte ich noch berlin wäre die beste stadt der welt. inzwischen bin ich davon überzeugt, dass mir nahezu jede deutsche stadt im bereich 100k bis 200k einwohner eine deutlich bessere lebensqualität zu bieten hätte, sofern sie nicht in einer der heruntergekommeneren ecken deutschlands liegt. und dabei habe ich nicht mal kinder :fetti:
 

Benrath

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zu teenie- und studizeiten dachte ich noch berlin wäre die beste stadt der welt. inzwischen bin ich davon überzeugt, dass mir nahezu jede deutsche stadt im bereich 100k bis 200k einwohner eine deutlich bessere lebensqualität zu bieten hätte, sofern sie nicht in einer der heruntergekommeneren ecken deutschlands liegt. und dabei habe ich nicht mal kinder :fetti:
Driftet etwas ab, aber finde ich eine steile These bzw. lustige Nebenbedingung mit "nicht in heruntergekommenen Ecken"
Also ok Heidelberg, Regensburg oder gar Neuss (quasi Düsseldorf) kann ich verstehen, aber sonst?

Kulturelles Angebot ohne Kinder ist schon noch ein Argument für Berlin. Mit Kinder hab ich eh erst wieder in 4-5 Jahren dafür Zeit und dann wahrscheinlich keine Motivation mehr.
 
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Driftet etwas ab, aber finde ich eine steile These bzw. lustige Nebenbedingung mit "nicht in heruntergekommenen Ecken"
Also ok Heidelberg, Regensburg oder gar Neuss (quasi Düsseldorf) kann ich verstehen, aber sonst?

Kulturelles Angebot ohne Kinder ist schon noch ein Argument für Berlin. Mit Kinder hab ich eh erst wieder in 4-5 Jahren dafür Zeit und dann wahrscheinlich keine Motivation mehr.
mit heruntergekommen meine ich in erster linie die sächsische oder brandenburgische pampa und lege natürlich höchst subjektive maßstäbe an. kenne mich ohnehin erstaunlich wenig innerhalb von deutschland aus, weil ich fast mein ganzes leben in berlin verbracht hab :dead:

ich wünsche mir einfach mehr natur und ruhe, weniger beton, weniger menschen, weniger lange wege, weniger heruntergekommene verwaltung, weniger trubel. ich glaube nach diesen oder ähnlichen kriterien ist es nicht schwer, bessere wohnorte als berlin zu finden.
 

Benrath

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mit heruntergekommen meine ich in erster linie die sächsische oder brandenburgische pampa und lege natürlich höchst subjektive maßstäbe an. kenne mich ohnehin erstaunlich wenig innerhalb von deutschland aus, weil ich fast mein ganzes leben in berlin verbracht hab :dead:

ich wünsche mir einfach mehr natur und ruhe, weniger beton, weniger menschen, weniger lange wege, weniger heruntergekommene verwaltung, weniger trubel. ich glaube nach diesen oder ähnlichen kriterien ist es nicht schwer, bessere wohnorte als berlin zu finden.

Das sagt auch keiner, aber im Bereich von 100-200k ist das jetzt nicht so ein Selbstläufer, wenn einem kulturelle Dinge & Lifestyle wichtig sind.
Wenn du wirklich aufs Land willst, hast du eh andere Präferenzen.

Welche Stadt wärs denn jetzt?
 

GeckoVOD

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Das sagt auch keiner, aber im Bereich von 100-200k ist das jetzt nicht so ein Selbstläufer, wenn einem kulturelle Dinge & Lifestyle wichtig sind.
Wenn du wirklich aufs Land willst, hast du eh andere Präferenzen.

Welche Stadt wärs denn jetzt?
Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Fürth*, Erlangen, Bayreuth, Bamberg, Würzburg, Aschaffenburg, primär weil ich alle kenne und alle imo die Kriterien von elaida abdecken. Sind jetzt nur die bayerischen Städte. Man könnte sicher mehr anhängen. Hängt stark von deiner Definition von "kulturelle Dinge & Lifestyle" ab, die jetzt einfach beliebig nach oben gedreht werden. All die Städte bieten imo genug und/oder sind nahe genug an Großstädten/Metropolregionen.

*:kotzerle: subjektiv müsste ich mir dafür selber eine reinhauen, objektiv ist die Stadt aber wirklich okay.
 
