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Ich bin gerade dabei, meine langsame Daten-HDD durch eine tolle neue M.2 NVMe SSD zu ersetzen (daher auch dieses Topic, die alte HDD ist eine der Platten die ich dann "übrig" haben werde).
Nun bin ich allerdings unentschlossen, wie ich das am besten aufsetze. Ich habe da ein paar Ideen und teilweise auch Präferenzen, würde aber ein Experten-Brainstorming zu den Optionen sehr begrüßen.
Aktuelles Setup:
- 250 GB SATA SSD mit Windows und viel gespielten Spielen
- 60 GB SATA SSD mit Linux
- 2 TB HDD für Daten und alles was nicht auf den Systemlaufwerken liegt (inkl. Spielen die nicht auf die Windows SSD passen)
Diese HDD wird nun durch eine gleichgroße NVMe SSD ersetzt.
Frage 1
Ich könnte die beiden SATA SSDs herauswerfen und einfach diverse Partitionen auf der neuen SSD anlegen, Platz hat sie ja genug. Alternativ kann ich die alten SSDs als Systemplatten behalten und dann "saubere" (d.h. tatsächlich physisch getrennte) Platten für die unterschiedlichen Betriebssysteme haben. Aktuell tendiere ich zu letzterem, habe dafür aber keine wirklichen Argumente außer "das macht man halt so" - wieso macht man das eigentlich so? Oder ist alles auf die NVMe SSD packen vielleicht sogar die bessere Idee?
Angenommen ich behalte die SATA SSDs, dann hätte ich diverse Möglichkeiten das System aufzusetzen. Die einfachste wäre, alles so zu lassen wie es ist und wirklich nur die HDD durch die SSD zu ersetzen, fertig.
Allerdings ist mein System aktuell als legacy MBR boot aufgesetzt. So doof ich EFI auch aus OCD-Gründen finde (wer will schon seine Festplatte mit einer doofen FAT32-Partition verschandeln, einfach grauenhaft), es ist wohl an der Zeit mal umzustellen, also würde ich tendenziell die Gelegenheit nutzen wollen.
Frage 2
Ich tendiere dazu, die EFI-Bootpartition auf der M.2-SSD einzurichten. Das ist die einzige Platte, die mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch sehr lange begleiten wird, die kleineren werden ggf. ausgemustert, d.h. wenn eine Platte den Bootvorgang steuern sollte dann diese, oder?
Alternativ könnte ich auch jeweils eine EFI-Partiton auf jede der Platten packen, so dass jede für sich alleine bootbar wäre, und dann über die Firmware die auswählen, auf die ich gerade Lust habe, oder? So ist es bei der ganzen EFI-Geschichte natürlich nicht vorgesehen, aber würde ich damit ggf. etwas kaputt machen? Würde etwas dagegen sprechen?
Das führt dann auch zum nächsten Punkt, nämlich EFI-Bootmanager vs Linux-Bootloader. Eine Linux-Partition im System ist gesetzt. Der normale Weg dabei ist es ja, dass vom EFI-Bootmanager (auf welcher Partition das auch immer untergebracht sein möge) an den Linux Bootloader übergeben wird und dieser dann den Kernel läd. Ich würde entsprechend den EFI-Boot so einrichten, dass er immer direkt an Linux übergibt und der Linux-Bootloader kann dann entweder den Kernel oder Windows booten.
Theretisch wäre es allerdings auch machbar, direkt im EFI-Bootmanager zwischen Linux-Bootloader und Windows zu entscheiden und dann den nachgelagerten Linux-Bootloader automatich und ohne Auswahl direkt Linux laden zu lassen.
Frage 3
Das macht man allerdings eher nicht, da die Firmware-gesteuerten EFI-Bootmanager oft suboptimal sind und der Linux-Bootloader in der Regel viel besser ist, korrekt? Es gibt keinen Grund warum man zur Auswahl des zu startenden Betriebssystems den EFI-Bootmanager ggf. dem Linux-Bootloader gegenüber bevorzugen sollte, oder?
Nun habe ich kürzlich vom tollen EFIStub erfahren (siehe https://wiki.archlinux.org/index.php/EFISTUB und https://wiki.debian.org/EFIStub). Kurzfassung: Man kann den Linux-Kernel auch auf der EFI-Partition unterbringen und diesen dann via UEFI direkt, ganz ohne Linux Bootloader, starten lassen.
Frage 4
Sehe ich es richtig, dass dieses Verfahren aktuell noch eher frickelig/experimentell ist? D.h. man muss den Kernel manuell kopieren oder sich dazu eigene Skripte schreiben (bzw. sie aus der Wiki übernehmen) und dann hoffen, dass bei Kernel-Updates nichts kaputt geht?
D.h. aktuell wäre es eher empfehlenswert, die Finge davon zu lassen? Umstellen geht ja später auch noch problemlos, falls eine Distribution das mal irgendwann ganz bequem und automatisch unterstützt.
Frage 5
Für diesen Fall würde es sich wahrscheinlich lohnen, die EFI-Partition etwas größer zu wählen, damit ausreichend Platz für zukünftige Linux-Kernel ist, oder? Ein paar GB sind ja bei einer TB-Platte reichlich egal. Im Internet finde ich viel zur Mindestgröße und kaum etwas zur Maximalgröße. Ist da FAT die einzige Limitierung oder gibt es einen Grund, die Partition eher klein zu halten?
Frage 6
Noch eine Kleinigkeit: Sollte man eigentlich immer noch den Windows Schnellstart bei Multi-Boot (mit Linux) deaktivieren oder wurden die damit verbundenen Probleme mittlerweile behoben? Ich finde hierzu leider nur recht alte Quellen und keine Aktualisierungen. Schreibzugriff auf die Windows-Partition brauche ich von Linux aus i.d.R. nicht.
