• Liebe User, bitte beachtet folgendes Thema: Was im Forum passiert, bleibt im Forum! Danke!
  • Hallo Gemeinde! Das Problem leidet zurzeit unter technischen Problemen. Wir sind da dran, aber das Zeitkontingent ist begrenzt. In der Zwischenzeit dürfte den meisten aufgefallen sein, dass das Erstellen von Posts funktioniert, auch wenn das Forum erstmal eine Fehlermeldung wirft. Um unseren Löschaufwand zu minimieren, bitten wir euch darum, nicht mehrmals auf 'Post Reply' zu klicken, da das zur Mehrfachposts führt. Grußworte.

Sozialstaat Deutschland Quo vaids?

Gelöschtes Mitglied 137386

Guest
Naja. In dem Fall, dass der Mieter nicht anreisen kann, sehe ich das noch. Aber wenn wegen eines Lockdowns die sachgemäße Nutzung per se ausgeschlossen ist, dann fällt das für mich eher in die Verantwortung des Eigentümers, weil seine Bude für diesen Zeitraum eben unbrauchbar ist, außer vielleicht als Warenlager. Wenn das Haus abbrennt, kannst du ja auch nicht bis zur ordentlichen Kündigung weiter Miete verlangen, weil Vertrag und so.

Die juristische Frage ist halt, in wessen Risikospähre eine solche, von keinem der Vertragsparteien zu verantwortende, Unnutzbarkeit fällt. mE gibt es für beide Ansichten gute Argumente, aber die Gerichte tendieren aktuell dazu das Risiko beim Mieter zu sehen, da der Vermieter es eben nicht zu verantworten hat, dass die Wohnung in der Zeit unbrauchbar ist, sondern die Behörde, welche die Quarantäne anordnet.

Wenn das Mietobjekt komplett abbrennt, hast du eine etwas andere Situation, da das Mietverhältnis durch Zerstörung des Mietobjekts erlischt. Wenn die Wohnung aber nur vorübergehend unbrauchbar wird (bspw. auch bei einem Brand), muss die Miete grds. weitergezahlt werden. Der Mieter kann die Miete jedoch nach § 536 BGB mindern, weil sie einen Mangel aufweist, den er nicht zu vertreten hat. Das Problem bei Benraths Fall ist aber mE, dass die Nichtnurzbarkeit nicht auf einem Mangel iSd. Gesetzes basiert, (der der Grund für die Nichtnutzbarkeit liegt nicht in der Mietsache selbst) und daher § 536 BGB keine Anwendung findet. Aber ich gebe zu, dass man das sehr gut auch anders sehen kann.
 
Mitglied seit
25.09.2014
Beiträge
5.338
Reaktionen
1.487
Die geltende Rechtslage kann man viel diskutieren, aber letztlich ist es eine politische Frage, wem man in dieser speziellen Situation den Vorrang einräumt.
parats hat Recht, dass dabei für die meisten auch eine Rolle spielt, welche Art von Eigentümer hier betroffen bist. Aber ungeachtet der Frage, ob man auf sowas überhaupt politisch Rücksicht nehmen kann oder sollte: Hier sind ja Geschäftsräume betroffen. Ohne für diesen empirischen Claim meine Hand ins Feuer zu legen würde ich mal davon ausgehen, dass der Eigentümer hier in aller Regel kein ganz kleiner Fisch ist, sondern mindestens jemand, dem das zugehörige Mehrfamilienhaus gehört oder gleich noch ein paar Nummern größer.

Das heißt jetzt nicht, dass der gewerbetreibende Mieter per se in der schwächeren Position ist. Aber das Recht ist ein Breitschwert und kein Skalpell. Allgemein kann man imo einen guten Punkt machen, dass auf Mieterseite hier regelmäßig eher das Produktivvermögen steht und mehr Arbeitsplätze im Feuer.
Letztlich gehts ja auch gar nicht darum, dass jemand pleite geht. Aber es wäre imo ein politisch dürftiges Ergebnis, wenn Immobilienkonzerne ihre Rendite halten könnten und da zu einem nicht geringen Teil Staatsgeld deinstecken würde.
Ob das so ist oder so kommt, kA.

Was hat so ein so ein Geschäft/Gastrobetrieb sonst noch an Fixkosten, abgesehen von Personal, wofür es Kurzarbeit gibt?
Energiekosten fallen mir noch ein. Auch da könnte man gern die Gläubiger beanspruchen.
 
Mitglied seit
19.05.2003
Beiträge
19.993
Reaktionen
849
Sieht leider eher schlecht aus. Hab aus Spaß innerhalb unseres pro bono Programms einer Bekannten geholfen beim Versuch eine Mietminderung durchzusetzen, weil sie aufgrund einer Ausreisesperre in ihrem Heimatland keine Möglichkeit zur Nutzung der Mietwohnung hatte. Keine Chance vor Gericht. Ist auch teleologisch natürlich konsequent, der Vermieter muss ja grsd. nicht für Risiken außerhalb seines Einflussbereichs einstehen.

Wenn morgen eine Baustelle neben meinem Haus startet und viel Lärm macht, kann ich doch auch mindern. Weder Vermieter noch ich können was dafür. Oder ist das urban legend wissen?
 
Mitglied seit
27.06.2006
Beiträge
1.653
Reaktionen
89
Dann entsteht durch die Baustelle aber ein Mangel an der Wohnung durch Lärm. In Heators Fall ist die Wohnung ja ohne Mangel weiter nutzbar. Das man als Mieter irgendwo hockt, wo man nicht weg kommt hat in dem Fall nichts mit der Wohnung zu tun.
 
Mitglied seit
19.05.2003
Beiträge
19.993
Reaktionen
849
Dann entsteht durch die Baustelle aber ein Mangel an der Wohnung durch Lärm. In Heators Fall ist die Wohnung ja ohne Mangel weiter nutzbar. Das man als Mieter irgendwo hockt, wo man nicht weg kommt hat in dem Fall nichts mit der Wohnung zu tun.

Ich hab ja auch nie von Heators Fall gesprochen sondern von Corona generell.

Die normalen 0815 Mieter haben halt eventuell weniger Geld können aber normal in ihrer Wohnung wohnen. Da sehe ich keinen Minderungsgrund. Man kann überlegen Mietern zu helfen, aber eigentlich gibts dafür schon genug Prozesse.

Heators Fall ist sehr speziell und jetzt nicht mein Ausgangspunkt.

Mir gehts um kommerzielle Mieter, die afaik beim Baustellenbeispiel mindern könnten. Teilweise haben ganze Einkaufszentren geschlossen, warum sollten die Ladenmieter jetzt miete zahlen? Wofür?
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.274
Reaktionen
2.817
[Edit]
Okay, hab mir das nochmal versucht vorzustellen und tatsächlich wären wohl Banken sehr schnell betroffen, weil so viele Mieteinnahmen wegfallen, dass die Eigentümer ihre Kredite nicht bedienen können. Dann müsste man direkt die Banken stützen bzw. die ausgefallenen Kredite entschädigen.
Frage wäre nun: Lohnt sich der Umweg, um die Immobilieneigentümer etwas zu schröpfen? Am Ende vermutlich nicht.

Zumindest wäre kein großer Vorteil gegenüber dem normalen Weg, dass man versucht sich etwas Geld über Steuern auf Gewinne oder Vermögen wiederzuholen.


Ich würde vor allem Bedenken, dass das Szenario mehr oder weniger in einer reibungsverlustlosen Welt spielt. Bis du die Banken gestützt hast dürfte sich bereits Panik am Markt verbreitet haben. Ist natürlich alles schwer zu sagen, weil das außerhalb unserer Erfahrungswerte spielt, aber ich vermute du würdest als deutsche Bank instant deinen Zugang zum interbank lending Markt verlieren.
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen
Natürlich. Die Energiewirtschaft in D ist ein Desaster. Voll von Subventionen für den planwirtschaftlichen moral highground mit dem Ergebnis, dass Energie so teuer wie nirgends ist.
 
Mitglied seit
09.02.2021
Beiträge
3.304
Reaktionen
3.065
6 jahre später. unsere regierung kümmert sich nun um die wichtigen fragen:

Das Finanzministerium betonte zwar, ihm sei wichtig, "dass die Senkungen an die Reisenden weitergegeben werden". Doch zwingen kann die Regierung die Airlines nicht.

 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.274
Reaktionen
2.817
6 jahre später. unsere regierung kümmert sich nun um die wichtigen fragen:





Der Flughafenverband ADV kritisierte, im europäischen Vergleich gebe es auch mit den neuen Steuersätzen weiterhin gravierende Nachteile für deutsche Flughäfen. Ein Flugzeug, das von einem deutschen Flughafen abhebt, werde durchschnittlich mit 4.531 Euro staatlichen Kosten belastet. Im europäischen Ausland lägen Kosten für einen innereuropäischen Flug dagegen im Schnitt bei 2.326 Euro.

