Eine zuverlässige Farbtreue lässt sich nur durch Kalibrierung mittels eines Ist-Soll-Vergleichs erreichen. Diese Kalibrierung kann manuell, anhand eines Vergleichs mit einer normierten, farbverbindlichen Vorlage erfolgen, oder automatisiert durch externe Kalibrierungshardware erfolgen. Derartige Hardware besteht im wesentlichen aus einem Farbsensor, der auf dem Display befestigt wird und dann solange die tatsächlichen Farbwerte misst, bis sie dem Soll entsprechen.
Ohne einen äußeren Bezugspunkt ist jede Einstellung des Farbraums hoffnungslos: Man irrt von einem Falschfarbraum in den nächsten. Man sollte natürlich davon ausgehen dürfen, dass die herstellerseitigen Vorgaben tendenziell bessere Ergebnisse liefern als unbestimmte Standardtreiber. Eine Garatnie gibt es dafür aber nicht. Im Einzelfall kann sogar das Gegenteil eintreten.
Die Einstellungen können auch rein subjektiv ohne konkreten Bezugspunkt vorgenommen werden (mit eingeschränkter Genauigkeit).
Dieses Bild sollte oben einen kontinuierlicher Grauverlauf zeigen. Unten auf dem Bild sollten sieben unterschiedliche Schattierungen gerade noch auszumachen sein.
Hier sollten die beiden "Einser" (hell/dunkel) bei sehr genauem Hinsehen gerade noch erkennbar sein. Ist eine 1 nicht erkennbar, oder hebt sich eine 1 deutlich vom Hintergrund hervor, stimmen die Helligkeits/-Kontastwerte nicht.
Ferner sollten
hier keine Streifen erkennbar sein. Erst recht keine farbigen. Tatsächlich wird jedoch jedes halbwegs erschwingliche Display bei diesem Test Mängel offenbaren.
Wenn man den Monitor so eingestellt hat, dass die drei genannten Testbilder möglichst gute Resultate zeigen, kann man die Ergebnisse abschließend an einer solchen Normvorlage beurteilen:
klick.
Dieses Bild sollte selbstredend möglichst realistisch, also ohne Farbstiche dargestellt werden.