Vorsichtiges "Einfahren" neuer Plasma-Fernseher ist nach wie vor auch bei Plasma-Geräten der Firma Panasonic ein Thema bzw. mit der neuen GT/VT-Generation WIEDER (!) ein Thema.
Gerade in den ersten 100 Stunden sollte man ganz besonders gewissenhaft mit den Geräten umgehen. Aber: Nutzt das etwas?
Nach nun rund 100 Stunden, in denen ich meinen Plasma Panasonic TX-P 42GT50 ganz besonders vorsichtig "eingefahren" habe, muss ich jetzt erstaunt feststellen: Der größte Angriff auf das Gerät waren keine Senderlogos u. ä., sondern das Fernseher-Hauptmenü der Firma Panasonic selber!
Da man bekanntlich keinerlei Werte für den Fernseher einstellen kann, ohne das Hauptmenü zu betreten, kommt man auch in den ersten sensiblen 100 Stunden nicht umhin, dieses Menü zu nutzen. Und links oben in der Ecke finden sich ein großkotziges VIERA-Logo und der Schriftzug "Hauptmenü", bei denen Panasonic, was die Penetranz angeht, mit allem schießt, was die Plasma-Zellen hergeben.
Resultat: Viera-Logo und Hauptmenü-Schriftzug haben auf dem ansonsten makellosen Bildschirm bereits deutliche Hinterlassenschaften deponiert. Und das, wohlgemerkt, nur durch die stets kurze Anwahl des Hauptmenüs!
Zwar konnte viel davon durch mehrere Stunden Betrieb der Bildlaufleiste inzwischen wieder entfernt werden. Aber diese durch solche unsinnigen Menüs verursachte Maßnahmen bedeuten unnötigen Stress für den Fernseher und die Stromrechnung. Vielen wird dies vermutlich erst dann auffallen, wenn diese Hinterlassenschaften mehr und mehr auch beim Fernsehbetrieb deutlich durchschimmern. Bei mir war das schon der Fall.
Hier zeigt sich wieder: Derweil die Panasonic-Ingenieure beim GT50 hervorragende Arbeit abgeliefert haben (das Bild ist traumhaft), kommen offenbar hornbebrillte Neunmalkluge der Marketingabteilung daher, genehmigen blödsinnige Menü-Logos und machen vieles wieder zunichte.
Es ist also größte Vorsicht geboten vor allem in den ersten 100 Stunden bei den neuen Panasonic-Plasmas VT/GT und bei der Verwendung des Hauptmenüs. Ähnliches dürfte somit auch für die Oberflächen von Smart-TV, Internet u. ä. gelten.
Sie sehen solche Hinterlassenschaften als dunkle Einblendungen auch schon, wenn Sie die Bildlaufleiste unter "Sonstige Einstellungen" anwerfen.
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Update 26.01.2013:
Die oben erwähnten Hinterlassenschaften durch das unsinnige Panasonic-Hauptmenü sind übrigens immer noch nicht gänzlich verschwunden, die Rückbildung der dunklen Nachbildung des "VIERA-Hauptmenü" stagniert. Mehr noch: Nach erneuter Benutzung des Hauptmenüs werden diese Fragmente wieder erneut auf den fast gleichen Stand gebracht.
Zum Glück wurde dieses Phänomen rechtzeitig durch Vollfarben-Testbilder entdeckt, sodass diese Exkremente im normalen Mischfarben-TV-Betrieb (noch) nicht sichtbar sind. Auch Senderlogos aus der relativ harmlosen halbtransparenten Familie der ÖRR (NDR, WDR usw.) leuchten schon nach 2 Stunden hartnäckig für längere Zeit nach. Und das nach nun rund 170 Betriebsstunden.
Was uns wieder einmal zeigt: Plasma-Geräte, so traumhaft deren Bilder sind, bleiben etwas für Individualisten und taugen nur wenig für den TV-Alltagsbetrieb. Gerade die GT/VT-Serie von Pansonic scheint wieder sehr sensibel zu sein und muss offenbar erneut sehr, sehr vorsichtig "eingefahren" werden. Alles andere ist eher "Russisches Roulette".
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Update 28. Januar 2013:
c'net-Redakteure machen den Einbrenn-Dauertest mit drei aktuellen Plasma-Geräten!
Exakt zu dieser Problematik gibt es hier sehr interessante Erkenntnisse genau zu unserem Thema in Form eines Dauertests der beiden hier besprochenen neuen Plasma-Geräte VT50 und GT 50:
http://reviews.cnet.com/8301-33199_7-57449881-221/samsung-plasma-wins-cnets-accidental-burn-in-test/
Im Vergleich zum scheinbar völlig Einbrenn-resistenten Samsung-Plasma der neuen Generation schmieren die beiden aktuellen Panasonic offenbar völlig ab. Der GT50 übrigens mit den schlechtesten Resultaten. Ein - zugegeben - rüder Stress-Test der c'net-Redakteure, aber ein guter Indikator für die hier geschilderten Probleme bei meinem Plasma GT50.