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Kinder ... was dir keiner vorher erzählt hat.

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Momentan knallts gerade gut. A-Hörnchen (16 Jahre) wurde vor paar Wochen mit 1,8 Promille auf dem Fahrrad erwischt (Strafanzeige) und hat gestern betrunken bei einem Freund Rotwein in den Saunaofen geleert, hatte gerade den wütenden Vater am Telefon, der durchs Telefon gebrüllt hat. Bin dann hingefahren, A-Hörnchen kommt vorbei und putzt das Ding, bis es wieder funktioniert und frei vom Geruch ist, alternativ zahlen wir die Reparatur. Aktuell ambulante Jugendpsychiatrie um mal über Alkohol, potentielle Depressionen und Ursachen zu reden. Währenddessen macht seine B-Jugend tapfer weiter Stiefelsaufen und seine LK Noten auch eher so lala dieses Schuljahr.

B-Hörnchen (7 Jahre) hat eine systemische Darmerkrankung, morgen kommt nach einer mehrmonatigen Odyssee durch diverse Fachärzte und Kliniken der medizinische Dienst und wir bekommen wahrscheinlich Pflegegrad 3.

C-Hörnchen (4 Jahre) hat die Tür aufgemacht, als der Postbote trotz Ablagegenehmigung geklingelt hat. Klare Regeln, es werden keine Türen geöffnet ohne Mum und Paps, dafür gibts die Freisprecheinrichtung. Meine Frau war gerade auf der Toilette und unser Hund hat die Hose des Postboten umdekoriert. 8 Wochen später ohne nochmal etwas zu hören: Hundestaffel steht vor der Tür, Postbote hat Strafanzeige gestellt, war wohl zwei Wochen nicht arbeitsfähig und klagt auf Schmerzensgeld. Die dicke Knödelprinzessin (unser Hund, nicht der Postbote) war handzahm zu den beiden Beamten. Vermutung: Kleinkind plus fremder Typ ohne Erwachsenen in der Wohnung gleich Hütehundreflexe. Hundehaftpflicht eingereicht, nochmal ein Gitter nachgerüstet, dass der Knirps nicht an die Tür kann.
 
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Momentan knallts gerade gut. A-Hörnchen (16 Jahre) wurde vor paar Wochen mit 1,8 Promille auf dem Fahrrad erwischt (Strafanzeige) und hat gestern betrunken bei einem Freund Rotwein in den Saunaofen geleert, hatte gerade den wütenden Vater am Telefon, der durchs Telefon gebrüllt hat. Bin dann hingefahren, A-Hörnchen kommt vorbei und putzt das Ding, bis es wieder funktioniert und frei vom Geruch ist, alternativ zahlen wir die Reparatur. Aktuell ambulante Jugendpsychiatrie um mal über Alkohol, potentielle Depressionen und Ursachen zu reden. Währenddessen macht seine B-Jugend tapfer weiter Stiefelsaufen und seine LK Noten auch eher so lala dieses Schuljahr.

B-Hörnchen (7 Jahre) hat eine systemische Darmerkrankung, morgen kommt nach einer mehrmonatigen Odyssee durch diverse Fachärzte und Kliniken der medizinische Dienst und wir bekommen wahrscheinlich Pflegegrad 3.

C-Hörnchen (4 Jahre) hat die Tür aufgemacht, als der Postbote trotz Ablagegenehmigung geklingelt hat. Klare Regeln, es werden keine Türen geöffnet ohne Mum und Paps, dafür gibts die Freisprecheinrichtung. Meine Frau war gerade auf der Toilette und unser Hund hat die Hose des Postboten umdekoriert. 8 Wochen später ohne nochmal etwas zu hören: Hundestaffel steht vor der Tür, Postbote hat Strafanzeige gestellt, war wohl zwei Wochen nicht arbeitsfähig und klagt auf Schmerzensgeld. Die dicke Knödelprinzessin (unser Hund, nicht der Postbote) war handzahm zu den beiden Beamten. Vermutung: Kleinkind plus fremder Typ ohne Erwachsenen in der Wohnung gleich Hütehundreflexe. Hundehaftpflicht eingereicht, nochmal ein Gitter nachgerüstet, dass der Knirps nicht an die Tür kann.
Also jetzt mal meine Einschätzung dazu ;)

