- Mitglied seit
- 20.05.2007
- Beiträge
- 1.233
- Reaktionen
- 0
Bei der Zusammenstellung eines Computers stellt sich die Frage: Reicht die auf dem Mainboard integrierte Soundlösung oder ist es besser eine dezidierte Soundkarte zu verwenden?
Zunächst einmal gilt es einen Begriff zu klären der im Zusammenhang mit Soundkarten, Mainboards und Gehäusen ziemlich wichtig ist. Intel High Definition Audio. Dabei handelt es sich nicht um eine konkrete Eigenschaft, sondern um bestimmte Kriterien die Geräte erfüllen müssen um sich mit diesem Zertifikat schmücken zu dürfen. Unter anderem muss die Soundlösung einen speziellen Anschluss bieten an dem die Audiobuchsen an der Frontseite des Gehäuses mit nur einem einzigen Audiokabel angeschlossen werden können. Neben Einfachheit und garantierter Kompatibilität beim Anschluss an das Gehäuse hinaus bietet Intel HD Audio auch eine erweiterte Funktionalität, die automatische Erkennung von Kopfhörern die analog, also mit Klinkenstecker angeschlossen werden. Windows schaltet automatisch andere Lautsprecher stumm, und wechselt auch das Audioprofil der Systemsteuerung sobald Kopfhörer angeschlossen werden.
Warum schlage ich nun die etwas ältere PCI "X-Fi XtremeGamer", und nicht die aktuelle PCI Express "X-Fi Titanium" Soundkarte vor? Der Grund ist die HDMI Audioausgabe. Bei aktuellen NVIDIA Grafikkarten wird das Audiosignal einer Soundquelle über eine interne Verkabelung durch geschliffen und anschließend über den HDMI Anschluss der Grafikkarte ausgegeben. Damit das funktioniert muss die Soundquelle über einen entsprechenden "internen SPDIF Out" Anschluss verfügen. Die "X-Fi Titanium" verfügt nicht über einen solchen Anschluss, und beherrscht somit keine HDMI Audioausgabe. Die beiden Modelle unterscheiden sich sonst kaum. Die "X-Fi Titanium" verfügt allerdings über eine PCI Express Schnittstelle und außerdem angeblich über 16 MB "X-RAM" und eine neue, verbesserte Treiberarchitektur.
Bei der von mir vorgeschlagenen Zusammenstellung für den "Ultimativen StarCraft II Tower" geht es also darum herauszufinden ob der "Realtek ALC888 High Definition Audio Codec" den Intel auf seinem "Desktop Board DP55WB" integriert hat es mit einer "Creative Sound Blaster X-Fi XtremeGamer" Soundkarte aufnehmen kann.
Rechenleistung
Bei Grafikkarten wird oft auch von "Grafikbeschleunigern" gesprochen. Dasselbe trifft prinzipiell auch auf Soundkarten zu. Vergleicht man Spiele Benchmarks mit aktivierten und deaktivierten Soundeffekten dann wird deutlich das Soundeffekte Rechenleistung benötigen. Und der "X-Fi“ Soundchip ist mit Abstand die schnellste Soundhardware die es momentan gibt. Allerdings sind diese Ergebnisse zwar durchaus messbar, in Zeiten von modernen Mehrkernprozessoren aber nicht mehr wirklich praxisrelevant.
Soundqualität
Die Qualität der Audioausgabe ist abhängig vom gewählten Übertragungsweg. Bei digitaler Audioübertragung gibt es keinen Unterschied zwischen dezidierten Soundkarten und integrierten Soundlösungen. Anders sieht es bei analoger Audioausgabe aus. Ob die "X-Fi XtremeGamer" den "Realtek ALC888 High Definition Audio Codec" hier übertrifft hängt von der Qualität der verwendeten Bauteile auf dem Mainboard, deinen Endgeräten und deinem Gehör ab. Beiden, Intel Mainboards und Creative Soundkarten eilt der Ruf voraus hier eine sehr gute Qualität abzuliefern.
Dreidimensionale Soundeffekte und Raumklang
Seit der Einführung von Windows Vista müssen Spiele die Programmierschnittstelle "OpenAL" zur Erzeugung dreidimensionaler Soundeffekte und des Raumklangs verwenden. Dabei ist es egal ob diese Effekte vom Hauptprozessor oder einem speziellen Audioprozessor berechnet werden.
