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Platinen-Hilfe: Front-Panel-Kontakte unterbrechen wegen Rauschen in Headset

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Hab ein ziemliches Rauschen im Kopfhöreranschluss des front panels, außerdem höre ich eindeutig der Prozessor- oder Busaktivität zuzuordnende Störgeräusche: fiept und rattert leise, wenn der Rechner was kopiert oder höhere Prozessorauslastung hat. Stört mich schon länger, aber ich dachte, das liegt halt an meinem Onboard-Soundchip (Realtek ALC892 auf Asus P8P67 Pro Rev 3.1).
Jetzt hab ich mich mal drum gekümmert, und das Rauschen sowie die anderen Störgeräusche treten nicht auf, wenn ich den Kopfhörer an den hinteren Anschlüssen einstecke, nur am front panel. Außerdem habe ich wahnsinnig laute Störgeräusche bei USB-Aktivität am front panel (USB-Stick rein, egal ob linker oder rechter Anschluss, was kopieren... man "hört" die Daten fließen :ugly:).

Ist genau so wie hier beschrieben, inklusive der lustigen USB-Störgeräusche.

Jetzt dachte ich, dass ich das schon wie in dem Thread beschrieben auch reparieren kann, sieht ja einfach genug aus, auch wenn ich kein Multimeter hab. Leider ist mein front panel sehr anders.
Ich hab mal die nicht-destruktive Lösung versucht: Kabel teilweise abisoliert, das eine Ende an die Erdung der Mikrophon- und Kopfhöreranschlüsse geklebt - wo sie normalerweise auch Kontakt mit dem Metallgehäuse haben, bei mir aber Plastik-Panel ist - und das andere Ende an das Metallgehäuse geklebt. Hat leider überhaupt nichts geändert.

Nachdem ich die Platine eine Weile scharf angeschaut habe, bin ich zu folgendem Schluss gekommen: Ich muss dort die komischen Überbrücker unterbrechen, wo ich die blauen Linien gemalt habe.

Bilder:
Von unten, sieht einfach genug aus, hier sind Sound- und USB-Teil schön voneinander getrennt, wie es sein sollte.
unten.jpg


Von oben ohne Blitz:
oben_keinblitz.jpg


Von oben mit Blitz:
oben_blitz_1.jpg


Von oben mit Trennung zwischen USB- und Soundteil in rot sowie "Überbrückern" in blau:
oben_blitz_2.jpg


Wie man an meinem sehr elaborierten Vokabular erkennt, hab ich eigentlich keine Ahnung von so Platinenlöterei, deswegen wollte ich vor der Zerstörung lieber nochmal nachfragen, ob andere das auch so sehen.

Wenn's so stimmt: Wie zerstöre ich die Überbrücker am besten, ohne was anderes zu beschädigen? Dangö!
 
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kauf dir für 20€ ne externe Soundkarte für USB....
 
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Ne, erstens ist der Onboard-Sound, wie ich jetzt erfahren habe, eigentlich sehr gut, zweitens reißt die externe Soundkarte früher oder später eines meiner Kinder ab und drittens kostet's Geld!

Edit: Und viertens find ich's jetzt lustig, die Platine zu zerkratzen. Wenn möglich halt richtig.
 
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Wie wärs mit Auslöten? Dann kannst du die Modifikation falls notwendig auch wieder rückgängig machen.
 
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Mal die Kopfhöhrer direkt mit dem passenden Pins am Stecker verdengelt also die Platine außen vor gelassen?

Mich wundert sowieso warum da die 382047328 Caps und Widerstände sind weil eigentlich wird doch nur durchgeschleift.

Jedenfalls merkst ja dann ob überhaupt an der Platine liegt.
 
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Wie wärs mit Auslöten? Dann kannst du die Modifikation falls notwendig auch wieder rückgängig machen.

Gute Sache, hab aber keinen Lötkolben. Hab mal geschaut und überlegt, ob ich mir für 20-30 € ein Anfängerset, evtl. gleich mit Multimeter, kaufen soll. Ich denk aber, dass das ein Werkzeug wäre, das ich sehr selten, wenn überhaupt, nochmal brauche.