Wenn bei A-Hörnchen Depressionen ausgeschlossen werden können bzw. behandelt werden können - dann könnt ihr da in ein paar Jahren drüber lachen. Klar nervt das jetzt aktuell, aber: er macht selber alles sauber mit dem Ofen - such ein neuer Ofen wäre finnaziell glaube ich kein kompletter Beinbruch, oder? Und er könnte ja auch arbeiten um die Kohle dafür wieder rein zu bringen?
Aufm Dorf mit 1,8 Promille Fahrrad fahren ist jetzt auch nicht zuuuu ungewöhnlich (das erwischt werden natürlich schon, wie ist das denn passiert??). Das mit 16 die Noten eher so lala sind würde mich auch nerven ist aber auch nicht zuuuu ungewöhnlich. Vielleicht muss das Kind einfach mal wieder etwas Zug in die "richtige" Richtung bekommen ;) Viel Glück dabei!

Die Geschichte mit dem C-Hörnchen ist einfach mal sehr dumm gelaufen. Shit happens. Ich hoffe dem Postboten geht es wieder gut, der hatte sicher auch keine Bock gebissen zu werden. Dass Euer C-Hörnchen die Tür aufgemacht hat war eben genau das: dumm gelaufen. Dafür sind Kinder eben auch nicht richtig zurechnungsfähig und haftbar. Also ich hoffe aus der Nummer kommt ihr auch gut raus was Schmerzensgeld angeht und dass keiner Eurem Hund böses will.
Ich prophezeie mal: da lacht ihr in ein paar Jahren dann auch drüber.

Bleibt B-Hörnchen: ich drücke die Daumen, dass ihr da (und vor allem das Kind natürlich) jetzt gut mit klar kommt. Ist es irgendwie behandelbar? Oder kann man die Beschwerden soweit lindern? Da drücke ich Euch die Daumen - das ist wirklich der einzige Punkt oben wo ich sage: Kacke. Alles Gute Euch damit!
 
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Eigentlich kann ich ja dann hier auch mal zum besten geben was bei uns gerade so los ist:

A-Hörnchen ist 14, wird in ein paar Tagen 15. Hat mir einen blauen Brief weitergeleitet per Whatsapp (lebt ja bei der Mutter). Physik 4-. Mathe auch nur 4. Aber er will auch nicht mit mir lernen... Wir reden hier von einer Sekundarschule, d.h. Haupt- und Realschule gemischt. Also quasi ist das Niveau dann Hauptschule denke ich...
Aber wahrscheinlich macht die absolute Handysucht (TikTok & Co.) da vieles kaputt, genauso wie das "als Kind nie gelernt wie man für die Schule lernt" auch. Wir haben es damals bei uns probiert, aber alle 2 Wochen ein Wochenende reißt den Rest der Zeit einfach nicht raus.
Und Haupt "Problem" beim A-Hörnchen ist auch eher der Wechsel des Geschlechts. Es steht im Raum, dass bald Hormonbehandlung anfangen soll. Das Kind möchte es so - und hat durch die Blume auch schon mitgeteilt, dass es auch ohne Zustimmung der Eltern geht... Grundsätzlich bin ich dem ja aufgeschlossen, wenn Trans dann halt Trans, machste auch nix dran. Aber die Hormonbehandlung wäre in Teilen zumindest unumkehrbar. Das ist dann schon ein dickeres Brett. Wie gesagt nicht weil ich dem entgegenstehe sondern eher weil im jugendlichem Alter einiges im Wandel sein kann und ich nicht weiß, ob die Entscheidung hinterher nicht vielleicht irgendwann bereut wird.

B-Hörnchen dagegen ist 3,5 Jahre alt und das einzige was mir da einfällt ist die pure Freude die er beim spielen etc. hat. Da geht einem das Herz einfach ganz oft auf. Aber auch anstrengende Zeit, viel Aufmerksamkeit die da eingefordert wird. Darf am Wochenende am Tag eine Stunde TV-Schauen und DAS ist wirklich Highlight und da fragt er dann natürlich auch immer nach. In der Woche keinen TV ist dann hart für uns drei ;) Aber wir ziehen das so gut durch wie es mit der Arbeit klappt.
Ansonsten das übliche Spiel wenn die Windel wegfallen soll: "Musst du aufs Klo?" Kind greift sich in den Schritt schon seit ein paar Minuten... "Nein, muss ich nicht". 1 Minute später: Hose nass... Kind aufs Klo zwingen hilft auch nicht, auch schon probiert 😬 Also hilft manchmal wohl, dann große Freude. Aber naja, das wird schon. Jetzt kommt der Sommer, da sind wir viel im Garten. Wir sind da Optimistisch.
Problem ist eher: das Kind zieht sich gerne zum spielen alleine zurück um das große Geschäft zu erledigen, d.h. es braucht dabei Ruhe. Das im Kopf so hinzubiegen, dass Ruhe = Klo, das wird glaube ich noch dauern :D
 
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Eigentlich kann ich ja dann hier auch mal zum besten geben was bei uns gerade so los ist:

So wars eigentlich gedacht. Ja, über vieles wird man sicher künftig (hoffentlich) lachen können. Vieles rückt dann auch die eigene Kindheit wieder in einen anderen Blickwinkel und die Rolle der eigenen Eltern. Vielleicht werde ich auch einfach altersmilde. Irgendwie fühlt man sich trotzdem zwischen eigenen Kids und den Eltern eingequetscht. Klar, Rushhour des Lebens, yada yada. In fünf Jahren bin ich fünfzig. Als zwangzigjähriger war mir da eigentlich klar, da hast du ausgesorgt und schipperst sorgenfrei durch die Weltgeschichte :ugly: don't see that happening. Aber hilft alles nix, einfach weitermachen, so gut es geht. Nicht immer einfach, manchmal ertappt man sich: Wenn jetzt ne Atombombe fällt, wärs eigentlich auch okay. Danach rappelt man sich wieder hoch, schlüpft in die Rolle des Dads, der auch in Kacksituationen aus endlosem Energiereservoir schöpft, immer noch nen Plan C, Plan D und nen Plan E hat und da ist, egal wie kacke es ist.

Zu deinen beiden Knirpsen: Schön, auch so ne dufte Altersspreizung :ulgy: Okay, Transthema ist dann auch nochmal ne andere Baustelle. Einerseits will man ja, das die Knirpse glücklich werden. Andererseits weiss man noch aus der eigenen Erinnerung, dass die Pubertät ne ziemliche (hormonelle) Irrfahrt ist und sich vieles mit Anfang Zwanzig als weniger weltbewegend darstellt, als mans mit 16 noch gesehen hat.

Ja, 3-4 Jahre ist einerseits echt pervers anstrengend, andererseits auch ne geile Zeit. Charakterzüge nehmen langsam Fahrt auf, krasse Autonomiephasen (Ich kann das alleine!) dicht gefolgt von Weltuntergangsdrama weil der Toast vom Tisch auf den Boden gefallen und damit unrettbar verloren ist.
 
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@wutvolta: Bist du in einer Gruppe oder hast Hilfe in der Transition deines Kindes? Meine (geborene) Schwester hat vor 3 Jahren transitioniert (bzw. ist non-binär) aber auch mit Hormonbehandlung und ich hab da viel drüber gesprochen, gelesen und geschaut. Das war schon weltbewegend und gleichzeitig mit Anfang 40, also ne ganz andere Hausmarke als bei Kindern. Da gibt es auch pro contra Argumente und ich verstehe deine Sorge. Andererseits ist Hormontherapie auch nachweislich effektiver wenn sie in jüngeren Jahren erfolgt. Puh, finde ich schwierig, daher der Apell sich da auch von Außen professionelle Hilfe zu holen.

@YesNoCancel: Ich bin hier als jemand, der keine eigenen Kinder hat mal vorsichtig, aber mit dem A-Hörnchen hört sich das schon für mich von außen wie die Geschichte von 90% der männlichen Heranwachsenden auf dem Dorf an. Gleichzeitig will ich das mit möglichen Depressionen nicht runterspielen, kenne dein Kind ja auch gar nicht. 16 Jahre ist halt gerade bei Jungs mitten in der Pubertät und die geht bei manchen still und leise und bei manchen in nem Feuerwerk um. Wünsche auf jeden Fall viel Kraft dafür.

Selber hab ich ansonsten nichts beizutragen, da keine eigenen Kinder. Das ist manchmal durchaus traurig - insbesondere wenn ich Freunde besuche und dann z.B. großes Grillfest am WE ist und die kleinen Stöpsel überall rumlaufen und für Freude und Aufregung sorgen. Andererseits neiden die mir auch manchmal, wenn wir z.B. über Urlaube reden und die Families vom Bungalow in Holland am Meer reden und ich von meiner dreiwöchigen Reise durch Japan mit 2 Freunden erzähle. Ich denke mal das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite des Zauns. :D
 
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@wutvolta: Bist du in einer Gruppe oder hast Hilfe in der Transition deines Kindes? Meine (geborene) Schwester hat vor 3 Jahren transitioniert (bzw. ist non-binär) aber auch mit Hormonbehandlung und ich hab da viel drüber gesprochen, gelesen und geschaut. Das war schon weltbewegend und gleichzeitig mit Anfang 40, also ne ganz andere Hausmarke als bei Kindern. Da gibt es auch pro contra Argumente und ich verstehe deine Sorge. Andererseits ist Hormontherapie auch nachweislich effektiver wenn sie in jüngeren Jahren erfolgt. Puh, finde ich schwierig, daher der Apell sich da auch von Außen professionelle Hilfe zu holen.
Bisher habe ich da noch keine externe Hilfe zu - aber ich werde auf jeden Fall mit den Psychologen von meinem Kind nochmal Rücksprache halten und die auch nach Meinung + Infos fragen.
Wie geht es denn deinem Bruder jetzt, also 3 Jahre später? Klar nicht so vergleichbar, aber Non-Binär hört sich dann auch nicht nach vollem "Ich bin ein männlicher Mann Mann" an (so ganz platt ausgedrückt).

Auf jeden Fall aber Danke für die Info dazu! Es tut ja immer gut von anderen auch mal den Input zu bekommen.
 
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Oh man, ich wünsche Dir einfach viel Kraft.

Wir hatten auch mal so harten Phasen... aber aktuell läufts relativ normal. Ist halt trotzdem ne "Dauerbelastung" und immer wieder kommen tolle Überraschungen dazu. Wir tun is gerade auch noch parallel einen Hausbau an - gut, unsere sind aus dem Gröbsten raus - aber wenn ich dann manchmal kinderlose Arbeitskollegen sehe, die am besten noch auf Rücklagen etc scheissen und einfach leben, kommt mir das vor wie Easy-Mode / Cheaten. Es stiftet aber viel Sinn, Freude und Liebe - und das muss man wirklich wertschätzen / aktiv wahrnehmen. aber ja, des preis ist manchmal hoch.

Zumindest beim Thema vorsorgen und Sparen habe ich mir vorgenommen mehr Geld zu verleben, wenn die Raten / Restbudget vom Haus mal klar sind und damit, was am Ende des Tages übrig ist. Da kann man es finde ich auch noch für die Kinder übertreiben.

Ich weiß nicht ob das dir jetzt viel bringt... aber ich fühle mit dir.
 
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Auch wenn Alkohol bei der "Dorfjugend" normal ist, habe ich leider das Negativbeispiel wie es weitergehen kann. Keine (leiblichen) Kinder, aber zwei Stiefsöhne.

B-Hörnchen hat mit 18 Jahren (Probezeit, keine 6 Monate den Lappen) nachts, betrunken UND MIT EINEM BLAULICHT AUF SEINEM POLO auf der Landstraße ein anderes Fahrzeug überholt. Dabei leider das Fahrzeug übersehen, das aus der Seitenstraße auf die Hauptstraße einbiegen wollte. Mehr Glück als Verstand, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Mit einer super Anwältin und einem unendlich gnädigem Richter nur paar Monate Fahrverbot. Anschließend nicht wieder von vorne anfangen, sondern nur Probezeitverlängerung.

Man sollte meinen, dass der Junge daraus lernt und seine zweite Chance nutzt, aber nein, Mitte 2024 bis Mitte 2025 wieder 1 Jahr kein Führerschein wegen Alkohols. Natürlich Idiotentest und 1 Jahr Abstinenznachweis bevor er wieder fahren durfte.

Wir wissen nicht so wirklich wie das weitergehen soll und machen uns natürlich Sorgen. Auch wenn unser B-Hörnchen über 18 und (offiziell) erwachsen ist :(
 

GeckoVOD

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@wutvolta: Bist du in einer Gruppe oder hast Hilfe in der Transition deines Kindes? Meine (geborene) Schwester hat vor 3 Jahren transitioniert (bzw. ist non-binär) aber auch mit Hormonbehandlung und ich hab da viel drüber gesprochen, gelesen und geschaut. Das war schon weltbewegend und gleichzeitig mit Anfang 40, also ne ganz andere Hausmarke als bei Kindern. Da gibt es auch pro contra Argumente und ich verstehe deine Sorge. Andererseits ist Hormontherapie auch nachweislich effektiver wenn sie in jüngeren Jahren erfolgt. Puh, finde ich schwierig, daher der Apell sich da auch von Außen professionelle Hilfe zu holen.
Das ist ein Spagat ohne Ende, habe auch so einen Fall im näheren Familienumfeld, allerdings war das da eher Mitte/Ende 20, nicht im Teenageralter. Bin da sehr zwiegespalten, weil das Thema wirklich furchtbar komplex und kompliziert ist. Ganz generell kann man nur raten, dass man dem (eigenen) Kind klar macht, dass man es unterstützt und die Familie ein sicherer Hafen ist. Egal was der Ablauf sein wird und wie viel besser Transitionen angesehen werden - es gibt noch mehr als genug Bastarde da draußen.

Schwierig wird es schon mit der Art, wie man seine eigene Gedanken kommuniziert. Als Elternteil ist das noch härter, weil man in der Pflicht ist, das (konstruktiv) kritisch zu hinterfragen, ohne da die Entscheidung zu untergraben oder Widerstand zu kommunizieren, der nicht gemeint ist. Das alles noch ohne vollständige Information: Der Psychologe des Kindes wird an einem bestimmten Punkt nicht alle Informationen offen legen dürfen, abhängig von der Therapie. Was er kann, wäre zu helfen da die Kommunikation beiderseitig stabil und mit Vertrauen zu halten, das wäre immer das wichtigste.
Warum ich da gespalten bin ist die Un-Umkehrbarkeit. Gerade in diesem Alter gibt es sehr viele andere Diagnosen, die eine Transition als falsch-positive Lösung nahelegen, bspw. diverse Psychosen im Frühstadium. Hinzu kommt meine Nahfeld-Beobachtung, dass es nicht wenige jüngere Psychologen/Psychiater gibt, die aus eigenem Bias helfen wollen, ohne selbst etwas kritischer zu sein. Dem entgegen stehen die alten Intellektuellen, die das aus Tradition zu kritisch sehen. Sehr perfide, denn WENN eine Transition objektiv richtig ist, dann sollte das schon so früh wie möglich sein.

Was ich allerdings beobachte, zumindest im kleinen: Der Weg ist hart, aber sobald es anfängt geht es schnell aufwärts. Gutes Durchhalten!
 
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