• Liebe User, bitte beachtet folgendes Thema: Was im Forum passiert, bleibt im Forum! Danke!
  • Hallo Gemeinde! Das Problem leidet zurzeit unter technischen Problemen. Wir sind da dran, aber das Zeitkontingent ist begrenzt. In der Zwischenzeit dürfte den meisten aufgefallen sein, dass das Erstellen von Posts funktioniert, auch wenn das Forum erstmal eine Fehlermeldung wirft. Um unseren Löschaufwand zu minimieren, bitten wir euch darum, nicht mehrmals auf 'Post Reply' zu klicken, da das zur Mehrfachposts führt. Grußworte.

C/C++ heutzutage noch wichtige Sprache zu lernen?

Mitglied seit
08.03.2004
Beiträge
1.574
Reaktionen
0
Hi Leute,

bei einem Freund sah ich ein C++ Buch aus den 80ern liegen und laß aus reiner allgemeiner Neugier die Einleitung. Ich war absolut fasziniert davon in diesem Buch zu lesen, was ich heute überall über Python lese, z.B. das es eine Sprache ist, die (mit vielen genannten Gründen) dem Programmierer eine viel schnellere Programmierung erlaubt als alle Sprachin bis dahin.
Meine eigenen C/C++ Kenntnisse reichen, um einfache Programme lesen zu können. Ohne Anleitung könnte ich aber nicht hallo.c schreiben.
Diese Einleitung lässt mich aber darüber nachdenken, ob es überhaupt sinnvoll ist, diesen Bereich der Programmiersprache zu erlernen. Schliesslich können die meisten Programmierer das. Warum muss ich das also auch noch lernen?
Außerdem ist nach so ein paar Programmiersprachen lernen (Java, Python, PHP, Bash, ein bisschen Lisp, ein bisschen Perl, ein bisschen AWK usw) vielleicht für die nächsten 10 Jahre eine Vertiefung viel sinnvoller, als das erlernen einer weiteren Programmiersprache, die ich dann auch nur im Anfänger- bis Fortgeschrittenen-Level kann. Als Starcraft Spieler weiß hier sicher jeder, welche Vorteile es hat, bei einer Sache zu bleiben und nicht ständig das "Spiel" zu wechseln.
Auf der anderen Seite ist jede Programmiersprache und jedes Programm das ich benutze (wie SVN, GIT, JVM, Python-Interpreter) selbst auch in C/C++ geschrieben. Und als Programmierer habe ich eigentlich das tiefe Bedürfnis, die Programme, die ich benutze, zu kennen und tiefgehend zu verstehen.

Ich hoffe ich konnte zeigen, dass beide Wege aus meiner Sicht große Vorteile bieten. Nur habe ich noch keinen Plan, welcher der richtige ist. Hat einer von euch eine Empfehlung oder eigene Erfahrungsberichte für mich?
 

DopeBoss

Guest
C++ is doch DIE programmiersprache schlechthin ... wenn du dich auf etwas spezialisieren wolltest, dann wär das doch net schlecht ...
da du schon andere kennst, wird das einarbeiten wohl net soooo schlimm werden ...

hab mal in der schule bissle mit delphi programmiert, war ganz lustig ansonsten muss ich mich derzeit mit html (gut keine programmiersprache an sich) auseinandersetzen ... 8[
 

Maulwurf

Anfängerhilfe, , Moderator, SC2 AFH-Forum
Mitglied seit
09.09.2004
Beiträge
2.479
Reaktionen
0
Ort
Salzgitter-Thiede
Hi Leute,

