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Externe Festplatten und Stromversorgung über USB

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Ich würde gerne meine alten 3.5" HDDs an mein RPi hängen. Das geht problemlos, wenn ich das RPi und jede der Platten (in einem exterenen Gehäuse untergebracht) via eigenem Netzteil mit Strom versorge. Allerdings ist das ziemlich unpraktisch.
Viel cooler wäre es, wenn ich einen einzelnen USB Hub ans Stromnetz hängen könnte, der wiederum dann sowohl den RPi als auch die Festplatten mit Strom (via USB) versorgt. Weniger Kabelsalat. Für die Platten bräuchte ich dann auch kein echtes Gehäuse mehr, ein kleiner Adapter (wie dieser hier) würde dann schon reichen.
Leider ziehen alte reguläre 3.5" HDDs aber zu viel Strom, um vernünftig ohne externe Stromversorgung an einem "normalen" USB-Port zu funtionieren, bei diesen kleinen Adeptern steht jedenfalls immer dabei dass sie nur für 2.5" Platten funktionieren. Aber dank Handy etc. haben wir ja ganz viele tolle Standards wie USB-BC und USB-PD die eigentlich mehr als genug Strom liefern.
Ist die Idee prizipiell möglich, d.h. kann ich, einen USB Hub mit entsprechender Stromversorgung vorausgesetzt, meine 3.5" Platten einfach so ohne zusätzlichen externen Stromanschluss betreiben? Was für einen Hub bräuchte ich denn dafür? Ein normaler USB 3 Hub würde nicht reichen, oder?
 
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Es gibt zumindest netzteillose 3,5" festplattengehäuse die dann nur über USB-C angeschlossen werden und da auch ihren strom beziehen. Also ist das technisch ansich schon möglich. Am einfachsten wär's vermutlich du kaufst dir einfach ein NAS am wenigsten kabelsalat und vermutlich auch am wenigsten hakelig. Je nach menge der festplatten wird's dann aber schon so 60-200€ kosten. Allerdings sind größere USB-C hubs und die entsprechenden adapter/gehäuse vermutlich auch nicht viel billiger.
 

parats'

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Du solltest das doch mit einem aktiven USB Hub lösen können, dieser verteilt dann mit der zusätzlichen Spannung aus dem Netzteil, entsprechend der Norm, weiter. jetzt brauchst Du natürlich noch Endgeräte die ohne zusätzliche Stromquelle arbeiten könne. Ich kenne auch Setups mit zwei USB Anschlüsseln.
Alternativ ein HDD Cage für 3,5"? Die haben dann aber E-Sata als Ausgang. :ugly:
 
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Zusätzlichen Strom kann man auch per Y-Kabel an die Festplatte bringen, es wäre allerdings ein dreckiger und nicht standardkonformer Hack. Die Frage ist eher warum Du es Dir antun willst eine relevante Menge Daten über einen USB Controller zu leiten, der am Ende (je nach Version deines RPi) sogar ein USB 2.0 Controller ist. Da kannst Du doch gleich die Bits per Strichliste händisch übertragen.
Ich merke ja schon wie mir Gigabit-Ethernet zu lahm wird :|
 
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Es wäre dann schon ein RPi 4 mit USB 3. Die Platten sind 2 WD Reds und 2 WD Caviar Greens, die sind sowieso nicht schnell genug um ernsthaft durch USB 3 limitiert zu werden und bei den externen Datenplatten ist's auch eigentlich halb so schlimm wenn die nicht super schnell sind. Für Sachen bei denen Performance wichtig ist steckt eine M.2 SSD im PC, die alten HDDs sollen im Wesentlichen nur das MediaCenter mit Daten versorgen. Eigentlich "brauche" ich auch das kaum, wenn ich ehrlich bin ist's nur eine Spielerei, mehr persönlicher Spaß und "haben wollen" als tatsächlich produktiv und notwendig.

Auch bei einem aktiven USB Hub habe ich aber nur 5V und max 1A auf der Schiene, oder? Die WDs bräuchten mindestens 2A pro Port und ich glaube auch irgendwoher 12V statt 5V, jedenfalls nach Datensheet, wobei mein Google-fu mir wiedersprüchliche Angaben dazu liefert ob "nur" 5V ebenfalls funktionieren könnten.