Na, wenn ich das gewusst hätte wäre ich natürlich statt Frankfurt <--> JFK aus Riga oder Warschau oder Split geflogen.
 

Scorn4

Servitor
Mitglied seit
13.02.2003
Beiträge
6.130
Reaktionen
1.003
Ort
Münster
Für mich ist es günstiger und schneller, aus Amsterdam zu fliegen als aus Frankfurt. Muss nicht gleich Riga oder Split sein
 
Mitglied seit
27.06.2014
Beiträge
4.119
Reaktionen
1.642
Ort
Hamburg
Man könnte das ja auch gezielt adressieren, bspw indem Flüge über X km weniger kosten - wenn man es für nötig finden würde, dass deutsche Flughäfen als Drehkreuze besser funktionieren.

Für die allermeisten kürzeren Flüge ist das ja irrelevant, weil es nur in wenigen Fällen attraktive Alternativen gibt.

Und wo es Alternativen gibt, ist das ja ohnehin schon gut für den Kunden qua Wettbewerb.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.274
Reaktionen
2.817
Für mich ist es günstiger und schneller, aus Amsterdam zu fliegen als aus Frankfurt. Muss nicht gleich Riga oder Split sein

Aus Amsterdam kriegst du aber höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht den europäischen Durchschnittspreis. Und das geht auch nur, wenn man wie du ungefähr gleich weit weg von beiden wohnt (oder deutlich näher an Amsterdam). Welcher Deutsche wohnt schon in vertretbarer Nähe zu einem wirklich günstigen europäischen Flughafen?
 

Scorn4

Servitor
Mitglied seit
13.02.2003
Beiträge
6.130
Reaktionen
1.003
Ort
Münster
Aus Amsterdam kriegst du aber höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht den europäischen Durchschnittspreis.
Das nicht. Es ist trotzdem günstiger.
Aus Münster sind es 3,5 Stunden nach Frankfurt und 3 Stunden nach Amsterdam.
Einen europäischen Durchschnittspreis in einem Land mit deutlich überdurchschnittlichem Einkommen/Vermögen/Wohlstand zu erwarten, ist vielleicht nicht realistisch. Für alles mögliche dann die Steuern zu senken ist wohl auch nicht die beste Idee.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.274
Reaktionen
2.817
Bin immer wieder von den Höchstleistungen unserer Regierung beeindruckt btw: Vor dem Wochenende hat man sich öffentlich darüber zerstritten, welche Maßnahme man zur kurzfristigen Entlastung der Bürger machen soll. Ich hatte ja mit viel gerechnet, aber nicht mit "Mineralölsteuer senken". Das war nämlich eine der wenigen Maßnahmen, von denen sich beide beteiligte Ministerien (Finanzen und Wirtschaft) einig waren, dass das eine dumme Idee ist. :ugly:
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
49.981
Reaktionen
10.387
Wieso? hilft doch vor allem den wohlhabenden, business as usual...
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
49.981
Reaktionen
10.387
Weil es einen statistischen Zusammenhang zwischen Verbrauch von Benzin und dem Einkommen gibt. Vielverdiener sind Vielfahrer, Wenigverdiener sind Wenigfahrer.
Ja, mir ist klar das das auch für Heizöl etc. pp gilt, aber der Einfluss auf das Portmonaie von Vielverdienern wird vermutlich auch hier größer sein als beim Prekariat.
Das ist btw. die Argumentation der Experten, die das BMW und BMF vorgebrieft haben...
 