bei einem Freund sah ich ein C++ Buch aus den 80ern liegen und laß aus reiner allgemeiner Neugier die Einleitung. Ich war absolut fasziniert davon in diesem Buch zu lesen, was ich heute überall über Python lese, z.B. das es eine Sprache ist, die (mit vielen genannten Gründen) dem Programmierer eine viel schnellere Programmierung erlaubt als alle Sprachin bis dahin.
Meine eigenen C/C++ Kenntnisse reichen, um einfache Programme lesen zu können. Ohne Anleitung könnte ich aber nicht hallo.c schreiben.
Diese Einleitung lässt mich aber darüber nachdenken, ob es überhaupt sinnvoll ist, diesen Bereich der Programmiersprache zu erlernen. Schliesslich können die meisten Programmierer das. Warum muss ich das also auch noch lernen?
Außerdem ist nach so ein paar Programmiersprachen lernen (Java, Python, PHP, Bash, ein bisschen Lisp, ein bisschen Perl, ein bisschen AWK usw) vielleicht für die nächsten 10 Jahre eine Vertiefung viel sinnvoller, als das erlernen einer weiteren Programmiersprache, die ich dann auch nur im Anfänger- bis Fortgeschrittenen-Level kann. Als Starcraft Spieler weiß hier sicher jeder, welche Vorteile es hat, bei einer Sache zu bleiben und nicht ständig das "Spiel" zu wechseln.
Auf der anderen Seite ist jede Programmiersprache und jedes Programm das ich benutze (wie SVN, GIT, JVM, Python-Interpreter) selbst auch in C/C++ geschrieben. Und als Programmierer habe ich eigentlich das tiefe Bedürfnis, die Programme, die ich benutze, zu kennen und tiefgehend zu verstehen.

Ich hoffe ich konnte zeigen, dass beide Wege aus meiner Sicht große Vorteile bieten. Nur habe ich noch keinen Plan, welcher der richtige ist. Hat einer von euch eine Empfehlung oder eigene Erfahrungsberichte für mich?

Mir ist aus diesem Post noch nicht ersichtlich worauf du hinaus willst.

Also C/C+/C++ lohnt sich als Programmierer generell zu 100%.
 
Mitglied seit
18.07.2001
Beiträge
2.152
Reaktionen
2
Ort
Nürnberg
Die Konzepte von C++ zu kennen & verstehen ist ne gute Sache. Also Templates, Pointer, Klassen und Vererbung in voller Pracht. Das Hilft finde ich beim verstehen, was bei managed Sprachen *wirklich* passiert. Ich mache jetzt zwar schon seit Ewigkeiten C# und habe auch eigentlich 0 Interesse, jemals wieder zu C++ zurückzugehen aber es war doch gut es gelernt zu haben.

Lern es wenn du
a, Irgendwas hardwarenahes vor hast (mein Gebiet ist's nicht :) )
b, Den Anspruch an dich stellst mehr als nen 08/15 Coder sein zu wollen. Willst du nur die Oberfläche (High-Level Code) sehen oder sozusagen auch die Matrix durchblicken ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
01.01.1970
Beiträge
1.170
Reaktionen
0
ne, du brauchst wirklich nicht jede programmiersprache erlernen.
wie der OO-freak-prof immer sagte... keiner kann alles wissen.
dh. auch wenn du dich auf ne sprache und eine branche spezialisiert hast, kannst du niemals alle befehle etc. auswendig kennen.

was zählt sind die prinzipien und grundlagen. beherrschst du die, kannst du im grunde sowieso jede programmiersprache benutzen. danach musst du nur noch wissen, wo du nach den richtigen befehlen suchen musst.
viele benutzen diese befehle auch gar nicht, sondern erfinden dann jedesmal das rad neu und schreiben sich diese sachen selber.

aber willste in die wirtschaft, wirst du da eh irgendwann mal mit jeder programmiersprache in berührung kommen. denn altsysteme wirft kein unternehmen weg.
 

The_Company

Guest
Python ist in C geschrieben. Es nicht zu verstehen bedeutet, Du hast keine Chance je zu wissen, was der Interpreter eigentlich tut. Sobald Du irgendwas ernsthaft mit Python tun willst, musst Du das eigetlich können.
Aber die Frage ist halt: Wie ernsthaft willst Du programmieren?
 

ROOT

Technik/Software Forum, Casino Port Zion
Mitglied seit
17.11.2002
Beiträge
7.052
Reaktionen
38
Ort
MS
Schließe mich hier an, C zu kennen und zu verstehen halte ich für nen ernsthaften Programmierer schon für recht wichtig, sonst hat man keine Chance zu ersehen was in "höheren" Sprachen wirklich passiert.

Aber für private (auch größere) Projekte benutz ich inzwischen auch fast nur noch Python, statt wie früher C++, weil man einfach mind. 3x so schnell vorankommt.
 
Mitglied seit
08.03.2004
Beiträge
1.574
Reaktionen
0
Also C/C+/C++ lohnt sich als DarProgrammierer generell zu 100%.
Es lohnt sich aber auch erheblich, es nicht zu lernen. Manchmal erreichst du viel mehr durch die Sachen, die du nicht tust, als durch die Sachen, die du tust. Ist ja nicht so, dass ich ansonsten nicht programmieren (lernen) würde. Darauf möchte ich hinaus.

Wie ernsthaft willst Du programmieren

Ja, das ist eigentlich eine wichtige Frage. Versuchen wir die mal zu beantworten:
Ich lebe seit 24 Jahren. Vor mehr als 11 Jahren hab ich das erste Mal was zu Programmierung gehört. Seit 3,5 Jahren studiere ich ein Informatik Spezialgebiet. Seit 2,5 Jahren arbeite ich als Programmierer/Software-Entwickler. Seit Donnerstag früh hab ich nichts anderes gemacht außer Essen, Schlafen und Programmieren.
Ich würde also sagen: relativ ernsthaft. ;)
 
Mitglied seit
02.09.2002
Beiträge
3.281
Reaktionen
106
Interessante Fragestellung.

Ich behaupte nein.

Wozu ich dir allerdings raten würde, wäre klassisches C.
Zur Begründung: Du kennst bereits einige Programmiesprachen aus dem objektorientierten und aus dem gemischten Bereich. C++ wäre in der Hinsicht keine Ergänzung. Was dir allerdings noch fehlt ist eine rein imperative Sprache.
C ist noch mehr als C++ eine systemnahe Sprache, auch das ist nützliches Wissen.
In der Industrie wirst du dann sowieso das machen was das Untenehmen grade braucht. Sollte das C++ sein wirst du mit C-Kenntnissen und Verständnis für objektorientierte Programmierung damit keine Probleme haben.
Übrigens: Sowohl Git als auch CPython sind in reinem C geschrieben. CPython habe ich mir nicht näher angesehen, aber git ist zudem auch ein sehr gut entworfenes Programm. An den Designentscheidungen kann man sich ganz gut orientieren.
 
Mitglied seit
01.08.2000
Beiträge
1.782
Reaktionen
0
Ort
Hamburg
Du hast 3,5 Jahre studiert und nie C oder C++ gelehrt bekommen? Scheint ja wirklich n sehr spezieller Studiengang zu sein. Ich glaub, wenn man wirklich nur solche Spezialsachen macht, reicht es fast nur sone kack Skriptsprache zu lernen.

Effektiv (im Bezug auf den Code und Speicherverbrauch) find ich das allerdings nicht, aber ich muss eh in letzter Zeit eher in Assembler als C programmieren und auch keine Windows-Programme o.ä. ~
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
02.09.2002
Beiträge
3.281
Reaktionen
106
Du hast 3,5 Jahre studiert und nie C oder C++ gelehrt bekommen? Scheint ja wirklich n sehr spezieller Studiengang zu sein. Ich glaub, wenn man wirklich nur solche Spezialsachen macht, reicht es fast nur sone kack Skriptsprache zu lernen.
An einer Uni lernt man Konzepte.

Wenn du C++ gelehrt bekommen willst, mach ne Ausbildung innem Unternehemen das C++ einsetzt.
 