Sowas wie das hier oder hier oder hier würde mein Problem lösen, falls ich mit einem USB Hub plus 4x sowas wie dem hier auskommen könnte fänd ich es halt irgendwie cooler und vor allem flexibler. Kaufen ohne zu wissen dass es wirklich geht will ich aber natürlich nicht :ugly:

Mit dem Setup kann man sich übrigens einen super günstigen und flexiblen Server bzw. eine Selbstbau-NAS hinstellen, insb. wenn man sowieso noch alte HDDs aus der pre-SSD-Ära herumliegen hat.
 
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parats'

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Aber dein USB-Hub ist doch dennoch ein Kabelsalat, dann lieber eins der 4bays mit wenigen Kabeln.
 
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Ja, das stimmt wohl. Aber es hat sich sowieso erledigt: Das RPi 4 kann kein AES-NI. Einer der Hauptgründe warum mich mein aktueller Heimserver nervt ist, dass der HD-Zugriff auf die natürlich verschlüsselten Platten unendlich langsam ist, weil der auch kein AES-NI unterstützt (ist ein AMD C60-System). Auf die Daten möchte ich via Gbit-LAN zugreifen und da hätte ich dann auch gerne die volle Gbit-Lesegeschwindigkeit (die sollten meine WD Reds ja durchaus liefern können) ohne CPU bottleneck.

Dann wird es generell wohl kein Sidegrade auf einen RPi-basierten Heimserver, stattdessen werde ich beim "großen" Server bleiben und einfach das Mainboard tauschen.
Sowas hier sieht gut aus:
https://www.asrock.com/mb/Intel/J5005-ITX/index.de.asp#Specification
Bietet AES-NI, HDMI 2 und Hardware-Dekodierung von H.265 in 4k@60Hz, d.h. er ist problemlos gleichzeitig als Fileserver und Mediacenter einsetzbar. Etwas teurer als der RPi und leider auch nicht ganz so stromsparend, aber beides ist noch im Rahmen und dank SATA-Ports hat sich dann der USB-Platten-Kram sowieso erledigt.
Ist so ein Board bereits nahe am Optimum oder gibt es ggf. noch welche die besser (i.S.v.: Taugen genauso als Fileserver und Mediacenter bei geringerer TDP und/oder Anschaffungskosten, Bonuspunkte für 6 SATA-Anschlüsse statt nur 4) geeignet sind?
 

parats'

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Das ASRock mit nem Pentium SoC ist schon sehr solide. Eventuell solltest Du überlegen dazu auf ein pico PSU zu wechseln, wenn nicht eh schon vorhanden. Reguläre NTs sind viel zu überdimensioniert.
 
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Wird bei so einer pico PSU der Einschaltstrom von bis zu 4 HDDs plus der Systen-SDD nicht etwas zu hoch? Das war der Grund warum ich mich damals doch für ein ATX-Netzteil (eins der effizienteren Sorte) entschieden hatte.

Peak load ist bei den WD Reds 1.75A, d.h. sie ziehen beim spin-up pro Platte 21W. Die Greens haben den gleichen Peak, macht also für 4 Platten bereits 84W und damit ist ein kleines pico PSU schon raus. Dazu würde dann noch das Board und die Systemplatte kommen.

Ich könnte natürlich nur 2 WD Reds einhängen und die Greens als externes Backup nehmen. Das würde auch die SATA-Anschluss-Problematik entschärfen. Andererseits wäre es schon praktisch, die Dinger intern zu verstauen, einfach damit sie nicht im Weg rumstehen.
 
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parats'

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Ein 150w pico sollte reichen. Was hat denn dein ATX jetzt? Uns 84w peak bedeutet wirklich Anschlag, ob Du da hinkommst? :D
Die TDP vom Pentium sind ja nur 10w und auch der Arbeitsspeicher sollte nicht viel brauchen.
 
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Die Links hier sind ganz interessant:
https://www.technikaffe.de/anleitun..._und_bequiet_system_power_7_300w_im_vergleich
https://www.technikaffe.de/anleitung-343-effizienz_bei_externen_12v_netzteilen

tl;dr: Die 90W picoPSU ist unter Last nicht wirklich besser als das 08/15 Bronze Netzteil und im idle macht es nur grob 4W aus. Prozentual durchaus nicht wenig, absolut aber eher vernachlässigbar. Eine 150W picoPSU dürfte in der Effizienz im idle eher schwächer sein als das 90er, d.h. man kann gleich ein ATX-Netzteil nehmen, der Unterschied ist minimal. Sehe damit kein starkes Argument zu wechseln.
Wenn dann würde ich eher zu sowas hier greifen: https://www.mindfactory.de/product_...-TFX-Power-2-Non-Modular-80--Gold_951171.html
Mit Gold-Zertifikat sollte es auch bei geringen Lasten durchaus mit der picoPSU vergleichbar sein, dazu hat man Reserven nach oben geschenkt, es kostet weniger als eine picoPSU (da diese noch viel "drumherum" braucht) und es ist auch noch weniger Aufwand.
Hier auch noch ein interessanter Vergleich picoPSU vs Netzteile: https://www.computerbase.de/2013-04/streacom-nano-150-watt-pico-netzteil-test/8/
Der ist zwar schon etwas älter aber da sollte sich seitdem wahrscheinlich nicht viel getan haben, oder?