haschischtasche

Ährenpenis
Mitglied seit
28.09.2002
Beiträge
38.105
Reaktionen
8.064
Zudem wird dann aller Voraussicht nach in ein paar Monaten das Loch mit Anheben der Mehrwertsteuer gestopft, was Leute wo gen 100% des Einkommens direkt in Konsumgüter geht (und die öfters auch mal garkein Kraftfahrzeug haben) nochmal deutlich schwerwiegender trifft.
:deliver:
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen
Und in die Rechnung sind einfach alle PKWs eingeflossen oder nur die, die in privater Nutzung sind?
Mit Verlaub, die Senkung der Mineralölsteuer ist das so ziemlich simpelste, was direkt gemacht werden kann und einen direkten Effekt hat. Das man sich nicht für die co2 Abgabe entschieden hat, ist in der Tat interessant. Vermutlich wollte man aber den Zulauf beim KTF damit nicht schmälern.
Ich bin grundsätzlich kein Freund der Giesskanne, aber wenn ich pragmatisch die Last aller Pendler senken kann, dann lässt sich sowas zeitlich befristet (2 Monate sind angedacht) doch ideal umsetzen.
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.274
Reaktionen
2.817
Weil es einen statistischen Zusammenhang zwischen Verbrauch von Benzin und dem Einkommen gibt. Vielverdiener sind Vielfahrer, Wenigverdiener sind Wenigfahrer.
Ja, mir ist klar das das auch für Heizöl etc. pp gilt, aber der Einfluss auf das Portmonaie von Vielverdienern wird vermutlich auch hier größer sein als beim Prekariat.
Das ist btw. die Argumentation der Experten, die das BMW und BMF vorgebrieft haben...

"Vor allem" wie im ersten Post würde ich wahrscheinlich nicht sagen, aber der Post trifft es schon: Es ist halt eher wieder die Gießkanne, noch dazu eine löchrige (wg. Fragen der Steuerinzidenz).


Und in die Rechnung sind einfach alle PKWs eingeflossen oder nur die, die in privater Nutzung sind?
Mit Verlaub, die Senkung der Mineralölsteuer ist das so ziemlich simpelste, was direkt gemacht werden kann und einen direkten Effekt hat. Das man sich nicht für die co2 Abgabe entschieden hat, ist in der Tat interessant. Vermutlich wollte man aber den Zulauf beim KTF damit nicht schmälern.
Ich bin grundsätzlich kein Freund der Giesskanne, aber wenn ich pragmatisch die Last aller Pendler senken kann, dann lässt sich sowas zeitlich befristet (2 Monate sind angedacht) doch ideal umsetzen.

Der Punkt ist aber gerade, eben NICHT die Last aller Pendler zu senken, sondern nur die derjenigen, die es wirklich brauchen. Er hat ja durchaus recht damit dass viele derjenigen, die besonders viel fahren, auch vergleichsweise gut verdienen.
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen
Der Punkt ist aber gerade, eben NICHT die Last aller Pendler zu senken, sondern nur die derjenigen, die es wirklich brauchen. Er hat ja durchaus recht damit dass viele derjenigen, die besonders viel fahren, auch vergleichsweise gut verdienen.
Geh ich mit. Aber wenn es unmittelbar helfen soll, dann sind die Optionen mWn sehr beschränkt. Im Raum stand noch die Erhöhung der Pendlerpauschale, die kommt aber zu spät.
Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ist auch auf dem Tisch gewesen. Wäre meiner Meinung nach die beste Option gewesen. Man darf aber nicht vergessen, dass Logistik und Transportkosten große Kostenblöcke haben - Lohnkosten und Energiekosten. Zumindest auf den letzten Teil wirken sich die 17ct dann positiv aus.

Und ganz allgemein - immerhin passiert doch überhaupt was. Ich fand die Ampel am Ende schon echt enttäuschend, aber was die aktuelle Groko seit mehr als einem Jahr da macht ist echt unterirdisch. Es passiert quasi gar nichts.
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
49.981
Reaktionen
10.387
Naja, wenn man von "nichts" kommt, ist "irgendwas machen" natürlich ein Fortschritt. Wenn das dann aber eben fast gar nicht die untersten trifft, ists mir eigentlich fast lieber sie täten nischt.,
Und ich profitiere sehr stark davon, nur mal so...
 

Scorn4

Servitor
Mitglied seit
13.02.2003
Beiträge
6.130
Reaktionen
1.003
Ort
Münster
Wie wäre es mit einem Höchstpreis pro Kraftstoffart von x Cent über dem Wochentiefpreis pro Barrel?
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
Mitglied seit
22.03.2004
Beiträge
7.274
Reaktionen
2.817
Geh ich mit. Aber wenn es unmittelbar helfen soll, dann sind die Optionen mWn sehr beschränkt. Im Raum stand noch die Erhöhung der Pendlerpauschale, die kommt aber zu spät.
Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ist auch auf dem Tisch gewesen. Wäre meiner Meinung nach die beste Option gewesen. Man darf aber nicht vergessen, dass Logistik und Transportkosten große Kostenblöcke haben - Lohnkosten und Energiekosten. Zumindest auf den letzten Teil wirken sich die 17ct dann positiv aus.