Mitglied seit
03.08.2002
Beiträge
707
Reaktionen
0
java reicht eigentlich, aber da in der industrie teilweise auch noch c++ eingesetzt wird, ist es sicherlich nicht falsch zumindest grundkenntnisse zu erwerben. gibt aber sicherlich wichtigeres als ständig weitere programmiersprachen zu lernen.
 

bog

Mitglied seit
02.08.2002
Beiträge
10.121
Reaktionen
0
Ort
auf dem mutterschiff
sholvar scheint mir eher ein codemonkey zu sein - und da reicht es doch voellig aus, wenn er seine gut etablierte programmiersprache a la java oder C# kennt und kann.

wenn er sich ueberlegt, selbst nach einem (sagen wir zum groessten teil abgeschlossenen) studium alleine zum grundlagen-lernen c zu lernen, dann hat er noch ganz andere defizite als kein C/C++ zu koennen.

prinzipiell ist es sicher kein fehler, sich mit C/C++ vertraut zu machen und sich v.a. die konzepte anzusehen, die in java groesstenteils von der vm geregelt werden (templates, pointer/referenzen, etc.), am eigenen leibe zu erleben, und damit auch zu verstehen, was genau denn da im hintergrund passiert. zumindest objektorientierung ist aber in java doch kaum anders, also sollte man das ganze eigentlich so autodidaktisch relativ fix lernen koennen.
wenn natuerlich "studiere seit 3,5 jahren ein informatik-spezialgebiet" bedeutet, dass man sich mit bspw. der effizienzbestimmung von algorithmen, bzw den grundgroessen der anweisungsausfuehrung auf hardwareebene nicht wirklich auskennt, weiss ich wieder, wieso ich die armen fh-hanseln immer so wuest beschimpfe.
 

cart

Technik/Software Forum
Mitglied seit
01.08.2002
Beiträge
4.873
Reaktionen
0
Ort
New York
Hey, ich bin einer von den "armen FH Hanseln" und kann dir zu dem Kram einen ganzen Haufen erzählen! Also pssst ;)

Was C/C++ angeht: Wenn man OO verstanden hat und C beherrscht, ist es meiner Meinung nach nicht notwendig C++ extra zu lernen, wenn man es nicht explizit braucht.
Eine neue Programmiersprache zu lernen dauert im Basiswissen wenige Stunden, sofern man die Konzepte kennt. Dann ist es auch egal, was der Arbeitgeber haben will. Dass man auf seiner Bewerbung jegliche Programmier-/Skriptsprache auflistet liegt doch eh daran, dass (viele) Wirtschafts-Bindestrichler so ihren v-Penis messen und die BWLer, die es dann in der Personalabteilung lesen, zu einer ähnlichen Gattung gehören.
Wenn man hingegen mit Fachleuten spricht, habe ich noch nie erlebt, dass irgendwer fragt: Können sie C? Können sie C++? Können sie C#? Können sie Java? Können sie PHP? Können sie SQL?... Da kamen die Fragen: Wie sieht es denn mit C aus und wie mit OO-Programmierung? Haben sie mal mit Datenbanken gearbeitet?
Anders sieht es hingegen bei APIs aus. Die sind halt überall anders und die muss man jedes Mal lernen. Das kommt aber von allein im Laufe der Zeit von daher: PENG!

=> Lern lieber C, damit hast du was, mit dem du sicherlich auch in vielen Jahren noch was anfangen kannst und falls du C++ mal brauchst, dann helfen dir deine C und OO-Kenntnisse das in ziemlich kurzer Zeit auf die Kette zu kriegen :)
 
Zuletzt bearbeitet:

bog

Mitglied seit
02.08.2002
Beiträge
10.121
Reaktionen
0
Ort
auf dem mutterschiff
wo ist denn der vorteil darin, sich auf c zu beschraenken, statt gleich c++ zu lernen? die STL macht vieles einfacher, die ganze klassen- und vererbungsgeschichten sind, wenn mans eh schon kennt, ein ding von minuten und gerade in zusammenhang mit der typsicherheit sind bspw. templates ein sehr huebsches konzept.
soll heissen: kaum mehr stoff, aber alles interessant und nuetzlich.
 

cart

Technik/Software Forum
Mitglied seit
01.08.2002
Beiträge
4.873
Reaktionen
0
Ort
New York
Sicher ist das alles nützlich und interessant, aber lernen tut man meiner Meinung nach mehr, wenn man sich den ganzen Kram selbst schreiben muss und in die 12345 Probleme rennt oder halt einen anderen Weg gehen muss. Dann weiß man "höhere" Programmiersprachen deutlich mehr zu schätzen und achtet auf andere Dinge.
 
