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Arabische Clans in Deutschland

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Ja, das erklärt ganz bestimmt vollständig, warum arabisch-stämmige unter den Berliner Intensivtätern um den Faktor 20 überrepräsentiert sind.

Na ja, mit einem Dummy "Araber" erklärst du jetzt auch erst mal noch gar nichts, weil du haufenweise false positives produzieren würdest.
 
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Was möchtest du genau damit Affen? Kausalität ist ausgeschlossen, wenn das gemessene Ereignis relativ selten ist?
 
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Benrath

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Deine prediction is doch auch furn Arsch. Nur weil dein Gruppen Dummy auf eine Untergruppe gut passt ist es kein guter predicator für irgendwas wenn sonst 99% der Gruppe nicht in die Untergruppe passen die du scheinbar vorhersagen möchtest
 
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Ich habe erstmal keine prediction, sondern die Beobachtung, dass Intensivtäter in der arabischen "Community" um den Faktor 20 überrepräsentiert sind.

Solange ich keine hinreichenden Erklärungen dafür habe, gehe ich stark davon aus, dass es etwas mit dieser Kultur zu tun hat. Das ist eine Vermutung, keine prediction.
 

Benrath

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Du kannst doch keine Vermutung validieren in dem du ein trainigsset analyisierst das nur aus der Gruppe besteht die du erklären möchtest
 
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Habe ich doch. Beobachtung ist, 43% arabisch-stämmige, 32% türkisch-stämmige. Bleiben 25% aus allen anderen Hintergründen (deutsch, polnisch, tschetschenisch, ..).

Ich bin auf deine tiefergehende Analyse gespannt.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Was möchtest du genau damit Affen? Kausalität ist ausgeschlossen, wenn das gemessene Ereignis relativ selten ist?


Wie kommst du darauf? Ich will bloß sagen, dass dein Modell unterkomplex ist. Gerade bei einer zu erklärenden Variable wie "Vielfachtäter" ist doch klar, dass da eine andauernde und immer wieder wiederholte Willensäußerung dahinter steht; Leute rutschen nicht einfach mal mit der Hand aus und haben dann auf einmal zehn Verfahren am Laufen. Insofern würde ich davon ausgehen, dass hier die Signal/Noise-Ratio des DGP "Was macht jemandem zu einem Intensivtäter" nicht so unvorteilhaft ist, dass man mit einem Modell quasi nichts erklären kann, was halt bei einem Modell das nur Dummies für ethnische Herkunft hat der Fall wäre, denn:


Habe ich doch. Beobachtung ist, 43% arabisch-stämmige, 32% türkisch-stämmige. Bleiben 25% aus allen anderen Hintergründen (deutsch, polnisch, tschetschenisch, ..).

Ich bin auf deine tiefergehende Analyse gespannt.

Du verstehst nicht was er sagen will glaube ich. Das Problem an einem einfachen "Araber-Dummy-Modell" ist nicht die Erklärung für die nicht-arabischstämmigen Intensivtäter, sondern die Erklärung für die arabischstämmigen Menschen, die keine Intensivtäter werden, von denen es sehr, sehr, sehr viel mehr gibt als arabischstämmige Intensivtäter. D.h. dein Modell würde auch für arabischstämmige Menschen nie "Intensivtäter" voraussagen, eben weil Intensivtäter, selbst wenn sie sehr viel häufiger sind als in der autochthonen Bevölkerung, immer noch eine verschwindende Minderheit innerhalb der arabischstämmigen Bevölkerung sind. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes als würdest du "Wer baut tödliche Unfälle im Straßenverkehr?" mit "fährt einen Sportwagen" erklären wollen.
 
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Kannst du gern machen, bin auf deine Ergebnisse gespannt.

Ich habe dafür weder Zeit noch Daten. Daher bleibe ich bis auf weiteres bei meiner Hypothese, dass es an einer Mischung aus klassischen sozio-demografischen Faktoren und der Kultur liegt. Und dass auch die Ausprägung der sozio-demografischen Faktoren wieder partiell an der Kultur liegt.

Die Existenz von einer großen Mehrheit, die nicht zum Intensivtäter wird, ist dafür relativ belanglos.

Zum einen gilt das für alle seltenen Ereignisse. Bspw Mörder oder Terroristen. Zum anderen sagt ja niemand, dass konservativer Islam ein hinreichendes Kriterium für Terrorismus ist, oder dass arabischer Migrationshintergrund hinreichendes Kriterium für Straftaten ist. Aber eben ein relevanter Faktor. Ich mache mir ja auch keine Gedanken, warum die meisten Rassisten in irgendwelchen rechten Kneipen nicht zum Mörder werden.
 

Celetuiw

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Die klassisch in der Soziologie angenommenen Faktoren, die die Herausbildung von gewaltkriminellen Strukturen begünstigen sind
-bildungsgrad im Elternhaus
- finanzielle Lage im Elternhaus
- berufliche Perspektive/Vorbildfunktion im sozialen Umfeld.

Als Überprüfung deiner Hypothese wäre hilfreich zu vergleichen, wie hoch die Quote an Intensivtätern aus dem gleichen sozialen Millieu ist, also in dem man arabischstämmige mit deutschstämigen Jugendliche aus Akademikerfamilien mit vergleichbarem sozialem Umfeld vergleicht.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Kannst du gern machen, bin auf deine Ergebnisse gespannt.


Wieso sollte ich? Du bist doch derjenige, der hier wild Erklärungen rausballert, was womit zu tun hat. Das wäre schon an dir, dafür irgendwelche Anhaltspunkte zu finden, die über einfachste gedankliche Modelle hinausgehen, die auch eigentlich rein gar nichts aussagen, weil sie halt 99% false positives produzieren.


Ich habe dafür weder Zeit noch Daten. Daher bleibe ich bis auf weiteres bei meiner Hypothese, dass es an einer Mischung aus klassischen sozio-demografischen Faktoren und der Kultur liegt. Und dass auch die Ausprägung der sozio-demografischen Faktoren wieder partiell an der Kultur liegt.

Die Existenz von einer großen Mehrheit, die nicht zum Intensivtäter wird, ist dafür relativ belanglos.


Wenn du glaubst dass das belanglos ist, verstehst du offensichtlich nicht, wie kausale Zusammenhänge funktionieren. Selbst wenn jeder einzelne Intensivtäter einen arabischen Migrationshintergrund hätte, wenn 99% derjenigen mit arabischem Migrationshintergrund keine Intensivtäter werden, dann ist die Variable die du dir anschaust maximal notwendig, aber extrem weit entfernt davon eine plausible Erklärung zu sein. Vulgo: Stammtischgeschwätz.


Zum einen gilt das für alle seltenen Ereignisse. Bspw Mörder oder Terroristen. Zum anderen sagt ja niemand, dass konservativer Islam ein hinreichendes Kriterium für Terrorismus ist, oder dass arabischer Migrationshintergrund hinreichendes Kriterium für Straftaten ist. Aber eben ein relevanter Faktor. Ich mache mir ja auch keine Gedanken, warum die meisten Rassisten in irgendwelchen rechten Kneipen nicht zum Mörder werden.

Sowohl bei Mord als auch bei Terrorismus haben Leute jedenfalls bessere Modelle hervorgebracht als "muss an der Ethnie liegen". :rolleyes:
 
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Als Überprüfung deiner Hypothese wäre hilfreich zu vergleichen, wie hoch die Quote an Intensivtätern aus dem gleichen sozialen Millieu ist, also in dem man arabischstämmige mit deutschstämigen Jugendliche aus Akademikerfamilien mit vergleichbarem sozialem Umfeld vergleicht.
Ich denke sinnvoller wäre es an dieser Stelle, Araber und Deutsche aus bildungsfernen Schichten zu vergleichen.
Dafür müssten sich doch auch Zahlen ermitteln lassen, wenn man die o.g. Zahlen nimmt und anreichert und darauf basierend einen Anteil deutschstämmiger Intensivtäter zugrundelegt.