Wenn ich mich richtig erinnere habe ich ein Cougar A300/R drin. Ist "nur" Bronze, also in etwa wie das im Vergleichstest genutzte Netzteil.
 
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parats'

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Schau halt, ob Du dich in diesem Szenario siehst. Da du aber schon ein Netzteil hast, ist es wirklich eher ein unwichtiger Faktor. Es ist ein kleiner Unterschied und von einem funktionsfähigen bronze weg macht natürlich wenig Sinn.

€: wundert mich, dass shi hier noch nichta geschrieben hat. ;)
 
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Das hier sieht sogar noch besser aus: https://www.gigabyte.com/de/Motherboard/GA-IMB4100TN-rev-10#ov
Hat zwar nur 2 SATA-Anschlüsse aber über eine PCIe-Karte kann man das ja beheben (solange an dieser nur HDDs bzw. die Boot-Platte hängen sollte die Begrenzung auf max. 500 MB/s durch PCIe 2.0 x1 keine Rolle spielen, oder?).

Wie ist das eigentlich mit den CPU-Anforderungen bei Dateioperationen? Aktuell ist mein Homeserver recht langsam weil die CPU der Bottleneck ist (ohne AES-NI und mit Verschlüsselung). Ist diese immer quasi irrelevant, wenn die Verschlüsselung in Hardware passiert (oder man nicht verschlüsselt) oder kann ich es realistisch schaffen, dass die CPU das System beim Datentransfer doch irgendwie ausbremest? Insb. wenn es nicht nur um lesen/schreiben auf HDDs geht sondern auch noch um Bereitstellung über Samba oder ähnliches?
Google-fu liefert zwar ein allgemeines "CPU ist nicht so wichtig für den Datentransfer" aber auch "Samba kann CPU-bound sein" und leider wenig konkretes/belastbares.
 
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Mein Intelstick mit Cherrtytrail kann aes-ni hat USB 3 und ist in Leistungsfähigkeit und Verbrauch ziemlich ähnlich dem rp4
https://www.mindfactory.de/product_info.php/Intel-Compute-Stick-STK1AW32SC_1029881.html

Hat auch 2x2 Ac WLAN Brauch also nichtmal zwingend LAN wenn die 40-60mb/sec ausreichen.
 
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Der hier wurde kürzlich angekündigt:
https://wiki.kobol.io/helios64/intro/
ARM-basiert, 5 SATA-Ports und es gibt sogar ein maßgeschneidertes Gehäuse inkl. HDD-Schubladen.

Der ARM-Prozessor ist zwar etwas schwächer als die x86-64-Varianten weiter oben, dafür verbraucht er etwas weniger Strom und für alles rund um typische Anforderungen an eine NAS sollte es problemlos reichen.

Das Ding wäre dann auch wieder sehr nahe am ursprünglichen Plan: Effektiv ist es ein RPi (ähnlicher Prozessor) mit vielen SATA-Ports.
 

parats'

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Dort könnte man dann auch problemlos freeNAS laufen lassen oder?



Edit: sehe unten, dass OMV supported ist. :)
 
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Jo, und Ubuntu ebenfalls wodurch man sehr flexibel ist.

Allerdings hätte ich lieber genau so ein Board mit einem Intel N4100. Die CPU wäre bei ähnlichem Stromverbrauch nochmal deutlich stärker. Glaube ich zumindest, einen wirklichen Vergleich mit sowohl x86 als auch ARM CPUs habe ich leider bisher noch nicht finden können. Hat hier jemand zufällig sowas? Gesuch wäre irgendein halbwegs aussagekräftiger Benchmark, der Rechenleistung und idealerweise gleichzeitig auch die Leistungsaufnahme der CPUs vergleicht (und dann wohl am besten auf Ubuntu läuft, einmal mit der x86 und einmal mit der nativen ARM-Variante).
 
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