Mitglied seit
02.09.2002
Beiträge
3.281
Reaktionen
106
wo ist denn der vorteil darin, sich auf c zu beschraenken, statt gleich c++ zu lernen? die STL macht vieles einfacher, die ganze klassen- und vererbungsgeschichten sind, wenn mans eh schon kennt, ein ding von minuten und gerade in zusammenhang mit der typsicherheit sind bspw. templates ein sehr huebsches konzept.
soll heissen: kaum mehr stoff, aber alles interessant und nuetzlich.
Was ist denn genau "interessant und nützlich" an C++ wenn du schon Java oder C# kannst?
Richtig: Der Teil der aus C kommt.
Die frage sollte also lauten: Wo ist der Vorteil darin sich auf C++ zu beschränken, statt gleich C zu lernen?
 
Mitglied seit
18.07.2001
Beiträge
2.152
Reaktionen
2
Ort
Nürnberg
Also es gibt ja auch durchaus einige Dinge in C++, die C#/Java nicht haben wie Mehrfachvererbung und Templates.
Sich gross in die STL einarbeiten ist da schon ne andere Sache. Mal drüberschauen wie man damit so arbeitet ist ja ganz nett aber am Ende ists halt einfach nur ne Bibliothek. Die Auswendig zu lernen macht wenig Sinn.
 
Mitglied seit
02.09.2002
Beiträge
3.281
Reaktionen
106
deine frage macht im uebrigen absolut keinen sinn. da C teilmenge von C++ ist, lernt man mit C++ hoechstens mehr als mit C, in keinem fall jedoch weniger.
Sinn und Zweck ist es aus meiner Sicht sich mit imperativer, systemnaher Programmierung auseinander zu setzen. Die restlichen C++ Sonderbarkeiten lässt man besser aussen vor.

Also es gibt ja auch durchaus einige Dinge in C++, die C#/Java nicht haben wie Mehrfachvererbung und Templates.
Templates sind nur der Versuch historisch gewachsene Probleme von C++ auszubügeln, kein "interessantes Konzept", dass man als Programmierer beherrschen sollte. Darüber hinaus bieten auch Java und C# zumindest Generics an.
Mh ja, Mehrfachvererbung; wenn man Einfachvererbung kennt ist das jetzt nich so der Grund ne neue Programmiersprache zu lernen, oder?
 
Mitglied seit
01.01.1970
Beiträge
1.170
Reaktionen
0
eh egal, java wird in den kommenden versionen sowieso alle konzepte unterstützen.
aspektorientierung ist zb. stark im kommen.

wenn man nen sicheren job haben will, dann sollte man kobol lernen und sich bei banken bewerben :D
 

Clawg

Guest
@topic:
"Diese Einleitung lässt mich aber darüber nachdenken, ob es überhaupt sinnvoll ist, diesen Bereich der Programmiersprache zu erlernen. Schliesslich können die meisten Programmierer das. Warum muss ich das also auch noch lernen?"

Kommt drauf an, wofür. Was ist dein Ziel?

Wenn du in die Wirtschaft gehen willst, gibt es (momentan) drei wesentliche Bereiche:

Systemprogrammierung (ASM/C/C++ evtl auch ADA) : Wo es drauf ankommt, zeitkritische oder speicherplatzsparende Programme zu basteln (Treiber, Netzwerke, embedded systems etc.)
Applikationsprogrammierung für den Endanwender bzw. Middleware für bestehende C++/NET Systeme (C++/NET)
Java2EE + die ganzen Tools (Maven, Spring etc.): bizniz, wird gerade viel gesucht


Im Grunde zusammenfassbar auf diese Grundregeln:
- Maximale Portabilität, geringste Kosten -> Java2EE
- Maximale Anpassung an Zielsystem gewünscht -> C/C++

Vorteil von C/C++ ist halt, dass man Dinge schön schnell machen kann, ein Faktor von 2-3 ist da schon drin. Auch kommt Java mehr im Serverbereich zum Einsatz während C/C++ wie schon erwähnt eher beim Endanwender benutzt wird.
 