Und ganz allgemein - immerhin passiert doch überhaupt was. Ich fand die Ampel am Ende schon echt enttäuschend, aber was die aktuelle Groko seit mehr als einem Jahr da macht ist echt unterirdisch. Es passiert quasi gar nichts.

Na ja, "Tankrabatt" hat die Ampel ja auch hinbekommen.

Die Frage ist halt, was man für das eigentliche Problem hält, das man bekämpfen will: Sind es die hohen Benzinpreise selbst oder ist es der Kaufkraftverlust, der daraus (direkt und indirekt) resultieren wird? In meinen Augen sollte man primär den Kaufkraftverlust ins Auge fassen, nicht die Benzinpreise, weil die deutsche Volkswirtschaft sowieso schon unter mangelnder Nachfrage leidet. In den Augen der Regierung geht es offensichtlich hauptsächlich darum, Autofahrer zu entlasten.
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen
Tankst Du dein Auto mit Rohöl? Wenn ja was nimmst du da gerne? WTI oder Brent?
Und vor allem, wie willst Du das im internationalen Wettbewerb durchsetzen?

Na ja, "Tankrabatt" hat die Ampel ja auch hinbekommen.

Die Frage ist halt, was man für das eigentliche Problem hält, das man bekämpfen will: Sind es die hohen Benzinpreise selbst oder ist es der Kaufkraftverlust, der daraus (direkt und indirekt) resultieren wird? In meinen Augen sollte man primär den Kaufkraftverlust ins Auge fassen, nicht die Benzinpreise, weil die deutsche Volkswirtschaft sowieso schon unter mangelnder Nachfrage leidet. In den Augen der Regierung geht es offensichtlich hauptsächlich darum, Autofahrer zu entlasten.

Dann sind wir uns beim Zielbild ja direkt einig. Bleibt dennoch offen, was man jetzt und sofort machen könnte.
Was mich am Ende tierisch nervt, ist dieses ständige nörgeln. Jeder findest alles Scheisse aber keiner hat bessere Ideen die realtisch sind und zeitnah und nachhaltig ohne Mehrkosten umgesetzt werden können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
49.981
Reaktionen
10.387
Was wären denn deine Lösungen gewesen?
Ich kann dir gerne ne Edge-Computing-Lösung designen, gerne mit lokalen DSGVO-konformen KI-Modellen. Bei der Umsetzung frag ich dann meine Experten.
Das wäre meine Erwartungshaltung an die Jungs da oben: Auf Experten höhren. Damit würde ich löoslegen, bin hier aber keiner.
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen
Ich kann dir gerne ne Edge-Computing-Lösung designen, gerne mit lokalen DSGVO-konformen KI-Modellen. Bei der Umsetzung frag ich dann meine Experten.
Das wäre meine Erwartungshaltung an die Jungs da oben: Auf Experten höhren. Damit würde ich löoslegen, bin hier aber keiner.
Sind wir uns dann einig, dass diese Experten vermutlich Ökonomen sind und das es dort, je nach Person eine breite Spanne am Optimum gibt? Lars Feld wird dir was anderes erzählen als Veronika Grimm, Marcel Fratzscher oder Rüdiger Bachmann und das sind nur die vulgo "Bekannten".
Aber hier gilt auch wieder - ich find die Lösung Scheisse aber ne bessere habe ich nicht. Sollen doch Experten was sagen. Als ob das nicht passiert wäre und die "Experten" eben zur Gießkanne geraten haben..

Garniert wird sowas dann von Personen wie Olaf Scholz die dann öffentlich erzählen, dass da ein paar Ökonomen nette Zahlen fabriziert haben. :ugly:
 
Mitglied seit
11.09.2002
Beiträge
5.044
Reaktionen
441
...
Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ist auch auf dem Tisch gewesen. Wäre meiner Meinung nach die beste Option gewesen. Man darf aber nicht vergessen, dass Logistik und Transportkosten große Kostenblöcke haben - Lohnkosten und Energiekosten. Zumindest auf den letzten Teil wirken sich die 17ct dann positiv aus.
...
Also da schlagen ja 2 Herzen in meiner Brust.
Zum Einen sollte man grundsätzlich darüber nachdenken gesunde und Grundnahrungsmittel von der Steuer zu befreien.
Zum Anderen: wenn man das jetzt macht, kommt davon 0.0 beim Verbraucher an weil die Konzerne + Händler sich das Geld einfach einstecken und sagen "Transporte teuer, wir hätten die Preise eigentlich erhöhen müssen, blablabla" und am Ende dann "geiles Jahr, Rekordgewinne" von den gleichen Firmen...