Das einzige, was diese Morde erheblich macht, ist dass wir wissen, dass man mit dem Gedankengut auch sehr leicht noch viel schlimmere Verbrechen bewerkstelligen kann, weil das bei uns tatsächlich demonstriert wurde.
Sowohl bei Mord als auch bei Terrorismus haben Leute jedenfalls bessere Modelle hervorgebracht als "muss an der Ethnie liegen". :rolleyes:

Klingt für mich stark nach Doppelstandards.

Wenn du glaubst dass das belanglos ist, verstehst du offensichtlich nicht, wie kausale Zusammenhänge funktionieren. Selbst wenn jeder einzelne Intensivtäter einen arabischen Migrationshintergrund hätte, wenn 99% derjenigen mit arabischem Migrationshintergrund keine Intensivtäter werden, dann ist die Variable die du dir anschaust maximal notwendig, aber extrem weit entfernt davon eine plausible Erklärung zu sein.

Es redet hier keiner von Monokausalität. Und bei den hier genannten Zahlen die "ethnische Prägung" / Erziehung / das "Gedankengut das in diesen Milieus vorherrscht" als relevanten Einflussfaktor zu vermuten, ist durchaus naheliegend und sicherlich nicht "extrem weit entfernt davon eine plausible Erklärung zu sein".
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Klingt für mich stark nach Doppelstandards.

Was soll das mit Doppelstandards zu tun haben? Dass man mit Nationalismus oder Ethnozentrismus großflächige Verbrechen gegen die Menschlichkeit rechtfertigen kann ist ja nun wirklich kein rein deutsches Phänomen, wir haben es nur am nachdrücklichsten bewiesen.


Es redet hier keiner von Monokausalität. Und bei den hier genannten Zahlen die "ethnische Prägung" / Erziehung / das "Gedankengut das in diesen Milieus vorherrscht" als relevanten Einflussfaktor zu vermuten, ist durchaus naheliegend und sicherlich nicht "extrem weit entfernt davon eine plausible Erklärung zu sein".

Wenn das so naheliegend wäre, würde es keine so niedrige Quote an Treffern produzieren. Mir ist schon klar dass das ein generelles Phänomen ist, aber jeder muss sich nur mal überlegen, wie er darüber denkt, wenn eine extrem allgemeine und wenig trennscharfe Erklärung für ein Phänomen gebracht wird, bei dem einem selbst die Erklärung nicht passt und voila: Schon finden man selbst es nicht einsichtig, warum ausgerechnet das die Erklärung sein soll. Ich erinnere nur an die Amokschütze/Killerspiele-Debatten, die wir alle vor 20 Jahren mitbekommen haben.
 
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Ich weiß nicht, welcher konkrete Sachverhalt hier gerade zur Disposition steht. Aber bezüglich dieses "99% false positives"-Argument würde ich a priori dasselbe einwenden, was ich neulich schon mal bezüglich der Monothematisierung statistisch erfasster Kriminalität gesagt habe: Asoziales Verhalten folgt einem Spektrum, an dessen einem Ende der Intensivtäter steht. Aber wenn diese Form unerwünschten Verhaltens innerhalb einer Gruppe stark gehäuft auftritt, halte ich es erstmal für plausibel, dass das auch zutrifft auf deutlich mildere und dafür häufigere Verhaltensweisen, die trotzdem noch dazu führen, dass man die jeweiligen Individuen nicht als Mitbürger schätzt. Trotzdem wird man (siehe Bootdiskette) regelmäßig dafür angegriffen, wenn man diesen an sich schon plausiblen Sachverhalt durch seine Erfahrung betätigt sieht.
 
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