Dune: Spice Wars

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Vorab: das ist kein Spiel in der Tradition der Westwood-Spielereihe, d.h. es ist nicht C&C auf Dune/Arrakis. Außerdem gibt es auch keine Ordos.

Stattdessen orientiert sich das Spiel "eher" am Buch und lehnt sich optisch stark an den Villeneuve-Film an. Dementsprechend gibt es auf der einen Seite die beiden Häuser Atreides und Harkonnen und auf der anderen Seite die Schmuggler und die Fremen.
Die ersten beiden profitieren stärker von der Landsraad-Mechanik, einem galaktischen Parlament, das Vor- und Nachteile verleiht. Die anderen beiden Fraktionen haben eher Arrakis-bezogene Vorteile.

Das Spiel verläuft, indem man die Kontrolle über Dörfer erlangt, dort Ressourcen produziert und sich mit denen mehr Kontrolle sichert. Die Armee, die man dafür ins Feld schickt, ist überraschend klein. Mehr als 10 Einheiten hat man auch im late game eher nicht. Daher besteht die Herausforderung darin, gleichzeitig mehrere Keisen gleichzeitig zu lösen und notfalls zu priorisieren.

Meiner Erfahrung nach sind die Ressourcen nach Wichtigkeit: Plascrete (Beton zum gebäude bauen), Autorität (um Dörfer zu annektieren), Wasser, Solaris (Geld), Manpower. Spice ist eher nice to have und spielt eine überraschend untergeordnete Rolle: es dient einerseits zum Zahlen der imperialen Steuer (oder des fraktionsentsprechenden Äquivalents) und andererseits als Geldquelle. In die Situation, jetzt dringend mal mehr Spice zu brauchen, kommt man aber eher selten. Meistens versuche ich verzweifelt, an mehr Plascrete für neue Gebäude zu kommen als mehr Geld ranzuschaffen. Auch die Würmer sind überraschend belanglos. Spice-Sammler lassen sich sofort vom Carryall abholen und sitzen dann tatenlos in der Rafinerie rum, nach 5 Sekunden kann man sie dann wieder zurückschicken. Hm tja, iwie witzlos. Aufpassen muss man, wenn man Truppen durch die Wüste schickt, manchmal kommen Würmer und man hat so ca. 10 Sekunden, die Truppen in Sicherheit zu bringen, sonst werden sie gefressen. Die Wüste selbst ist gefährlicher als die Würmer: einmal quer durch die Wüste gehen statt den sicheren Umweg zu nehmen bedeutet, dass die ganze Veteranenarmee verdurstet und stirbt. Vorsicht vor der Wüste! Ich hab es euch gesagt, kommt ja nicht an und heult.
Diplomatie gibt es auch, ich nutze sie meistens aber nur, um mir von anderen mehr Plascrete zu erkaufen, weil ich mit der eigenen Produktion nicht nachkomme. Übrigens: keine der Fraktionen hat eine besondere Vorliebe oder Abschau gegenüber anderen. Nichts spricht dagegen, dass die Atreides jetzt beste Freunde mit den Harkonnen werden oder alternativ alle anderen rücksichtlos abschlachten.
Besser ausgearbeitet ist das Agentensystem, das einem ganz verschiedene Vorteile verschaffen kann. Bei CHOAM lässt sich ein besserer Umtauschkurs für Spice verhandeln, bei der Spacing-Gilde kann man Supplydrops bestellen usw.

Gewinnen tut man das Spiel, indem man entweder
(1) sich vom Landsraad zum Gouvaneur bestimmen lässt und das 60 Tage lang bleibt
(2) alle anderen Fraktionen vernichtet durch (a) Vernichtung der Basis und/oder (b) Attentate
(3) 25.000 Hegemoniepunkte generiert

Alles in allem ist das Spiel ganz OK, haut mich aber nicht voll vom Hocker. Vielleicht 8/10.
 
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Hatte mich bei der Ankündigung gefreut, weil ich Emperor: Battle for Dune damals gefeiert habe.
Nach den ersten Videos jetzt bin ich eher abgeneigt. 4x wäre ok, aber es wirkt alles so mega trist (jaja, ich weiß, Wüstenplanet... aber Emperor hat das besser gemacht) und das Gameplay wirkt auch nicht so wirklich tiefgründig.
 
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