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Berlin war früher halt klasse, weil Weltstadt und im Vergleich dazu niedrige Lebenshaltungskosten. Das ist leider nicht mehr so: Wohnungen kaum zu bekommen, noch weniger in erschwinglich und Leben insgesamt ist deutlich teurer geworden, der klassische Berliner Charme Ranz ist aber trotz aller Gentrifizierung geblieben.
 

parats'

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Du meinst vor dem Mauerfall oder? :deliver:
 
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Also 2008 nach Berlin kommen war schon geil. Altbaupaläste mit hot chicks wurden einem quasi hinterhergeworfen. Es gab Fanmeile, Clubs, Party ohne Ende und für die Spießer (als ob ich Party gemacht hätte, lol) Logenplätze in der Oper für lau an fast jedem Abend der Woche.
Wenn ich cool gewesen wäre und nicht im zweiten Studienjahr meine Frau kennengelernt hätte, würde ich mich sicherlich noch heute dahin zurück sehnen. :deliver:
 
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Benrath

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Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Fürth*, Erlangen, Bayreuth, Bamberg, Würzburg, Aschaffenburg, primär weil ich alle kenne und alle imo die Kriterien von elaida abdecken. Sind jetzt nur die bayerischen Städte. Man könnte sicher mehr anhängen. Hängt stark von deiner Definition von "kulturelle Dinge & Lifestyle" ab, die jetzt einfach beliebig nach oben gedreht werden. All die Städte bieten imo genug und/oder sind nahe genug an Großstädten/Metropolregionen.

*:kotzerle: subjektiv müsste ich mir dafür selber eine reinhauen, objektiv ist die Stadt aber wirklich okay.
Ja paar hatte ich davon. Augsburg zu groß und naja Ingolstadt, Aschaffenburg und Würzburg?
Erlangen ist noch ganz schnueklig soweit ich weiß.

Anyhow toller thread um sich gegenseitig anzukacken, weil man nicht dergleichen Meinung ist.

Hätte mir auch mal Berlin vorstellen können, aber nun mit Familie eher nein Danke und so krass würde ich das Angebot auch nicht nutzen.
München würde ich ja noch glatt sagen und aus Lokalpatriotismus Köln.
Gelandet bin ich dann halt in Bonn, weil man doch noch irgendwo arbeiten muss und mein Job halt hier ist. Nah an Köln :deliver:

Zürich fänd ich an sich immer noch toll, aber so richtig in der Gesellschaft ankommen ist auch schwer aber auch nicht zwingend nötig.
Hab Threadtitel noch auf Deutschland begrenzt.
 

Das Schaf

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Ja paar hatte ich davon. Augsburg zu groß und naja Ingolstadt, Aschaffenburg und Würzburg?
Erlangen ist noch ganz schnueklig soweit ich weiß.

Anyhow toller thread um sich gegenseitig anzukacken, weil man nicht dergleichen Meinung ist.

Hätte mir auch mal Berlin vorstellen können, aber nun mit Familie eher nein Danke und so krass würde ich das Angebot auch nicht nutzen.
München würde ich ja noch glatt sagen und aus Lokalpatriotismus Köln.
Gelandet bin ich dann halt in Bonn, weil man doch noch irgendwo arbeiten muss und mein Job halt hier ist. Nah an Köln :deliver:

Zürich fänd ich an sich immer noch toll, aber so richtig in der Gesellschaft ankommen ist auch schwer aber auch nicht zwingend nötig.
Hab Threadtitel noch auf Deutschland begrenzt.
Augsburg ist doch schnuckelig. Bist überall(wichtiges) doch echt schnell.
 

Celetuiw

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Münster, Osnabrück ist auch ganz ok, Würzburg finde ich auch. Hier Ruhrpott geht garnicht, kann da nicht viel gutes benennen imho. Dortmund Essen Bochum :kotzerle:
Ich lebe hier sehr bewusst im Speckgürtel.
 
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Zürich beste Stadt. Kombiniert die Lebensqualität einer 150k Stadt in Deutschland mit dem dörflichen Feel und der Naturnähe, ist aber gleichzeitig Weltstadt was Kulturangebot, internationale Reichweite und den Flughafen angeht.

Wohnungs-/Lebenshaltungskosten sind auch noch voll im Rahmen, wenn man es ins Verhältnis zu lokalen Nettolöhnen setzt. Kein Vergleich zu angesagten Städten in Süddeutschland.
 