Danke schon mal für die Unterstützung
Nun bin ich allerdings unentschlossen, wie ich das am besten aufsetze. Ich habe da ein paar Ideen und teilweise auch Präferenzen, würde aber ein Experten-Brainstorming zu den Optionen sehr begrüßen.
Aktuelles Setup:
- 250 GB SATA SSD mit Windows und viel gespielten Spielen
- 60 GB SATA SSD mit Linux
- 2 TB HDD für Daten und alles was nicht auf den Systemlaufwerken liegt (inkl. Spielen die nicht auf die Windows SSD passen)
Diese HDD wird nun durch eine gleichgroße NVMe SSD ersetzt.
Frage 1
Ich könnte die beiden SATA SSDs herauswerfen und einfach diverse Partitionen auf der neuen SSD anlegen, Platz hat sie ja genug. Alternativ kann ich die alten SSDs als Systemplatten behalten und dann "saubere" (d.h. tatsächlich physisch getrennte) Platten für die unterschiedlichen Betriebssysteme haben. Aktuell tendiere ich zu letzterem, habe dafür aber keine wirklichen Argumente außer "das macht man halt so" - wieso macht man das eigentlich so? Oder ist alles auf die NVMe SSD packen vielleicht sogar die bessere Idee?
Angenommen ich behalte die SATA SSDs, dann hätte ich diverse Möglichkeiten das System aufzusetzen. Die einfachste wäre, alles so zu lassen wie es ist und wirklich nur die HDD durch die SSD zu ersetzen, fertig.
Allerdings ist mein System aktuell als legacy MBR boot aufgesetzt. So doof ich EFI auch aus OCD-Gründen finde (wer will schon seine Festplatte mit einer doofen FAT32-Partition verschandeln, einfach grauenhaft), es ist wohl an der Zeit mal umzustellen, also würde ich tendenziell die Gelegenheit nutzen wollen.
Frage 2
Ich tendiere dazu, die EFI-Bootpartition auf der M.2-SSD einzurichten. Das ist die einzige Platte, die mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch sehr lange begleiten wird, die kleineren werden ggf. ausgemustert, d.h. wenn eine Platte den Bootvorgang steuern sollte dann diese, oder?
Alternativ könnte ich auch jeweils eine EFI-Partiton auf jede der Platten packen, so dass jede für sich alleine bootbar wäre, und dann über die Firmware die auswählen, auf die ich gerade Lust habe, oder? So ist es bei der ganzen EFI-Geschichte natürlich nicht vorgesehen, aber würde ich damit ggf. etwas kaputt machen? Würde etwas dagegen sprechen?
Das führt dann auch zum nächsten Punkt, nämlich EFI-Bootmanager vs Linux-Bootloader. Eine Linux-Partition im System ist gesetzt. Der normale Weg dabei ist es ja, dass vom EFI-Bootmanager (auf welcher Partition das auch immer untergebracht sein möge) an den Linux Bootloader übergeben wird und dieser dann den Kernel läd. Ich würde entsprechend den EFI-Boot so einrichten, dass er immer direkt an Linux übergibt und der Linux-Bootloader kann dann entweder den Kernel oder Windows booten.
Theretisch wäre es allerdings auch machbar, direkt im EFI-Bootmanager zwischen Linux-Bootloader und Windows zu entscheiden und dann den nachgelagerten Linux-Bootloader automatich und ohne Auswahl direkt Linux laden zu lassen.
Frage 3
Das macht man allerdings eher nicht, da die Firmware-gesteuerten EFI-Bootmanager oft suboptimal sind und der Linux-Bootloader in der Regel viel besser ist, korrekt? Es gibt keinen Grund warum man zur Auswahl des zu startenden Betriebssystems den EFI-Bootmanager ggf. dem Linux-Bootloader gegenüber bevorzugen sollte, oder?
Nun habe ich kürzlich vom tollen EFIStub erfahren (siehe https://wiki.archlinux.org/index.php/EFISTUB und https://wiki.debian.org/EFIStub). Kurzfassung: Man kann den Linux-Kernel auch auf der EFI-Partition unterbringen und diesen dann via UEFI direkt, ganz ohne Linux Bootloader, starten lassen.
Frage 4
Sehe ich es richtig, dass dieses Verfahren aktuell noch eher frickelig/experimentell ist? D.h. man muss den Kernel manuell kopieren oder sich dazu eigene Skripte schreiben (bzw. sie aus der Wiki übernehmen) und dann hoffen, dass bei Kernel-Updates nichts kaputt geht?
D.h. aktuell wäre es eher empfehlenswert, die Finge davon zu lassen? Umstellen geht ja später auch noch problemlos, falls eine Distribution das mal irgendwann ganz bequem und automatisch unterstützt.
Frage 5
Für diesen Fall würde es sich wahrscheinlich lohnen, die EFI-Partition etwas größer zu wählen, damit ausreichend Platz für zukünftige Linux-Kernel ist, oder? Ein paar GB sind ja bei einer TB-Platte reichlich egal. Im Internet finde ich viel zur Mindestgröße und kaum etwas zur Maximalgröße. Ist da FAT die einzige Limitierung oder gibt es einen Grund, die Partition eher klein zu halten?
Frage 6
Noch eine Kleinigkeit: Sollte man eigentlich immer noch den Windows Schnellstart bei Multi-Boot (mit Linux) deaktivieren oder wurden die damit verbundenen Probleme mittlerweile behoben? Ich finde hierzu leider nur recht alte Quellen und keine Aktualisierungen. Schreibzugriff auf die Windows-Partition brauche ich von Linux aus i.d.R. nicht.
Danke schon mal für die Unterstützung

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