Wie wäre es denn mit einem Einmalgeld? Wieviel Mehrbelastung soll es geben? Ein Teil davon als Einmalzahlung. Über den Arbeitgeber oder über die jeweiligen Ämter.
Das hätte den Vorteil, dass die unteren Einkommen prozentual mehr davon profitieren würden als die oberen Einkommen...
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
49.981
Reaktionen
10.387
Sind wir uns dann einig, dass diese Experten vermutlich Ökonomen sind
Nö. Bei sowas würd ich - glaube ich ich - auch mal andere Fachexperten zu Rate ziehen, aber natürlich mit einem Ökonomen Überhang.
und das es dort, je nach Person eine breite Spanne am Optimum gibt?
Meinungen sind wie Arschlöcher ;)
Lars Feld wird dir was anderes erzählen als Veronika Grimm, Marcel Fratzscher oder Rüdiger Bachmann und das sind nur die vulgo "Bekannten".
Sind irgendwelche Namen und mir reichlich egal. Soll ich nun Python-Coding-Namen aus Github droppen?
Aber hier gilt auch wieder - ich find die Lösung Scheisse aber ne bessere habe ich nicht. Sollen doch Experten was sagen. Als ob das nicht passiert wäre und die "Experten" eben zur Gießkanne geraten haben..
Ich hab zumindest in meiner Bubble mehrfach gelesen das das das BIF genau das eben eigentlich nciht wollte.
Und - das weiß ich aus meinem Fachgebiet ganz genau - die Entscheider neigen dazu nicht auf die Experten zu hören.
Garniert wird sowas dann von Personen wie Olaf Scholz die dann öffentlich erzählen, dass da ein paar Ökonomen nette Zahlen fabriziert haben. :ugly:
Joa, und das führt zu mehr Politikverdruss...
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen
Zusammengefasst - die Entscheidung findest Du doof (legit), Alternative hast du mangels Expertise aber auch nicht. Hat ja fast was von NIUS und dem Sofa der Mehrheit.
Viel Erfolg beim weiteren Schattenboxen.
 

zoiX

Administrator
Mitglied seit
07.04.2002
Beiträge
32.208
Reaktionen
14.068
Wie wird eigentlich sichergestellt, dass die Steuersenkung nicht durch eine Margenerhöhung seitens der Mineralölkonzerne kompensiert wird?
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen
Wie wird eigentlich sichergestellt, dass die Steuersenkung nicht durch eine Margenerhöhung seitens der Mineralölkonzerne kompensiert wird?
Die Preissensibilität der Kunden und Kartellrecht wird es richten müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:

zoiX

Administrator
Mitglied seit
07.04.2002
Beiträge
32.208
Reaktionen
14.068
Die Preissensibilität der Kunden und Kartellrecht wird es richten müssen.
Das Kartellrecht versagt in der Hinsicht jetzt schon eine Weile, wenn man mich fragt. Und Preissensibilität ist halt so eine Sache, wenn der Kauf quasi zwingend notwendig ist.
 

Shihatsu

Administrator
Mitglied seit
26.09.2001
Beiträge
49.981
Reaktionen
10.387
Zusammengefasst - die Entscheidung findest Du doof (legit), Alternative hast du mangels Expertise aber auch nicht. Hat ja fast was von NIUS und dem Sofa der Mehrheit.
Viel Erfolg beim weiteren Schattenboxen.
Was soll denn der NIUS Vergleich? Dein Ernst? Aber gut, war nen Versuch wert, ich werde lernen.
 

parats'

Tippspielmeister 2012, Tippspielmeister 2019
Mitglied seit
21.05.2003
Beiträge
20.380
Reaktionen
1.805
Ort
St. Gallen
Das Kartellrecht versagt in der Hinsicht jetzt schon eine Weile, wenn man mich fragt. Und Preissensibilität ist halt so eine Sache, wenn der Kauf quasi zwingend notwendig ist.
Lt der Presseerklärung soll das Kartellrecht ausgeweitet werden. Ich würde also erstmal davon ausgehen, dass der deutsche Staat genug Mittel hat und sei es die Einführung der teils unpopulären Übergewinnsteuer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben