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Eure fertigen Projekte

zoiX

Mathe/Physik/Chemie
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Bevor hier niemand den Anfang macht, dachte ich, ich mach mal einen generellen "Look, I made 'dis!"-Thread auf. Hier soll einfach alles rein, was vor der Fertigstellung hier im Forum keine Erwähnung gefunden hat, aber zu vorzeigbar geraten ist, um der Welt vorenthalten zu werden - oder auch Dinge, die fertig waren, bevor es dieses Forum gab.

In dem Sinne: Meine Küchenzeilenerweiterung. Wir wohnen zur Miete inklusive gemieteter Küche. Die war mir aber leider ein kleines bisschen zu klein und es gab noch etwas Platz zur Seite. Also hab' ich aus einem Stück Arbeitsplatte aus der Restekiste und ein paar Fi/Ta-Konstruktionslatten einen kleinen Anbau gebaut.


Das einzige Bild, das als "WIP" durchgeht. Man erkennt, wo die Reise hingehen sollte: Vier Stützen, von einer Seite zur anderen paarweise mit je zwei Querstreben verbunden. Auf den Querstreben liegen jeweils drölf kleine Holzlatten, die zusammen Regalböden ergeben.
IMG_20201107_191335.jpg

Die Querstreben sind mit Schwalbenschwanzzinken mit den Stützen verbunden. Die Tiefe stimmte nicht bei allen so richtig, weil ich zu dem Zeitpunkt noch kein Streichmaß hatte. Ist bei der unteren Verbindung im oberen Bild ganz gut zu erkennen. Ich hab mich dagegen entschieden, die Aufnahme vor dem Verleimen tiefer auszustechen, bis es passt und stattdessen nach dem Leimen mit dem Stechbeitel den Zinken abgetragen, bis die Verbindungen plan waren. Nach dem Glattschleifen war ich mit den Ergebnissen ganz zufrieden.

IMG_20201113_104146.jpg

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, die Verbindungen hätten am Ende alle so gut gepasst. Die ein oder andere kleine Fuge gab's schon. Und auch der Beitel ist mir hie und da ausgerutscht und hat hässliche Kratzer hinterlassen, wie man auch auf dem Bild sieht. Aber kleine Schönheitsfehler gehören halt dazu.
IMG_20201113_104115.jpg
IMG_20201113_104044.jpg

Fertig eingeräumt. Mittlerweile ist die Ordnung naturgemäß schon wieder ein bisschen anders, weil nunmal nie alles so bleibt, wie man es im ersten Moment meint. Aber alles was rein sollte hat seinen Platz und das ganze passt optisch gut zu Parkett und dem, was noch so an der Wand hängt. Ich wollte die ganze Konstruktion eigentlich noch auf den Unterbau des IKEA-Bartischs daneben ausdehnen, da hat meine Frau sich aber dagegen ausgesprochen. "Wer weiß wie lang wir hier noch wohnen, am Ende lohnt sich das gar nicht, vielleicht passt das ins Eigenheim nicht rein, ist viel zu viel Arbeit, wenn man nicht weiß, wie lang mans braucht, blabla, [insert rationales Argument here]" - lästig.
 
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Sehr geil mit den Schwalbenschwanzverbindungen. Kann ich prinzipiell zwar auch, bin ich aber üblicherweise zu faul zu. Bin eher so Team Spax :deliver:
 
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Bin eher so Team Spax :deliver:
Jau. Das bin ich auch, insbesondere seit der Nachwuchs da ist. Ahnung und Talent hatte ich noch nie, aber ehrlicherweise wird es seit Jahren jetzt auch noch von Projekt zu Projekt simpler. Ich hab gerade fotografiert, was mir vor die Linse kommt.

Vor dem Nachwuchs: ein maßgefertigter Einbau-Kleiderschrank unterm dyi-Hochbett im Es-gibt-keine-rechten-Winkel-Altbau (leider ohne Fotos). Dutzende Stunden Arbeit, völlig planlos zwar, aber mit Bock.
Aus der Zeit kommt auch ein knappes Dutzend von diesen Modulen hier, die ich als Treppe zum Hochbett genutzt habe. Die sahen geölt auch mal hübsch aus, bevor ein gewisser jemand sie unbedingt weiß lasiert haben wollte -- und dann drüberlackiert hat, weil die Lasur doch nicht gefiel.
Noch ohne Kantenfräse oder sonstwas hergestellt, sondern ganz stumpf mit der Stichsäge, Bandschleifer und Dreiecksschleifer. Mit 6x Spax je 40cm Kantenlänge haben die Module inzwischen trotzdem drei Umzüge gut überstanden.
1614986744891.png


Hier hatte ich mir auch noch etwas Mühe gegeben: Damit K-klein den Platz unterm Bett auch nutzen kann, aber mit 12 Monaten nicht gleich die Treppe hochkommt. Die originale Erhöhung war nicht hoch genug, und das weitere Erweiterungsset vom Hersteller sollte 200 Euro kosten, wohlgemerkt, für lasierte Fichte/Tanne und ein Dutzend Schraubverbindungen. Meine Materialkosten waren glaub ich unter 30€.
1614986851567.png

Und hier wollte ich in einer Schrei-Phase von K-klein einfach nur noch möglichst schnell eine Ausweichmöglichkeit zum Schlafen (und etwas Stauraum) in einer Nische hinterm Wohnzimmer haben. Die Nische ist aber nur 1,95m lang. Vier Leimholz-Bretter grob abgeschliffen und Kanten abgerundet, Füße drunter, Schrauben rein, Lattenrost mit der Stichsäge gekürzt, 2,00m-Matratze reingequetscht, fertig. (Das Stirnbrett ist so niedrig angebracht, weil das Lattenrost dort aufliegt.)
1614987132028.png
 
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Schöne Projekte. Das Küchenmöbel iat super gelungen zoiX.
Pragmatische Lösungen sind die besten. Seit wie Kinder haben, beschränkt sich das Holzwerken bei mir iA auf Reparaturarbeiten an unserem Lotterstall.

Das letzte was ich nennenswert gebaut habe war dieser Wickelaufsatz fürs Bad:


Alles von Hand ausgehobelt weil das Leimholz beschissener nicht hätte sein können. Alle Stösse mit dem Nuthobel abgesetzt/genutet und dann verleimt. Schönheitspreis gibts keinen, das Ding ist aber praktisch und knabberfest. Ich habe Bienenwachs für die Oberfläche genommen. Die Paarung aus katastrophalem Ausgangsmaterial und Feuchtigkeit ist eine echte Belastungsprobe für den Kleber :deliver:
 
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Wir haben eine eigentlich etwas zu kleine Bude (für eine fünfköpfige Familie) aus den 30ern. Dank knapp drei Meter hoher Decken ist aber im wahrsten Sinne des Wortes Luft nach oben, z.B. für Bücherregale oberhalb der Türen:

mza9RCE.jpg


Die Wände hier sind so scheiße (viel Mörtel, wenig Stein), dass ich inzwischen alles sorgfältig abklopfe und mit einem sehr kleinen Bohrer sondiere, bevor ich Löcher für neue Dübel bohre und generell so wenig wie irgendwie möglich. Das hat dazu geführt, dass ich für die Befestigung solcher DIY Regale nur noch einzelne Latten an die Wand schraube, an die nach Herzenslust die Regale drangeballert werden können:

owwIlG1.jpg


Hochbett für den Erstgeborenen:

50o0jvq.jpg


Was man nicht sieht: hinten am Kopfende, oberhalb des Ivar Regals, ist ein Einschubfach, wo ganz gut Bettzeug, Schlafsäcke oder Isomatten gelagert werden können. Und links oben ist noch ein 40 cm tiefes Board über die gesamte Länge des Bettes.

Wir haben ein altes Küchenbuffet von den Vormietern geerbt (ist vmtl. schon immer hier drin gewesen). Die Farbe war ein kleidsames Eierschalenbeige :kotzerle:
Also abgeschliffen, entkernt, neu lackiert, neue Platte drauf, von innen neu ausgekleidet und mit Beleuchtung ausgestattet. Wird seit Jahren nicht fertig (die Griffe unten) und ist generell eine Ablage für quasi alles, was schnell mal vom Tisch geräumt werden muss damit man daran essen kann. Aber ihr wisst ja wie das mit Kindern so ist :deliver:

De86uLp.jpg
 
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hab auch ein kleines sammelsurium an bildern von mehr oder weniger grossen projekten.

IMG_20181129_125107.jpg
eine kleine selbst gedrehte schale aus birkenholz. hab die birke damals selber gefaellt ::]:


IMG_20190426_095757.jpg
brunnen mit der kettensaege... war das erstemal das ich sowas versucht habe entsprechend hatte ich angst :ugly: der hund hat jedoch nie daraus getrunken, dient nun als blumenkasten

IMG_20200520_132728.jpg
meine hydroponics grow box, fuer chillies konnte sie nicht ernten da wir vorher umgezogen sind jedoch sind die pflanzen darin explodiert.
 
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Also abgeschliffen, entkernt, neu lackiert, neue Platte drauf, von innen neu ausgekleidet und mit Beleuchtung ausgestattet.
Sehr cooles Projekt! Auch das Hochbett! Kommt mir noch sehr bekannt vor mit den Altbau-Wänden.

Die Schale aus Birke gefällt mir auch sehr gut. Fällen ist das einzige, was man mit Birken sinnvollerweise anstellen sollte. Genau wie bei Erlen und Haseln. Dreckszeug.
 
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Die Schale bei dem Hochbett ist ausnahmsweise Pappel, weil die in meinem Stammbaumarkt nicht mehr ausreichend Birkenmultiplex in der gewünschten Stärke vorrätig hatten und ich keinen Bock hatte, weitere Baumärkte abzuklappern.
 
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Schöne Bastelprojekte habt ihr da, das macht richtig Lust auf selber machen.

Das Küchenregal sieht wirklich sehr gut aus, passt richtig gut rein :top:

Wie macht Ihr das denn, wenn ihr in den engen Wohnungen auch noch werkelt? Schleift und sägt ihr dann im Wohnzimmer oder auf dem Balkon?
 
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Normalerweise im Keller. Für Plattenzuschnitte (sofern nicht im Baumarkt geschehen) schleppe ich die Tischkreissäge von meinem Vermieter in den Garten, kein Bock, immer alles zu fegen.
Das Küchenbuffet wurde im Wohnzimmer direkt nach dem Einzug gemacht, als da eh noch Baustelle war, das Hochvett hab ich direkt im komplett leeren Zimmer fertig gemacht. Da hatte ich auch nur eine grobe Vorstellung wie es aussehen soll, die finalen Abmessungen sind mehr on the fly entstanden. Ich bin kein großer Planer sondern werkel mehr drauf los :ugly:
 
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Beim Hochbett- und Regaltreppe-Projekt war ich in ner Wohnung ohne Keller oder Balkon/Terrasse/Garten. Da hab ich immer alles im engen Wohnungsflur gesägt und geschliffen. Schön war das nicht. Immerhin hatte ich aus der Zeit noch 20 FFP1-Masken zum Start der Pandemie rumfliegen und war der Held meines Hausarztes, dem ich die geschenkt habe :deliver:
 
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Grow Box für "Chilis" - sag doch einfach wenn Du professionell Gras anbaust 🇯🇲🍪:birb:
Wenn ich in meinem Haus bin dann melde ich mich nochmal, würde gerne wissen wie Du die Schale aus Birkenholz gemacht hast :)
 
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@zoiX: sieht doch sehr gut aus. Wenn du es mal freakiger willst, suche nach "japanische Holzverbindungen".


Meine DIY-Bemühungen sind zum Großteil elektronischer Natur. Bisschen Embedded-Kram, aber das meiste was ich mache sind Audiogerätschaften aller Art: Gitarren(röhren)verstärker, Gitarreneffekte, Recordingequipment (Vorverstärker, EQs, Kompressoren, Mikrofone), bisschen Hifi.

Vor Kurzem fertig gestellt ein Nachbau dieses wunderbaren Lärmmachers. Die Platine ist selbst designt, Frontplatte habe ich lasern lassen. Wann immer ich lackieren vermeiden kann, mache ich das. Sonst mit eigener Grafik und Lack sieht das z.B. so aus wie das silberne Teil, ein Fuzz-Effekt.






Kleines Rollbrett für die bald fünfjährige Nichte. Wie sich das gehört aus einzelnen Ahornfurnieren verpresst, die Zierschicht war glaube ich ein Furnier Räuchereiche. Mit meinem Gewicht viel zu weich, und um Ollie zu lernen ist das Tail nicht so passend, aber rollt sich ganz gut. Mal schauen wie sie sich damit anstellt.:turtle:
 
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Japanische Holzverbindungen :love: Kann ich Bücher dazu empfehlen.

@derduder nice Work. Die Elektronik ist erste Sahne. Blechzeichnungen fürs Lasern machst Du selber? Wenn ja, welche Software?
Hast Du Rollbrettvergangenheit?
 

zoiX

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Schöne Bastelprojekte habt ihr da, das macht richtig Lust auf selber machen.

Das Küchenregal sieht wirklich sehr gut aus, passt richtig gut rein :top:

Wie macht Ihr das denn, wenn ihr in den engen Wohnungen auch noch werkelt? Schleift und sägt ihr dann im Wohnzimmer oder auf dem Balkon?
Dankedanke, ich hatte in der Beef kurz vorher ne Outdoor-Küche mit ähnlicher Optik gesehen. Da waren allerdings die Querstreben aus Metall und deutlich massivere Hölzer dienten als Auflagefläche, was der Sache einen viel wuchtigeren Look verpasste. Aber als Inspiration wars gut.

Ich hab noch drüber nachgedacht, die Streben dunkel zu beizen, um 'nen Kontrast zu schaffen. Da wäre der Plan dann gewesen, alle Verbindungen vor dem verleimen so zu putzen, dass sie möglichst gut sitzen und dann die Querstreben eben zu behandeln, in der Hoffnung, dass danach noch immer alles sitzt. Am Ende war ich dafür einfach zu ungeduldig. Jetzt bin ich ganz froh drum, ich denke, zusätzliche Farbakzente hätten das ganze am Ende nur optisch überladen. Immerhin ist da durch die offene Bauweise und den direkten Blick auf den Inhalt schon einiges los.
Den ein oder anderen Blooper gab's beim Bau natürlich auch. Zum einen ist das Holz natürlich nicht abgerichtet, und wie es sich für das billige Konstruktionsholz gehört, waren da einige üble Bananen dabei. Das ist mir bei den Hauptstützen leider viel zu spät aufgefallen, darum stand die Stütze hinten rechts am Ende oben einen guten Zentimeter nach rechts ab :ugly: Ich musste dann tatsächlich noch ein Stück davon wegstemmen, um den Bartisch bündig danebenstellen zu können.
Zweiter großer Fail: In die Arbeitsplatte ist ein versenkbarer Mehrfachstecker eingelassen (der hier), für den es ein großes Bohrloch brauchte. beim Freund 'ne Bohrkrone ausgeliehen, in den Bohrer, bis zum Anschlag in die Arbeitsplatte gebohrt - nicht tief genug. War absehbar, die Bohrkrone war schon ein sehr flaches Modell. Arbeitsplatte rumdrehen, mithilfe des Führungslochs von der ersten Bohrung nochmal rein - immernoch nicht tief genug. Musste dann mit 'nem 4er Bohrer noch ein paar Löcher entlang der ausgesägten Ritze setzen und mit dem Gummihammer nachhelfen.


Zum "Wo werkelt ihr?": Wir wohnen im Erdgeschoss mit kleinem Außenbereich. Da ist Platz genug für einen wackligen IKEA-Gartentisch, auf dem ich zum handwerken nen größeren Regalbrettrest festzurre. Dann geht's mit der Ryoba zur Sache. Bleut einem schon ein bisschen Disziplin im Sinne von "Lass die Säge arbeiten und zwing sie nicht" ein, weil bei zuviel Gewalt der Tisch derart wackelt, dass man auf keinen Fall noch einen geraden Schnitt hinkriegt. Wenn das Wetter zu schlecht und der Druck wegen "Ich will das jetzt aber fertigkriegen" zu groß ist, dann leg ich n großzügiges Stück Malervlies in der Wohnung aus und arbeite darauf. Um nochwas zu verleimen oder ein paar Löcher zu bohren ist das in Ordnung. Sägen geht auf dem IKEA-Bartisch ganz gut und mit dem Staubsauger in der Nähe des Schnitts staubt es auch nicht zuuuu sehr.
 
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Japanische Holzverbindungen :love: Kann ich Bücher dazu empfehlen.

@derduder nice Work. Die Elektronik ist erste Sahne. Blechzeichnungen fürs Lasern machst Du selber? Wenn ja, welche Software?
Hast Du Rollbrettvergangenheit?
Ja, schon seit Kindheitstagen. Aber primär auf langen Brettern mit dicken Rollen.

Lasern lasse ich hier machen. Da kann man ganz unkompliziert eine Vektorgrafik (SVG) einreichen, ohne Genaueres über G-Code etc. wissen zu müssen.
 

zoiX

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Weiter gehts mit Zeug aus Holz. Schwebendes Regal über unserem Bett. Leimholz (Eiche) aus dem Baumarkt. Das Holz wurde fast komplett im Markt zugeschnitten, lediglich die zwei kleinen Stücke an den Seiten musste ich selbst zurechtsägen. Da wäre die minimale Werkstückgröße für die Säge im Baumarkt sonst unterschritten gewesen. Also hab ich mir ein Stück mit der doppelten Größe in einer Dimension (+1 mm Verlust beim Schnitt einkalkuliert) zuschneiden lassen und es daheim halbiert.
Ansonsten bestand die Hauptarbeit darin, drölftausend Dübellöcher zu setzen, alles zu Verleimen und Überstände wegen ungenau gesetzter Dübel (hätte ich mir mal ne Dübellehre gegönnt) abzuschleifen. Am Ende wurde auch noch ein bisschen Licht verbaut.

IMG_20200902_210001.jpgIMG_20200902_205822.jpg

Das sieht hier zwar aus, als würde schon verleimt werden, die Einzelteile sind aber nur zusammengesteckt, um sicherzugehen, dass nachher beim Verleimen alles klappt. Ungenau gesetzte Dübellöcher sorgten leider dafür, dass ein bisschen Gewalt mit den Schraubzwingen nötig war. Am Ende hat das Verleimen (im Keller. Nicht über dem Parkett, ihr Wahnsinnigen!) aber funktioniert und es gab keine störenden Fugen oder bösen Überraschungen beim Entfernen der Klemmen.
Eine Zwinge hat bei der Aktion allerdings das zeitliche gesegnet. Luxtools steht halt nicht für Langlebigkeit. Wenn ich nachkaufe, werd' ich da mehr "Buy once, cry once" walten lassen.

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Einmal mit frisch getrocknetem Leim, testverkabelt und auf IKEA-Gartenmöbeln aufgebockt. Im Hintergrund: Basilikumplantage in der Blüte und zu eng bepflanzter Erdbeerblumenkasten. Hier ist noch nichts geschliffen oder anderweitig behandelt. Man sieht, dass ich nicht sparsam mit dem Leim war und zu blöd, rechtzeitig feucht die Leimreste abzuwischen. Das meiste hat sich glücklicherweise wegschleifen lassen; zwei oder drei hässliche Flecken sind aber auch nach Schleifen und Ölen geblieben.

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Fürs Schleifen war Handarbeit angesagt, und da ging einiges an Schleifpapier drauf. Früher oder später muss einfach ne Schleifmaschine ran, hilft alles nix. Nach jedem Schleifgang (60/120/240) wurde der angefallene Holzstaub zunächst abgefegt (darum liegt da der Spielzeugbesen des Töchterchens) und dann die Oberfläche leicht feucht abgerieben. Ein ordentlicher Atemschutz wäre vielleicht auch eine gute Idee gewesen, immerhin ist Eichenholzstaub krebserregend :ugly: Wenigstens war ich draußen.

IMG_20200906_150846.jpg

Die Aufhängung für das gute Stück. Kurzerhand aus Fi/Ta zusammengespaxt und dann an die Wand gedübelt. Ein paar Unterlegscheiben hätten der Sache wohl gutgetan, ich gehe davon aus, dass es aber auch so halten dürfte. Zumindest hat es sich, seit es hängt keinen mm bewegt. Und sonst fällt es uns ja nur auf den Kopf.
IMG_20200906_155147.jpg
IMG_20200906_155205.jpg

Und da hängt es. Einmal von oben (oben) und von unten (unten) abgelichtet. Oberflächenfinish ist Leinöl (einfach, ohne Zwischenpolitur) und an der Aufhängung befestigt ist es von oben mit ein paar Schrauben. Natürlich darf ein Bild mit eingeschalteter Beleuchtung nicht fehlen:

IMG_20200906_152759.jpg

Hier sieht man noch einen kleinen Fehler meinerseits: Die Stirnteile rechts und links hätte ich um 90° gedreht verleimen sollen, damit an der längeren Kante Stirn-an-Stirn verleimt ist. Wird hoffentlich und wahrscheinlich nicht der Grund sein, warum das Ding irgendwann schrottreif ist, aber auf solche Kleinigkeiten zu achten, muss man wohl irgendwann lernen.

Von solchen Nichtigkeiten abgesehen, sind wir ziemlich glücklich mit dem Ergebnis. Auf dem Ding stehen jetzt ein paar Blümchen und Bücher und das dimmbare Licht hat unsere Nachttischlampen praktisch vollständig ersetzt. Wohnlichkeitsbonus over 9000. Blöd ist, dass die Lampen appgesteuert gedimmt werden (Warum? -> längere Geschichte) und die App sich nur auf einem Handy mit der Lampe verbinden lässt. Aber eigentlich haben wir das Ding jetzt einmal eingestellt und schalten eigentlich nur noch am Hauptschalter ein und aus, sodass die App auch gar nicht mehr nötig wäre.

Bevor jemand fragt: Es gab genau einen Kopfstoß bisher, wir haben natürlich Maß genommen, bevor wir die Höhe festgelegt haben ;) Trotzdem würde ich beim nächsten Mal noch 10-15 cm mehr einplanen. Gerade wenn Töchterchen auf dem Bett spielt, hat man schonmal einen kurzen Schreckmoment - aber jedes Kind hat das Recht, sich weh zu tun und bisher ist tatsächlich nichts passiert.

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Gefällt mir und so kleine Fehler wie das Holz falsch Rum geben dem ganzen doch seinen Charm. Nur LEDs welche über eine App gesteuert werden Werd ich nie verstehen, vorallem wenn es nicht die eigene App ist. wo man keine Angst haben muss das daß Produkte Schrott ist, sobald der Server der Firma Runtergefahren wird weil sie pleite gehen oder die paar Euros eingespart werden müssen.
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
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Schaut stark aus. Aber die Plastikflasche gehört ersetzt. :P
 
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