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Ich mag Städte, die eine klare Innenstadt haben, die man zu Fuß nutzen kann.

Daher finde ich unter den größeren Städten Düsseldorf ziemlich cool.

Hamburg ist schön grün, hat Wasser, und ist relativ dicht/walkable.

München ist auch schön, aber irgendwie nicht den Preis wert. Was sehr für München spricht ist das mit der Bahn erreichbare Umland.

An Berlin mag ich quasi nur die Auswahl an Restaurants, die auch im Vergleich zu Hamburg nochmal eine andere Liga ist. Bin Kulturbanause und Berlin ist mir zu großflächig.

Köln ist bestimmt OK, aber optisch und von der walkability zieht es mich irgendwie nicht dahin.

Im Segment <300k gibt es viel. Bayern wurde ja schon aufgelistet. In NRW Aachen, Münster. In BaWü gibt es bestimmt auch 10 wie Freiburg, Tübingen (Palmer :love:) etc.

Wenn ich es mir komplett aussuchen könnte wäre es also schwer und ich müsste eine scorecard machen, auf der Walkability, ÖPNV (in der Stadt, und Nahbereich, Fernverkehrsanbindung), Ästhetik, Grün/Wasser, Restaurants, Kosten alle eine Rolle spielen würden.

Bin mit Hamburg aber sehr zufrieden. Ist für eine Stadt der Größe sehr bequem mit ÖPNV und zu Fuß. Städtebaulich vielfältig. Und selbst das Umland ist ganz nett (was in so 1h per Bahn erreichbar ist) mit Küste, Lüneburg, Stade...
 
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Welche Stadt, welches Dorf am lebenswertesten ist, kann nur höchst subjektiv beantwortet werden. Die Frage kann so wenig objektiv beantwortet werden wie "was ist die beste Farbe".

Am Ende kommts drauf an was man will (bzw. kann), bzw. wie man sein Leben gestalten möchte (oder leider muss).

Objektiv kann man nur sagen, dass es Städte gibt, die eventuell bei mehreren Kriterien eher im unteren Mittelfeld agieren und selbst bei einer starken Gewichtung der positiveren Faktoren objektiv schlechter sind als andere.
So dürfte zB. Solingen jeden Vergleich gegen die umliegenden Städte (Ddorf, Köln, Wuppertal, lol) in Sachen Kultur, Angebot, Flair verlieren, als auch gegen jedes umliegende Dorf (Mettmann, Wülfrath, usw) in Sachen Ruhe, Dörflicher Charme, Platz usw.
Es gibt keinen Grund für Solingen
 
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Als Stadt feiere ich natürlich Hamburg, auch wenn ich lieber auf dem Land lebe.

Wenn ich sonst ganz frei wäre und es eine Stadt sein sollte, dann finde ich oft die mittelfroßen Studentenstädte ziemlich geil:
Münster, Osnabrück, Göttingen, Heidelberg.

Berlin ist natürlich die Hölle, das ist klar. Dreckig und verkommen und die Wege sind viel zu lang. Beschissener ist eigentlich nur der Ruhrpott und heruntergekommene Ex-Arbeiterstädte mit 80% Migrantenanteil wie Offenbach.
 
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Wohne mein Leben lang in Berlin. ÖPNV ist top (bis auf die S-Bahn, aber das ist ein anderes Thema), auch wenn ich den nur noch selten nutze.
Arbeitsstätte, Famile und Freunde sind nicht allzu weit weg, und Wohnung befindet in einer ruhigen Seitenstraße im Berliner Süden.

Dennoch mag ich kleinere Orte lieber, gerade im Urlaub nimmste Megametropolen wie Tokyo nur mit, hast nach 2-3 Tagen dann auch die Schnauze voll. Muss nicht unbedingt die Pampa sein, wo man selbst zum Einkaufen gefühlt erstmal 20-30 km fahren müsste, merke aber dass ich kein echter Großstädter bin. Im Berliner Zentrum zu leben wäre echt nichts für mich. Viel zu voll, zu laut und zu dreckig hier.

Wegziehen ist nicht die erste Option, da Umfeld und Job (mehr geht natürlich immer - aber die Bezahlung ohne Personalverantwortung ist dank IGM-Tarif mehr als in Ordnung) gut sind. Würde nur bei ner ubergeilen Stelle überlegen, etwas nach außerhalb zu ziehen. Das dürfte erstmal nicht der Fall sein - wobei ich irgendwann sowieso ein Haus im europäischen Ausland erben werde. Da wird meine Familie in den nächsten Jahren ihren Lebensabend verbringen (leben noch in Berlin), da stecke ich bissel was rein und hast dann Ruhe. Ne vernünftige Einkaufsmöglichkeit, Internetanschluss und bin dann glücklich, da ruhige Ecke.

An deutschen Städten bleibt auch mir Hamburg positiv in Erinnerung. Angenehme Menschen und alles weniger hektisch als hier, zumindest aus der kurzen Zeit, wo ich mal paar Tage da war.
 

Benrath

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Auf jedem Fall nicht beim Wetter

Welche Stadt, welches Dorf am lebenswertesten ist, kann nur höchst subjektiv beantwortet werden. Die Frage kann so wenig objektiv beantwortet werden wie "was ist die beste Farbe".

Am Ende kommts drauf an was man will (bzw. kann), bzw. wie man sein Leben gestalten möchte (oder leider muss).

Das ist doch eine solide Basis für einen Thread auf bw.de.
 
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Berlin ist natürlich die Hölle, das ist klar. Dreckig und verkommen und die Wege sind viel zu lang. Beschissener ist eigentlich nur der Ruhrpott und heruntergekommene Ex-Arbeiterstädte mit 80% Migrantenanteil wie Offenbach.
Berlin ist eigentlich viel zu groß um sich ein pauschales Urteil bilden zu können. Wenn du in Kladow wohnst, See- oder Havelnähe, im EFH, und zum weggehen dich auf die City-West beschränkst, ist die Lebensqualität enorm. Obendrein hast du die Königswälder vor der Nase und zur Not eine Weltstadt für wirklich jedes Amusement was du dir vorstellen kannst.

Berlin kann aber auch Platte in Marzahn, Brennpunkt in Neukölln oder Hipster-Hain bedeuten. logo.
 
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@schlemil: Gerade geschaut, Kladow zu HBF 50 Minuten ÖPNV.

Entweder ist das nicht mehr Berlin im Sinne der Frage wo man leben will. Oder es ist der Beweis dafür, dass Berlin zu großflächig ist und die Distanzen dann in der Praxis Lebensqualität kosten.

Sonst kannst du auch sagen Pinneberg ist cool, weil du billig wohnst und in 32 Minuten am Hbf in Hamburg bist.
 

Benrath

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Kannst du doch auch sagen, wenn das deinen Präferenzen nahe kommt, doch eher "ländlich" zu wohnen (falls das auf Pinneberg zutrifft") aber die Möglichkeit zu haben in <60 Minuten zur Elbphilharmonie zu fahren.

Fürs Kölner Umland trifft das auch zu. Meine Frau kommt aus Overrath. Nicht dass ich da je hingewollte hätte. Aber mit Kindern wäre es zumindest eine vorstellbare Option gewesen. Wenn du in der Nähe des Bahnhofs wohnst bist du auch in 30 Minuten in Köln.
 
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Ja klar, ich verstehe, warum man solche Lagen persönlich gut finden kann.

Ich finde es nur ein komisches Argument, wenn jemand sagt "Berlin doof, weil Wege viel zu lang" :)

Im engeren Sinne ist das für mich nicht mehr Berlin.
 
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Oder es ist der Beweis dafür, dass Berlin zu großflächig ist und die Distanzen dann in der Praxis Lebensqualität kosten.
Nein.
Richtig ist, Berlin ist sehr groß, falsch ist die Annahme, dass man Distanzen überbrücken muss, weil das auf der Annahme fußt, es gibt alltägliche Dinge oder Arbeit nur am anderen Ende der Stadt. Natürlich gibt es mal Museum xy nur an einem bestimmten Ort, aber Restaurants, Clubs, Bars, Sportangebote, Kino, sogar Fernreisebahnhöfe (HBF, Spandau, Ostkreuz, Südkreuz) sind in der Regel mehrfach vorhanden und in Berlin, anders wie anderen Großstädten, nicht zentriert (Reeperbahn, Ringe whatever).

Deswegen meinte ich ja, in Kladow wohnen, vom Spandau HBF Fernreisen antreten und in der alten City-West (Charlottenburg) ein Kultur- und Ausgehangebot haben, die einer Millionenstadt würdig sind, und du vermisst nichts.