Kompatibilität
Sowohl Creative (ALchemy), als auch Realtek (3D SoundBack) bieten eine Spezielle Software zum Download die in der Fachsprache "OpenAL Wrapper" heißt. Dabei werden, vereinfacht gesagt, von Spielen angeforderte Direct Sound und Direct Sound 3D Befehle in OpenAL übersetzt. Nur so kann auch in alten Spielen, die noch keine eigene OpenAL Unterstützung bieten, auch unter Windows Vista und höheren Windows Versionen Dreidimensionale Soundeffekte und Raumklang aktiviert werden. Hier ist die Creative Soundkarte dann auch klar im Vorteil. Der "Realtek ALC888 High Definition Audio Codec" beherrscht zwar EAX 1.0 und 2.0, nicht aber die EAX 3.0, 4.0 und 5.0 Effekte, die die "X-Fi XtremeGamer" natürlich spielend meistert. Denn EAX ist eine propertiäre Schnittstelle die ab Version 3.0 nur mit Creative Labs hauseigenen Soundkarten zugänglich ist, erst für die Version 5.0 wird eine Karte mit "X-Fi" Chip zwingend benötigt.
Preis
Da man um den Kauf eines Mainboards kaum herumkommt und nahezu jedes eine integrierte Soundlösung bietet lässt sich diese mit 0 € veranschlagen. Eine X-Fi kostet dagegen ca. 70 €.
Was ist nun also das Fazit dieser Überlegungen?
Eine dezidierte Soundkarte ist kein muss mehr. Wenn man aber Spiele- Klassiker wie Diablo II auch unter Windows Vista und höheren Windows Versionen mit dreidimensionalen Soundeffekten und Raumklang genießen will macht es durchaus Sinn den Rechner mit einer Creative Soundkarte auszustatten. Alle Creative Soundkarten ab der Audigy Serie leisten in Sachen Kompatibilität gute Dienste. Noch ältere Creative Karten werden von der „ALchemy“ Software allerdings nicht mehr unterstützt, hier wird in jedem Fall ein Neukauf nötig. Auch die Qualität des analogen Ausgangs und die Anschlüsse für besonderes Audioequipment können durchaus für eine dezidierte Soundkarte sprechen. Bei modernen Spielen die "OpenAL" Unterstützung bieten, muss man jedenfalls auch bei Verwendung des "Realtek ALC888 High Definition Audio Codec" keinerlei Abstriche bei Soundeffekten und Raumklang machen.
Zunächst einmal gilt es einen Begriff zu klären der im Zusammenhang mit Soundkarten, Mainboards und Gehäusen ziemlich wichtig ist. Intel High Definition Audio. Dabei handelt es sich nicht um eine konkrete Eigenschaft, sondern um bestimmte Kriterien die Geräte erfüllen müssen um sich mit diesem Zertifikat schmücken zu dürfen. Unter anderem muss die Soundlösung einen speziellen Anschluss bieten an dem die Audiobuchsen an der Frontseite des Gehäuses mit nur einem einzigen Audiokabel angeschlossen werden können. Neben Einfachheit und garantierter Kompatibilität beim Anschluss an das Gehäuse hinaus bietet Intel HD Audio auch eine erweiterte Funktionalität, die automatische Erkennung von Kopfhörern die analog, also mit Klinkenstecker angeschlossen werden. Windows schaltet automatisch andere Lautsprecher stumm, und wechselt auch das Audioprofil der Systemsteuerung sobald Kopfhörer angeschlossen werden.
Warum schlage ich nun die etwas ältere PCI "X-Fi XtremeGamer", und nicht die aktuelle PCI Express "X-Fi Titanium" Soundkarte vor? Der Grund ist die HDMI Audioausgabe. Bei aktuellen NVIDIA Grafikkarten wird das Audiosignal einer Soundquelle über eine interne Verkabelung durch geschliffen und anschließend über den HDMI Anschluss der Grafikkarte ausgegeben. Damit das funktioniert muss die Soundquelle über einen entsprechenden "internen SPDIF Out" Anschluss verfügen. Die "X-Fi Titanium" verfügt nicht über einen solchen Anschluss, und beherrscht somit keine HDMI Audioausgabe. Die beiden Modelle unterscheiden sich sonst kaum. Die "X-Fi Titanium" verfügt allerdings über eine PCI Express Schnittstelle und außerdem angeblich über 16 MB "X-RAM" und eine neue, verbesserte Treiberarchitektur.