Mitglied seit
08.03.2004
Beiträge
1.574
Reaktionen
0
Danke für die bisherigen Hinweise. :thx:

@Dr. Willy: Ja, wahrscheinlich sollte ich mich erstmal darauf konzentrieren, Konzepte zu verfeinern/anzuwenden.

@Clawg: Wenn du in C/C++ das schnelle arbeiten magst, dann benutz mal Python! ^^
 
Mitglied seit
18.07.2001
Beiträge
2.152
Reaktionen
2
Ort
Nürnberg
er meint nicht das schnell coden, sondern das der code schnell ist und da verliert python hoch :)
 

Clawg

Guest
: D

Naja, komplexe Sachen gehen in Python auch nicht schneller (zu coden). Algorithmus ist Algorithmus.
Eine bessere Anbindung an gegebene Systeme hat man wohl mit Python. Aber um (wie schon erwähnt) das meiste aus einer Maschine herauszuholen und immer noch die Möglichkeit der Portierung offenzuhalten und trotzdem in den Genuß von der Technologie einer Hochsprache zu kommen, bleibt eben nur C++. Als Programmierer kann man aber wohl beruflich erfolgreich ganz ohne C/C++ sein, sofern man Java beherrscht.
 
Mitglied seit
08.03.2004
Beiträge
1.574
Reaktionen
0
er meint nicht das schnell coden, sondern das der code schnell ist und da verliert python hoch :)

Danke, danke, danke! Dass "schneller Code" wichtig ist, dachte ich auch sehr lange. Musste dann aber auf Arbeit feststellen, dass die Welt eigentlich eine ganz andere ist, als ich sie mir in meinem jugendlichen Leichtsinn erträumt habe.

Seit dem bin ich ein absoluter high-level Fan. Je higher, desto besser. Ich will erstmal dem Computer sagen, was ich von ihm haben will. Um die konkreten Datenstrukturen und Algorithmen kann man sich dann immernoch Gedanken machen, wenn man an der Stelle wirklich die Performance braucht (Solange nimmt man die Defaults, die ja indirekt in den Python-Interpreter reinimplementiert sind).

"Fertig werden" klingt ja auch nach dem simpelsten Teilproblem. Aber es ist das größte. Wieviele Softwareprojekte scheitern komplett, weil irgendwas unterwegs richtig schief gegangen ist? Wieviele eigene kleine Miniprojekte hat jeder Programmierer auf seinem Rechner rumzuliegen, die nur zu 50% laufen und nie wieder angefasst werden? Wieviele Hausaufgaben und Gruppenprojekte hab ich schon abgegeben, im vollen Bewusstsein, dass ich nicht fertig geworden bin, trotzdem ich die letzten 2 Wochen vor Abgabetermin durchgecodet habe... Die beste Performance rettet einen nicht, wenn man nicht fertig wird.

Zumal du Performance ja auch für irgendwas erkaufen musst. Du kannst dafür mit Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher, Komplexität und Implementierungsaufwand bezahlen. Das möchte ich dann aber wirklich im Spezialfall individuell entscheiden und nicht schon defaultmäßig Komplexität und Implementierungsaufwand akzeptieren.
Und wieso muss ich mir überhaupt diese Gedanken machen. Wenn ich etwas so high-level wie möglich formuliere, kann die Lösung der einzelnen Requirements durch jemand anderen erfolgen. Und ist es wahrscheinlich schon, in dieser wundervollen Welt der Open Source Programme/Frameworks.


Also nochmal Danke, ViperDK. Das bestärkt mich darin, dass ich eigentlich weder C noch C++ lernen muss.
 

Clawg

Guest
Kommt halt drauf an, für welche Plattform man entwickelt. Will man einen breiten Markt im Endanwenderbereich, muss man schon irgendwie auf die Ressourcen achten. Man denke an Konsolen mit geringem Arbeitsspeicher, man denke an embedded systems, man denke an 08/15 Windowsanwendungen, die auch noch auf einem alten PC laufen sollen. Ich sage nicht, dass man in Assembler programmieren soll, C++ ist halt ein Kompromiss dazwischen. Man muss eben schauen, welche Anforderungen man hat und eine entsprechende Sprache/einen entsprechenden Compiler auswählen. Für viele Multimediasachen braucht man kein C++, man kann auf bestehende, gut implementierte (C++) Bibliotheken zurückgreifen. Wenn du das ausklammerst und dein Programm lediglich Mittler-Funktion zwischen gut implementierten Bibliotheken sein soll, dann greif ruhig zu Python, das ist die beste Wahl :)

Für einfache Anwendungen greife ich persönlich momentan zu Java, Berechnungen kann ich extern aufrufen lassen, notfalls auch mit einem schnellen C-Plugin. Aber kommt eben immer drauf an, was man denn nun machen möchte. Mit Python wirst du nicht weit kommen, wenn du z.B. einen Sensorknoten programmieren möchtest ;) Klar, den PROTOTYPEN kannst du schnell in Python machen, für die Implementierung kommst du an C/C++ aber nicht vorbei. Da es aber zum Glück Arbeitsteilung gibt, kannst du dir natürlich auch jemanden suchen, der es kann ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
18.07.2001
Beiträge
2.152
Reaktionen
2
Ort
Nürnberg
Naja, dass C(++) sinnlos is wenn man weder Interesse am low-level programmieren, noch am Verstaendnis des *dahinter* hat und einem Performance vollkommen egal ist hätte ich auch gleich sagen können.

Ich denke mal nen Reality-Check kommt da schon noch wenn die Firma aus Performancegründen ihre Software nicht auf eine Scriptsprache aufbaut(jedenfalls bei Client-Anwendungen) und der Chef erklärt, dass die Firma nicht mal eben den Source ihres Produktes offenlegt weil du gern die GPL Library xyz einsetzen willst.

Du willst ja aber anscheinend eh in eine Architekten/Teamleiter/whatever Position wo "die Lösung der einzelnen Requirements durch jemand anderen erfolgen" kann. Da bringen dir Networking, Social Skills, selbstsicheres auftreten und Powerpoint ohnehin mehr als das beherrschen von irgendeiner Programmiersprache. :)
 
Mitglied seit
03.08.2002
Beiträge
707
Reaktionen
0
bin jetzt kein experte in diesem bereich, vermute aber, dass der performance-unterschied zwischen java und c++ relativ gering ist (wahrscheinlich ist java mittlerweile sogar schneller :) )
 
Mitglied seit
02.09.2002
Beiträge
3.281
Reaktionen
106
bin jetzt kein experte in diesem bereich, vermute aber, dass der performance-unterschied zwischen java und c++ relativ gering ist (wahrscheinlich ist java mittlerweile sogar schneller :) )
Nein, wird es auch nie.
Die Frage ist brauchst du die performance?
 

Clawg

Guest
bin jetzt kein experte in diesem bereich, vermute aber, dass der performance-unterschied zwischen java und c++ relativ gering ist (wahrscheinlich ist java mittlerweile sogar schneller :) )

Faktor 2 langsamer bei Berechnungen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Clawg

Guest
wobei ein programm nicht nur aus berechnungen (was für berechnungen überhaupt?) besteht.

3D Engines, künstliche Intelligenz, Routensuche, Komprimierung, .... eben alles was so im Kern eines Programms steckt. Wenn die Ressourcen sehr begrenzt sind, also im Grunde fast alle Endgeräte, und das Projekt rechenintensiv ist, hat man in Java zwar kein Problem, man könnte es aber deutlich besser machen. Wenn man nur vorhandene Bibliotheksfunktionen kombinieren und eine Oberfläche drumrum bauen möchte, dann ist Java ganz nett. Lässt sich eben etwas leichter zum Arbeiten bewegen, insbesondere die Portierung ist ein Klacks :)
 
Mitglied seit
02.09.2002
Beiträge
3.281
Reaktionen
106
hast du links zu forschungsergebnissen? würde mich interessieren.
?

Java läuft inner VM, muss daher im Großen und Ganzen langsamer sein.
Wobei ... wenn die VM schneller liefe als die eigentliche Maschine, dann ... denkst du was ich denke, Pinky? :ugly:

was für berechnungen überhaupt?
Keine Ahnung, aber wenn man lange genug sucht findet man bestimmt eine Berechnung auf die die Aussage zutrifft.
 

ROOT

Technik/Software Forum, Casino Port Zion
Mitglied seit
17.11.2002
Beiträge
7.052
Reaktionen
38
Ort
MS
Also was ich inzwischen ganz gerne mache ist, das Gros eines Projektes in Python zu schreiben (man wird einfach deutlich schneller fertig, da kann mir keiner was erzählen) und aufwendige Algorithmen extern über ne C-DLL einzubinden.

Getestet hab ich noch nicht ob (und wieviel) das wirklich schneller ist, aber ich geh mal schwer davon aus. ;)
 
Mitglied seit
08.07.2001
Beiträge
1.625
Reaktionen
0
ohne jeden post gelesen zu haben ... ich denke es macht am anfang sinn sich den c krempel anzuschauen mti der ausgabe von c++, allerdings nur für riene beginner...
 

The_Company

Guest
Bog: C und C++ sind in sofern sehr unterschiedlich, weil man sehr unterschieldiche Programmierstile benutzt. Von daher is es auch dumm von "subsets" zu reden. Assembler isn subset von C (C kann asm { ... }), aber man muss es trotzdem lernen.
<klugscheiss>C ist kein Subset von C++, bestimmte Dinge sind in C++ nicht erlaubt, die in C ok sind, weshalb man immer "extern C { ... }" benutzt.</klugscheiss>

Und heutzutage sind eigentlich alle low level Dinge in C oder C++ geschrieben und die Sachen, die darauf basieren in irgendwelchen Scriptsprachen. Linux ist C, der Kern von Firefox ist C++, Google Chrome ist C++, KDE ist C++, GNOME ist C, Python ist C, Apache ist C, Quake ist C, Unreal Tournament ist C++, OpenOffice ist C++. (Für mehr: http://www.ohloh.net/) Von daher, wenn Du irgendsowas coden willst, musst Du C und C++ können.
Meine Arbeit zumindest ist >90% C und C++.

Andererseits: Auch in anderen Sprachen gibts haufenweise Code, meistens alle mit nem eigenen Bereich, wo sie wichtig sind: Sysadmins lieben ihre Skripte (Shell und Perl), Webseiten generiert man in Java und PHP, die Seiten selbst sind Javascript, KI-ler stehen oft auf Lisp.

Von daher: Mach, was Du willst.
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
49.637
Reaktionen
10.259
portierung von java ein klacks? clemens, portier mir mal ne gewachsene, 4 jahre alte server-anwendung in java von windows tomcat nach solaris wsad, am ebsten noch die oberfläche von jsps auf jsf umstellen - welcome to the dll hell of java. da is nix mit klacks. java ist halt in sachen web die bank, die c/c++ auf der client seite ist. am speed von c kann eh nix mitreden was nicht assembler ist.
ansonsten noch raute an compa, seinem post möchte ich noch die beiden gelddruckmaschinen hinzufügen:
cobol und sap. cobol bei allem was autos und banken zusammenhält, sap bei banken. beides letzlich dinosaurier, beides weit davon entfernt auszusterben. du willst schnell unanständig viel geld verdienen? scheiss auf ausbildung und studium, prengel dir cobol rein, amch nen 6 monatiges unbezahltes praktikum bei ner firma die host-anwendungen betreibt um das reale leben kennenzulernen und dann hau in ein x-belibiges social network dingen unter suche "cobol projekte" rein - bingbingbingbing....
 
Oben