Du kannst in Berlin leben und nicht einmal in Neukölln gewesen sein.
 
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Du kannst in Berlin leben und nicht einmal in Neukölln gewesen sein.
ist ja schön und gut, aber wo ist dann der vorteil, in einer auto- und menschenverseuchten großstadt zu wohnen?
ich wohne in berlin mitte und brauche eine halbe ewigkeit zu meinem vater in berlin lichterfelde (südwesten). knapp eine stunde mit der bahn und 40 minuten mit dem auto. doppelte zeit einrechnen mit rückfahrt versteht sich.

überall hin braucht man eine halbe ewigkeit. selbst von mir zu hause zur arbeit brauche ich mit der bahn, auto oder fahrrad mindestens 25, eher 30+ minuten. von mitte nach charlottenburg, den nachbarbezirk.

die distanzen in der stadt hier sind riesig, selbst wenn man es halbwegs gut erwischt hat. mein leben lang habe ich zig stunden die woche nur in bus und bahn vergeudet. mit 20 war das kein problem, mit 40 nervt mich der abartig volle und laute öpnv jedes einzelne mal, so dass ich mir inzwischen wieder ein auto zugelegt habe. gottseidank fahre ich wenigstens die strecke zum büro mehrmals die woche mit dem fahrrad.

summasummarum frage ich mich, wofür ich die drölftausend party-, kultur- und einkaufszentren in berlin dann brauche. wie du schon richtig sagst, lebt und arbeitet eh jeder in seinen eigenen 2 bis maximal 3 bezirken, der rest ist verschwendete lebenszeit und viel zu lange wege. dann lieber eine gemütliche stadt mit historischem stadtkern und ohne räudige autoverseuchung überall. zumindest wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre ich sofort raus aus berlin. familiäre und berufliche umstände halten mich aktuell hier fest.
 
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Bei uns ist es inzwischen ähnlich. 2008 nach Berlin kommen war schon geil: Es gab Altbaupaläste zum Vorzugspreis, Fanmeile, Party ohne Ende, für Spießer (als würd ich Party machen, lol) jeden Abend Konzert oder Oper aus der Loge für nix usw.
Inzwischen sind wir als Familie eher unzufrieden, aber das Commitment ist halt enorm, da wir beide fast unser gesamtes soziales Netz hier haben. Mit Kindern ist es nochmal extra schwer, alle in eine komplett neue Umgebung zu verpflanzen.
Inzwischen kann man Berlin allerdings zugutehalten, dass es zu den steigenden Lebenshaltungskosten auch einen guten Arbeitsmarkt gibt. Da meine Frau in der Kulturbranche arbeitet, wäre es nicht trivial mal eben in eine mittlere Großstadt zu ziehen, zumal sie hier mittlerweile ihr Netzwerk hat.
 
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@Schl3mIL aber auch Charlottenburg ist doch mega weit weg von Kladow? In Berlin magst du das anders gewohnt sein, aber für mich ist etwas nur Teil des urbanen Lebensgefühls, wenn ich in 30 Minuten zu Fuß oder mit ÖPNV da bin.

Ich bin 2021 auch aus der Hamburger Innenstadt rausgezogen und wohne jetzt in Wandsbek-Marienthal. Das finde ich schon "weit weg" von der City, aber ich bin mit ÖPNV in 23 Minuten am am HBF und entsprechend in 30 Minuten an vielen Destinationen in der Altstadt. Selbst das macht man dann schon seltener.
 
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Kladow ist schön, aber der Weg ist brutal. Wir haben eine Freundin, deren Eltern da ein Haus haben und die erst in Moabit und später Charlottenburg zur Schule ging. Man verbringt halt sehr viel Zeit im Bus oder Auto, zumal die einzige Zufahrtstraße zu Stoßzeiten eigentlich immer dicht ist, so dass man auf die "normale" Fahrtzeit nochmal 20 Minuten draufschlagen kann.
Wir haben neulich mal durchdiskutiert, ob das für uns in Frage käme. Grundvoraussetzung wäre für mich, dass man jeweils maximal ein oder zweimal pro Woche in die Stadt muss und sonst Homeoffice machen kann.
Obwohl technisch in Berlin unterscheidet es sich dann halt nicht mehr viel davon in Brandenburg mit brauchbarer Regio/S-Bahn-Anbindung zu wohnen.
 
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