Mal die Kopfhöhrer direkt mit dem passenden Pins am Stecker verdengelt also die Platine außen vor gelassen?

Mich wundert sowieso warum da die 382047328 Caps und Widerstände sind weil eigentlich wird doch nur durchgeschleift.

Jedenfalls merkst ja dann ob überhaupt an der Platine liegt.

Ja, mich wundert auch, warum das kleine Ding so verdammt kompliziert aufgebaut ist. Hab's grade wieder aufgemacht, da ist mir eine bessere Idee gekommen, um das zu testen: Hab einfach den USB-Stecker ausgesteckt und so getestet. Ergebnis: Funktioniert einwandfrei ohne Störgeräusche. In laufendem Betrieb USB-Stecker wieder in Frontpanel eingesteckt: Knackst, und dann kommt dieses Zischen und Fiepsen bei Aktivität. Liegt also eindeutig an der dummen Platine.
Hab die Sache nochmal schärfer angeschaut und glaub jetzt, dass ich nur die linken zwei Caps zerstören muss, der einzelne, den ich blau markiert habe, hat scheinbar gar keine Funktion, vor allem auch, da er mit (4) verbunden ist, und dieser PIN hat auch keine Funktion (?). Danke für das Belegungsschema übrigens. Ich blick bei der Platine trotzdem noch nicht ganz durch, welcher Kontakt schlussendlich wohin geht, dafür hat's mir ein bisschen zu viele wirre Wechsel zwischen oben und unten, die ich ohne Multimeter nicht gut verfolgen kann.
Ich zerbrösele jetzt mal L5 und L6.

Edit: Ha! Es tut! Kopfhörer und beide USB-Steckplätze funktionieren einwandfrei, und keine Störgeräusche mehr, auch nicht beim Kopieren auf USB-Stick. Hab mit einer feinen Zange und nem Teppichmesser die zwei Überbrücker zerstört. Foto nun:
oben_blitz_3.jpg
 
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Ich würde dir für die Zukunft raten an den USB port keine Geräte anzuschliessen welche ein eigenes Netzteil besitzen. Ich nehme an die 2 Wiederstände gehören zur Masse und lassen somit Ströme abfließen die sich an der Abschirmung sammeln.
Oder du verbindest die aussenhülle des USB Steckers mit Klingeldraht mit deinem Metallgehäuse.
 
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Wieso, die USB-Anschlüsse haben doch auch beide Ground? Kurze Google-Suche ergibt das:
standard-usb-pinout2.gif
 
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Ja und den wirst du vermutlich abgeklemmt haben so das es nicht mehr bis zum stecker durchschleift.
 
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Warum sollten die USB-Anschlüsse über den Sound-Anschluss geerdet sein? Wir haben doch jetzt schön die USB-Seite mit 2x Ground und die Sound-Seite mit 1x Ground getrennt. Was spricht dagegen, dass das Platinendesign einfach grundsätzlich falsch war, so wie im verlinkten Beispiel-Thread?
 
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Die werden auf der Platine beide Masse anschlüsse verbunden haben also den von Sound und USB um eventuelle Spannungen auch von der Platine abzuleiten. Warum die das so behindert gelöst haben ka.

ist schwer zu erkennen aber wenn ich mir die Platine so angucke würde ich fasst behaupten die Masse der internen USB Anschlüsse ist nicht verschaltet es sei denn die Platine hat mehrere Layer. Das könnte ein Grund sein wieso Masse Sound mit Masse USB verbunden ist.
 
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Hmjo, ich kann auf den Fotos auch nicht gut erkennen, ob die Masse der USB-Anschlüsse vom Motherboard irgendwohin führt oder direkt am Pin schon isoliert ist. Muss es wohl nochmal aufmachen und mit der Lupe angucken, um sicher zu sein. Danke für den Hinweis.
 
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