Bei der von mir vorgeschlagenen Zusammenstellung für den "Ultimativen StarCraft II Tower" geht es also darum herauszufinden ob der "Realtek ALC888 High Definition Audio Codec" den Intel auf seinem "Desktop Board DP55WB" integriert hat es mit einer "Creative Sound Blaster X-Fi XtremeGamer" Soundkarte aufnehmen kann.
Rechenleistung
Bei Grafikkarten wird oft auch von "Grafikbeschleunigern" gesprochen. Dasselbe trifft prinzipiell auch auf Soundkarten zu. Vergleicht man Spiele Benchmarks mit aktivierten und deaktivierten Soundeffekten dann wird deutlich das Soundeffekte Rechenleistung benötigen. Und der "X-Fi“ Soundchip ist mit Abstand die schnellste Soundhardware die es momentan gibt. Allerdings sind diese Ergebnisse zwar durchaus messbar, in Zeiten von modernen Mehrkernprozessoren aber nicht mehr wirklich praxisrelevant.
Soundqualität
Die Qualität der Audioausgabe ist abhängig vom gewählten Übertragungsweg. Bei digitaler Audioübertragung gibt es keinen Unterschied zwischen dezidierten Soundkarten und integrierten Soundlösungen. Anders sieht es bei analoger Audioausgabe aus. Ob die "X-Fi XtremeGamer" den "Realtek ALC888 High Definition Audio Codec" hier übertrifft hängt von der Qualität der verwendeten Bauteile auf dem Mainboard, deinen Endgeräten und deinem Gehör ab. Beiden, Intel Mainboards und Creative Soundkarten eilt der Ruf voraus hier eine sehr gute Qualität abzuliefern.
Dreidimensionale Soundeffekte und Raumklang
Seit der Einführung von Windows Vista müssen Spiele die Programmierschnittstelle "OpenAL" zur Erzeugung dreidimensionaler Soundeffekte und des Raumklangs verwenden. Dabei ist es egal ob diese Effekte vom Hauptprozessor oder einem speziellen Audioprozessor berechnet werden.
Kompatibilität
Sowohl Creative (ALchemy), als auch Realtek (3D SoundBack) bieten eine Spezielle Software zum Download die in der Fachsprache "OpenAL Wrapper" heißt. Dabei werden, vereinfacht gesagt, von Spielen angeforderte Direct Sound und Direct Sound 3D Befehle in OpenAL übersetzt. Nur so kann auch in alten Spielen, die noch keine eigene OpenAL Unterstützung bieten, auch unter Windows Vista und höheren Windows Versionen Dreidimensionale Soundeffekte und Raumklang aktiviert werden. Hier ist die Creative Soundkarte dann auch klar im Vorteil. Der "Realtek ALC888 High Definition Audio Codec" beherrscht zwar EAX 1.0 und 2.0, nicht aber die EAX 3.0, 4.0 und 5.0 Effekte, die die "X-Fi XtremeGamer" natürlich spielend meistert. Denn EAX ist eine propertiäre Schnittstelle die ab Version 3.0 nur mit Creative Labs hauseigenen Soundkarten zugänglich ist, erst für die Version 5.0 wird eine Karte mit "X-Fi" Chip zwingend benötigt.
Preis
Da man um den Kauf eines Mainboards kaum herumkommt und nahezu jedes eine integrierte Soundlösung bietet lässt sich diese mit 0 € veranschlagen. Eine X-Fi kostet dagegen ca. 70 €.
Was ist nun also das Fazit dieser Überlegungen?
Eine dezidierte Soundkarte ist kein muss mehr. Wenn man aber Spiele- Klassiker wie Diablo II auch unter Windows Vista und höheren Windows Versionen mit dreidimensionalen Soundeffekten und Raumklang genießen will macht es durchaus Sinn den Rechner mit einer Creative Soundkarte auszustatten. Alle Creative Soundkarten ab der Audigy Serie leisten in Sachen Kompatibilität gute Dienste. Noch ältere Creative Karten werden von der „ALchemy“ Software allerdings nicht mehr unterstützt, hier wird in jedem Fall ein Neukauf nötig. Auch die Qualität des analogen Ausgangs und die Anschlüsse für besonderes Audioequipment können durchaus für eine dezidierte Soundkarte sprechen. Bei modernen Spielen die "OpenAL" Unterstützung bieten, muss man jedenfalls auch bei Verwendung des "Realtek ALC888 High Definition Audio Codec" keinerlei Abstriche bei Soundeffekten und Raumklang machen.
Zuletzt bearbeitet:


