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Heimnetzwerk aufbauen

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Guten Morgen Technikpros.

Ich renoviere demnächst bei mir zu Hause das Obergeschoss. Das Ganze wird eine Kernsanierung und im Zuge dessen möchte ich auch gleich ein kabelgebundenes Netzwerk aufbauen.
Kurz zur Erläuterung: Ich und meine Frau beziehen das OG, meine Schwiegereltern wohnen im EG. Die haben mit Technik nicht wirklich viel am Hut, surfen aber hier und da mit ihren Tablets im Netz und wollen natürlich telefonieren. D.h. das EG wird ebenfalls angebunden.
Der Plan ist, dass in jeden Raum mindestens ein Duplexkabel gelegt wird, d.h. zwei Anschlüsse pro Raum.
Das würde dann wie folgt aussehen.
OG: Wohnen, Küche, Arbeiten, Schlafen, Kind, Bad = 6 Räume
EG: Flur = 1 Raum
Gesamt: 7 Räume x 2 Kabel = 14 Anschlüsse
Ich bin mir noch unsicher, ob ich im Wohnzimmer nicht vielleicht doch 2 Kabel ziehe oder dort nicht einfach noch einen Switch installiere.

Nun wäre mein Gedanke, das Ganze so auszuführen:
Serverschrank im OG Flur. Im Flur wird dann auch meine Fritzbox (7490) platziert und evtl. ein NAS aufgebaut. Damit habe ich mich aber noch garnicht befasst.
An die Leitung im EG wird dann ein extra WLAN Router + Telefon gehängt, damit die da unten ihr eigenes WLAN und eben Telefon haben.

Bzgl. Internet: Ich wohne auf dem Land, bei mir wäre aber demnächst 100 Mbit möglich, habe aber erstmal nur 50 Mbit geordert. Ob das in naher Zukunft mehr wird, kann man nicht vorhersagen.

Die benötigten Komponenten hätte ich jetzt so zusammengestellt: https://www.amazon.de/registry/wishlist/KJBP0DKE6M5U
Den aufgeführten Netgear Switch habe ich bereits mit 8 Anschlüssen im Einsatz, d.h. hier würde noch einer dazu kommen.
Ich bin auf dem Gebiet der absolute nap, also bitte zerreißt das ruhig in bester bw.de Manier.
 
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Bei den primären Komponenten wie NAS etc. sehe ich es, der normale Kleinkram läuft allerdings viel angenehmer via WLAN. Mit Laptops will man sowieso mobil sein, ich sehe kaum einen Anwendungsfall für 14 kabelgebundene Geräte. Was willst du denn da alles anschließen?
 
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mir geht es im Endeffekt nicht darum, was ich anschließen möchte, sondern dass ich es Zweifelsfall kann. Bisher ist es auch nur eine Überlegung, denn der Boden ist noch nicht offen und ich weiß noch garnicht, ob ich überhaupt die Kabel wie geplant verlegen kann.
Wichtig ist aber, dass im Arbeits- und Wohnzimmer + EG kabelgebundenes Internet anliegt.
 
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Ich würde ja erstmal alles vermessen und planen bevor ich mir die Technik aussuche und kaufe.

Dinge die mir allgemein einfallen:
  • Server in den Keller
  • Alles verkabeln finde ich im Grunde okay und würde es nicht anders machen
  • Du willst selbst die Stecker an die Kabel fummeln?
  • Warum Cat7 Kabel? Ich finde es ja gut, dass Du im Gegensatz zu mir bekannten Personen daran gedacht hast, dass Cat5 evtl. langfristig nicht reichen könnte, aber mit normaler Technik ist Cat7 verschwendetes Geld. Schau lieber, dass Du Kabelkanäle verlegst die man gut erreichen kann.
  • Wenn es technisch funktioniert, lieber noch einen Switch als einen dicken Kabelstrang irgendwo reinquetschen.
  • Digitalisier Deine Filmesammlung und mach Dir einen Medienstreamingserver für alle Einwohner.
  • Schau Dir Asterisk für die Telefonanlage an.
  • Schau, dass Du nicht vergisst den Teilnetzen eine Bandbreitenbeschränkung mitzugeben, damit nicht Deine Schwiegereltern oder Ihr euch gegenseitig den Spaß wegnehmt.
  • Bedenke, dass ein gemeinsamer Anschluss auch gemeinsame Haftung bei Urheberrechtsverletzungen und ähnlichem Shit bedeutet. Ältere Menschen haben die Angewohnheit IT nicht zu verstehen und irgendwann virenverseuchte Büchsen zu haben. Deswegen wäre vielleicht auch ein eigenes Netz für die Schwiegereltern nicht verkehrt.
  • Bedenke, dass WLAN-Accesspoints im Idealfall auch Updates bekommen müssen damit sie sicher bleiben. Kabel brauchen keine Updates.
 
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Vielen Dank erstmal für die ausführliche Auflistung.
Ich würde ja erstmal alles vermessen und planen bevor ich mir die Technik aussuche und kaufe.
Das ist selbstverständlich. Es geht erstmal nur darum, dass wenn es soweit ist, die gewählten Komponenten auch wirklich was können.
  • Server in den Keller
Nicht möglich. Das Haus ist ein Bauernhaus von 1600. Der Keller quasi nicht erreichbar und das EG wird bis auf einen Raum nicht angefasst. Beim OG ist es recht einfach, da das um 1950 neu aufgebaut wurde. Deshalb wäre der Flur oder das Arbeitszimmer die Räume, wo ein Server am wenigsten im Weg umgehen würde.
  • Du willst selbst die Stecker an die Kabel fummeln?
Das ist mein Plan, ja. Schwiegervater ist Elektriker, evtl. kann der ja was. :D
  • Warum Cat7 Kabel? Ich finde es ja gut, dass Du im Gegensatz zu mir bekannten Personen daran gedacht hast, dass Cat5 evtl. langfristig nicht reichen könnte, aber mit normaler Technik ist Cat7 verschwendetes Geld. Schau lieber, dass Du Kabelkanäle verlegst die man gut erreichen kann.
Das steht jetzt war im Widerspruch zu meiner ersten Antwort, aber das Kabel habe ich bereits im letzten Jahr gekauft.

  • Wenn es technisch funktioniert, lieber noch einen Switch als einen dicken Kabelstrang irgendwo reinquetschen.

Wie meinst du das jetzt genau? Bevor ich sechs Kabel in einen Bereich ziehe, lieber nur eins + Switch?

  • Schau, dass Du nicht vergisst den Teilnetzen eine Bandbreitenbeschränkung mitzugeben, damit nicht Deine Schwiegereltern oder Ihr euch gegenseitig den Spaß wegnehmt.
Das habe ich bereits bedacht. Deshalb habe ich schon diesen Netgear Switch, da ich bisher mit einer 16.000 Leitung auskommen musste und wenn der Neffe über Nacht da war, die komplette Bandbreite mit seiner Youtube Schauerei abgezwackt hatte
 
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Hier mal ein zwei Gedanken von mir.

Wieso Stecker auf die Kabel und das ganze nicht einfach in Cat6 Unterputzdosen? So hat man keine Kabel rumliegen wenn man sie nicht braucht. Falls die genau Nutzung im Raum nicht bekannt bzw. etwas flexibel gehalten werden soll, lieber eine Dose mehr setzten, kommt ja nicht so drauf an, wenn die Wände im Zuge der Kernsanierung ohne hin gerade offen sind. Außerdem ists weniger gefummel.

Im Wohnzimmer eine extra Dose für TV / Stereoanlage setzen.

Ich hab hier folgendes Kabel verwendet, ist deutlich entspannter zu verlegen. Auf die maximale Kabellänge von 60 Metern kommt man privat wohl kaum.
Draka UCHOME - Datenkabel Cat.7, SS26 S/FTP (900 MHz)

Erdung für den Serverschrank nicht vergessen.
 
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Die Kabel sollen ja in Unterputzdosen geklemmt werden. Das ist von vornherein schon vorgesehen.

Beim Kabel ist es so, dass ich es wie geschrieben schon habe. Das liegt bei mir schon knapp ein halbes Jahr rum.

Aber das mit der Erdung ist ein gutes Stichwort, werde ich gleichmal notieren. Danke
 
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Was ist denn an dem Kabel so anders als an anderen Cat7 Datenkabeln? Muss demnächst vom Keller bis zum Dachboden ein Kabel ziehen weil wir die Glasfaserhauptbox in den Keller kriegen und wir im Dachgeschoss wohnen. Ergo ich gehe durch den Haupt-Kabelkanal bis auf den Dachboden, dann an der Stelle wo der Router stehen soll wieder ins Wohngeschoss zurück. Das Haus ist groß, k.A. ob ich da mit 60m auskomme...
 

Shihatsu

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Ich würde für sowas wenn es geht imemr auf Kabelkanäle setzen, und auf Unterputzdosen mit Steckung, und trotzdem Cat 7 nehmen. Wie laut darf der Serverraum werden? Wie gut bist du in Sachen Netzwerktechnik? Ein paar der hier genannten Anforderungen schreien geradezu nach "Enterprise" Switch. Sowas kriegt man gebraucht für gutes Geld wenn man nicht gerade auf 10GBE oder LWL angewiesen ist. Spar auf keinen Fall bei den Kabeln vom Switch zum Verteiler, da reicht zwar Cat6 wegen der kurzen Leitungslänge, aber auchte auf S/FTP. Hast du über Deckenverkabelung, PoE und WLAN APs nachgedacht?
 
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Serverstandort: okay, ging aus Deinem Posting nicht hervor.
Stecker/Dosen: Viel Spaß beim Fummeln. Als nicht-Profi hätte ich einen Horror davor bzw absolut keine Lust darauf.
Kabel verlegen: Je nach Bandbreitenerfordernis lieber 1 Kabel plus Switch. Könnten andere anders sehen. Hängt vom Platz und deinem Spaß am Kabelverlegen ab. 1+Switch ist halt im Raum dann flexibler.
 

parats'

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Kann da Shi erstmal nur rautieren und möchte nochmal den PoE Aspekt unterstreichen. Überlege es dir gut, ob du nicht etwas mehr Geld für einen vernünftigen Switch ausgeben willst der dir auch PoE auf 4 ports bietet. Ich finde es immer etwas schade, wenn man seine ganze Haustechnik für nen 4stelligen Betrag auf Stand bringt und dann einen 49eur Switch dahinstellt ohne schnick schnack.

Legst du den kram selbst inkl Schlitzen etc?
Wenn zumindest das erste zutrifft besorg dir einen Netzwerkkabeltester, kostet nicht die Welt und du kannst einmal durchmessen.
 
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Ja, wir schlitzen selbst. Es müssen komplett alle Stromleitungen neu verlegt werden, d.h. wir kömmen da nicht drum herum. Netzwerkkabeltester ist auch eingeplant.

Es ist erstmal nur die Findungsphase, da der Boden noch nicht offen ist und sonst was sein kann.
@Bootdiskette: Ja, ich möchte da selber rumfummeln. Ich weiß auch, dass ich danach wahrscheinlich paar Jahre älter sein werde. Ich werde es sehen, zur Not hole ich mir jemanden. Ich hoffe ja, dass der Schwiegervater etwas mehr Geduld mitbringt, so als Elektriker.

@Shi: Deckenverkabelung ist nicht möglich, da die Decke nicht angefasst wird. Das müsste Aufputz erfolgen und das möchte ich vermeiden.
Mit PoE und Wlan APs habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht auseinandergesetzt. Allerdings brauche ich im EG schon einen Accesspoint, da dort ein separates Wlan verfügbar sein soll.

Ich muss auch gestehen, dass ich rein gedanklich etwas mehr von der Komplettverkabelung abgerückt bin, da ich durch die Balken im Boden etwas limitiert werde. Wahrscheinlich werde ich wirklich auf eine Wlan Lösung wechseln und nur bestimmte Räume mit Kabel versorgen. Also Wohnzimmer, Kinder/Gästezimmer, Arbeitszimmer + EG.

Und wenn ihr bzgl. Switch, Wlan AP usw Vorschläge zu guten Fabrikaten machen könntet, wäre ich dankbar. Meine Aufstellung war nur eine erste Überlegung. Wichtig ist nur die Bandbreitenbeschränkung der einzelnen Ausgänge, da vor allem das EG eine Limitierung der Bandbreite bekommt.
 
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PoE ist schon sinnvoll, weil es Dir viel Verkabelung spart. Kostet einen gewissen Aufschlag, ist aber durchaus sehr nice.
 
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Allenfalls reicht auch ein PoE-Injector, wenns denn nur eine minimale Anzahl Geräte betrifft. Gleich einen Switch mit PoE ist aber sicherlich angenehmer.

Eine Möglichkeit wäre auch PowerLAN, z.B. von Devolo. Habe ich in der Wohnung, funktioniert 1a. Am Ende jeweils sone 5-Port Netgear Büchse (GS105). Gibts auch mit integriertem Access Point. Muss halt der selbe Stromkreis sein, aber sicherlich ein Versuch wert.

Dann halt die Frage, wo kabelgebunden notwendig ist und wo dir auch WLAN reichen würde. Mein AV Receiver und mein NAS haben z.B. kein WLAN-Modul. NAS und Streaming NUC habe ich daher kabelgebunden, einfach weil zuverlässiger für mich (streamen von BR Rips undso.)
Für Handies und Tablets und Laptops und Chromecast und sonstigen Kram halt WLAN.
 

parats'

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Ich nutze für switche eigentlich nur ProCurve von HP, kosten aber leider auch ein wenig. Reine APs z.b. Ubiquiti, selten was besseres in Punkto Durchsatz und Verfügbarkeit gehabt.
 
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Ich hät jetzt nochmal eine Frage.

Ist es irgendwie, mit Hilfsmitteln möglich, ein analoges Telefon im anderen Geschoss über ein Lankabel zu betreiben oder muss das zwingend ein Telefonkabel sein. Ich möchte eigentlich kein Telefonkabel ziehen, wenn es auch mit einem Lankabel funktionieren sollte.
 

Shihatsu

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Problemlos* möglich:
2 hiervon:
https://www.amazon.de/Modem-Kabel-RJ11-RJ45-Länge/dp/B000LRA4MQ
Und dann Fritzbox (nehme ich an? oder eben Telefonanlage) - Kabel - Hausverkabeluing - Kabel - Telefon. Wenn das analoge nen TAE hat dann noch den hier:
https://www.amazon.de/Goobay-50309-...ds=tae+rj11&qid=1555235295&s=computers&sr=1-1
Und ab dafür!


*Sprachüberttragung kann durchaus empfindlicher sein als "normales" Netzwerkkram, und es kann durchaus je nach Verkabelung zu Problemen im LAN kommen - ist jedoch beides eher unwarscheinlich und kann man bei dem GEsamtpreis einfach ausprobieren imho. Notfalls gehts zurück.
 
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So ich klink mich mal hier ein, da bei mir in näherer Zukunft ein ähnliches Problem ansteht. Allerdings ohne Kernsanierung, sprich ich habe nicht vor irgendwelche Wände aufzureißen oder Dosen zu verlegen. Es geht mir lediglich um die sinnvolle Architektur für ein 3 Familien-Haus mit 500MBit Glasfaser Anschluss. Falls die Topics nicht vermischt werden sollen, bitte in ein Extratopic aufteilen.



Bisher läuft das Ganze so, dass jede Etage einen einzelnen Telekom-Anschluss hat und sich quasi selbst versorgt, es gibt also in jeder Wohnung 'ne Telefondose hinter der dann das hängt was der Bewohner so haben will.


Zukünftig wird im Keller der Glasfaser Hausanschluss (FTTH) an der Wand hängen und dahinter der via kurzem Glasfaserkabel der NT des Anbieters mit RJ45 Buchse zum Anschluss des Heimnetzwerks. Ab da ists mein Bier wie ich das im Haus verteile.


Nun ist der erste Schritt, dass in den Keller ein Gerät soll, was die Internetverbindung aufbaut und mir dann 4 Gbit LAN-Ports zur Verfügung stellt. Hier habe ich imho zwei Möglichkeiten:
a) Ich nutze das NT des Anbieters und verbinde das mit einem normalen Router. Da geb ich die Zugangsdaten ein, er stellt die Verbindung über den NT her und ich hab 4 LAN-Ports von denen ich je einen per Cat7 Kabel in die 3 Wohnungen lege. Nachteil: Die Verbindung zum NT kostet mich bereits einen LAN-Port am 4-Port Router und die anderen 3 brauche ich dann für die Versorgung der Etagen.

b) ich hole mir dafür 'ne Glasfaser-Fritzbox (5491) und verbinde die direkt mit dem Glasfaser Hausanschluss ohne den NT des Anbieters. Vorteil: Der NT des Anbieters wird nicht benötigt (jedes Gerät und jedes Kabel im Netz ist in meinen Augen 'ne potenzielle Störungsquelle), ich hab an der FritzBox direkt 'nen Fiber-Anschluss und damit 4 freie Gbit LAN Ports. Den einen der frei bleibt kann ich nutzen falls ich mal direkt ohne Umwege an den Router will. Zugangskonfiguration kann ich direkt an der Fritzbox machen. WLAN wäre dann im Keller deaktiviert.


An diese Enden der Cat7 Kabel kann nun in jeder Wohnung 'nen eigener Router angeschlossen werden und dahinter halt was immer die da betreiben wollen. Den Wohnungsroutern würde ich 'ne feste IP vorschreiben, dann kann im Keller auch das DHCP aus und die Internet-Anfragen werden im Grunde nur durchgeschleift.

Funktioniert das so weit wie ich mir das denke oder hab ich irgendwo was Gravierendes übersehen? Bei der Konfiguration der Router in den Wohnungen geb ich die Keller-Fritzbox als Gateway an nehme ich an, bei den Endgeräten in den Wohnungen dann den Wohnungsrouter?

Und: Heute läuft ja alles über IP-Telefonie. Gehe ich recht in der Annahme, dass ich als Anschlussinhaber des Glasfaseranschlusses dann die Telefonnummern für die 3 Wohnungen in meinen Vertrag rein nehmen muss, damit das funktioniert? Und in welchen Routern konfigurier ich das dann? Wenn ich die DECT-Telefone an die Wohnungsrouter anschließe, checken die das, dass die die IP-Telefonie auch über die Keller-Fritzbox machen müssen? Weil direkt an die Kellerfritzbox wird nicht gehen, im Haus sind massive Stahlbetondecken, die DECT-Telefone bekommen niemals 'ne Drahtlosverbindung bis in den Keller...
 
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Shihatsu

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Unten ein Gerät (ich würde das komplett trennen, Separation of Concerns is King, aber ich glaub das ist hier Perlen vor die Säue), z.B. die Fritze (Ich würde das Modem benutzen und unten einen Switch/Router daneben, aber siehe oben). An die schliesst du 3 weiteren Fritzen an, diese machen kein eigenes Dial-Up, sondern haben die erste Fritze als Gateway eingetragen und sind via dem WAN-Anschluss an diese angeschlossen. Fertig. Dann können die machen was sie wollen.
 
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Wir sind die einzigen im Haus die aktuell wirklich Internet brauchen, Schwiegereltern im Erdgeschoss haben nur 'ne Sky-Box für MoviesOnDemand an ihrem eigenen DSL hängen und surfen ansonsten über unser WLAN von oben. In der Mitte lebt 'ne fast 90jährige Rentnerin die nur 'nen Telefonanschluss hat, Internet nutzt die gar nicht.

Daher würde ich da aktuell noch nichts trennen wollen sondern einfach nur in jede Wohnung 'nen Kabel legen. Unten halt dann die SkyBox von Schwiegereltern ran (ist die Frage, ob ich bei einem LAN-Gerät dann überhaupt 'nen Router hinstellen müsste... eigentlich nicht. Mitte erstmal gar nix und oben bei uns unsere Fritzbox für unsere Geräte. Da mach ich mir keine Sorgen, dass da irgendwer an Netz rumpfuscht oder Blödsinn mit macht. Ihre Telekomverträge wollen die sowieso alle behalten weil sie nicht wollen dass die Telefonnummern über unseren Glasfaser-Vertrag laufen.

Wenn die drei Wohnungen mal vermietet werden, lass ich den Hausanschluss vom Glasfaser-Anbieter in 3 Endpunkte splitten und jede Mietpartei bekommt ihren eigenen Vertrag, klar. Dann können die da an Hardware ranhängen was sie wollen.
 

parats'

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Gebraucht gehen die Fritzboxen schon, aber insgesamt finde ich die Kaskadierung von Fritzboxen ungeil.
 

Shihatsu

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Aufgrund des Textes bin ich davon ausgegangen das es einen Anschlussinhaber pro Etage gibt. Dann steht da plötzlich was von eigenem DSL, später was von Ausser mir braucht niemand Internet, noch später was von "Später mal vermieten". Das hier ist klassische Anforderungsanalyse der Marke "Shit in shit out"...
Erklär genau was du jetzt hast. Was du demnächst möchtest. Und was du irgendwann später möchtest. Beim vermieten bitte Störerhaftung etc pp beachten, aber das zeig ich dir dann auf wenn ich weiß was du genau vorhast. So kann ich bisher nur "raten".
P.S.: Kaskadierung von Fritzboxen ist urst geil. Eine der wenigen Sachen (neben der Telefonfunktion) die die Dinger wirklich gut können... Als Router und als Modem taugen die nämlich eher so "mäh".
 
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Wir haben:

- Großes Haus mit 3 einzelnen Wohnungen.
- Glasfaseranschluss im Keller (1 Vertrag auf meinen Namen = 1 Dose die über einen RJ45 den Internetanschluss bereitstellt).

aktuell:

1. Etage: Schwiegereltern. Haben 'nen eigenen DSL-Vertrag (16Mbit) den sie auch behalten wollen. An deren Telefondose hängt nur ein Router um die SkyBox zu versorgen wenn sie MoviesOnDemand schauen. Sonstiges Internet nutzen die nicht, Schwiegermutters Laptop klinkt sich in unser WLAN ein.

2. Etage: Vermietet an 'ne fast 90jährige Rentnerin. Die hat 'nen Telekomvertrag ohne Internet und braucht auch keins.

3. Etage: Wir. Bisher ebenfalls DSL 16Mbit. An der Telefondose hängt 'ne Fritzbox 7560. PS4, PC und TV via Kabel angeschlossen, ~15 weitere Geräte übers WLAN.
Der DSL-Anschluss wird gekündigt, wir brauchen definitiv den Glasfaseranschluss.


Meine Möglichkeiten jetzt:
a) ich ziehe nur 'ne Ethernet-Leitung vom Keller nach oben und lasse Mitte und unten alles wie es ist. Da häng ich oben die Fritzbox 7560 ran an LAN1 und stell um auf Betrieb mit externem Modem. Hab ich im Keller auch schon getestet, das funktioniert. Ist die einfachste Variante, da ich im Grunde nur 50m Cat7 Kabel brauche, Kabelschächte durchs Haus gibts ja.

b) ich stelle unten in den Keller ein Gerät mit 1 WAN und 4 LAN Ports. Entweder 'ne Glasfaserfritze falls das geht (muss ich erst noch mit dem Anbieter klären, die Glasfaserfritzboxen gibts nicht frei verfügbar zu kaufen lt. AVM) oder eben eine mit WAN-Port (7590 z.B.) und hänge die hinter den NT. Ziehe von da je ein Kabel in jede Wohnung. Dahinter hänge ich bei Schwiegereltern und bei uns je 'ne weitere Fritzbox, schließe unten die SkyBox zum Streamen da an und das wars. Kabelende bei der Rentnerin bleibt erstmal leer. In unsere Bude kommt dann unsere Fritzbox wie bisher.

Vorteil: Jede Wohneinheit "kann" über den Glasfaseranschluss surfen, Schwiegereltern könnten ihren DSL-Vertrag kündigen sofern ich ihre Telefonnummern in unseren Vertrag mit übernehme. Der Rentnerin in der Mitte wärs egal, ich hab da aber schon einen Netzwerkanschluss liegen wenn die Wohnung mal frei wird.

Nachteil: Kosten und Aufwand (mind. 2 neue Fritzboxen, mehr Verkabelung, müsste Schwiegerelterns Telefonnummern übernehmen). Störerhaftung... naja, halte ich in der Konstellation für irrelevant. Die Rentnerin hat auch keine Familie, Enkel etc. die da Blödsinn mit machen würden. Aber wirklich notwendig wärs nicht, nur eben 'ne Zunkunftsinvestion für die Zeit wenn Schwiegereltern und die Rentnerin mal nicht mehr sind (ca. 10-15 Jahre). Nutze ich dann das Haus komplett für unsere Familie, hab ich überall Anschlüsse liegen. Obwohl da die Frage ist, ob man das nicht lieber macht, wenn man nach dem Tod der bisherigen Bewohner die Wohnungen sowieso renoviert, dann direkt Dosen zu legen... ist ja auch noch etwas hin.

Ganz später:
Gehe ich mal in Rente, will ich das Haus vermieten, aka 3 Wohnungen an 3 getrennte Parteien. Hier kann ich mir im Grunde nur vorstellen, dass die jeweils 'nen eigenen Vertrag machen und dann ihre eigene Glasfaserbox (NT) in den Keller kriegen. Dann entfällt auch die Störerhaftung für mich komplett, weil nichts davon mehr über meinen Namen läuft. Verlegte Ethernet-Kabel können ja weiter benutzt werden. Router im Keller müsste dann auch nicht sein.

Da das alles aber noch recht weit weg ist, tendiere ich aktuell zu Variante a). Ist schlicht am einfachsten, billigsten und wird so lange wie die derzeitige Bewohnerkonstellation so bleibt, auch laufen. Was in 10-15 Jahren ist sieht man dann...


Nun stellt sich mir nur die Frage: Cat7 Standardkabel benutzen oder schon die neueren Cat8 wenn ich durch die Kabelschächte gehe? Wäre halt etwas teurer, spielt jetzt von den Kosten aber keine Rolle und abwärtskompatibel sollten sie ja sein...
 
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parats'

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P.S.: Kaskadierung von Fritzboxen ist urst geil. Eine der wenigen Sachen (neben der Telefonfunktion) die die Dinger wirklich gut können... Als Router und als Modem taugen die nämlich eher so "mäh".

Es geht nicht um das technische Setup, sondern einfach darum, dass eine FB für die Grundfunktionalität des Setups im Bereich P/L einfach ungeil rüber kommt.
Die FB in den Wohnungen macht Sinn, wenn entsprechende Funktionen gebraucht werden (bspw DECT, WiFi - keine Diskussion ob es hier bessere Alternativen gibt (ja gibt es!)). Für die Schaltung zwischen Übergabe Modem und den Wohnungen tut es aber ein simpler Router ohne Schnick Schnack. :)
 
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Zumindest die Kabelfrage konnte ich mir selbst beantworten, normale Cat7 Kabel mit RJ45-Steckern sollten für den Heimbedarf während der nächsten 20-30 Jahre völlig ausreichen. Ist ja nicht so als stelle ich mir hier ein Rechenzentrum in den Keller.
 
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Na, wer weiss. Ich hab vor ~30 Jahren noch mitm 9600er Modem angefangen. Heute bin ich bei 500Mbit Up/Down. Und ich werd in 30 Jahren "erst" 70 sein und hier in diesem Haus noch wohnen. Da will ich mal keine Prognose abgeben, ob mir Cat5 da noch reicht. Der Typ von der Glasfasergesellschaft meinte, mit Cat5-Kabeln hätten sie bei voller Auslastung der bisherigen Anschlüsse (2000Mbit up/down) schon Probleme bekommen, Cat5e würde er mindestens empfehlen.

Da der Preisunterschied zwischen Cat5e, Cat6 und Cat7 halt völlig irrelevant war, hab ich direkt das 7er genommen.
 

parats'

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Wie ist denn deine Entscheidung nun gefallen? Router Kaskade? Wenn ja, dann hoffentlich ohne Fritzboxen.. :p
 
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Ich hatte mit den Bewohnern der beiden unteren Wohnungen nochmal gesprochen und beide wollen/brauchen für den Rest ihrer Lebenszeit in diesem Haus keinen Zugang zum Glasfaseranschluss. Gehe so lange das in den anderen Wohnungen nicht nötig ist also direkt mit meiner Fritzbox an den Glasfaser NT im Keller via 20m Cat7 Kabel und lasse die anderen Wohnungen erstmal in Ruhe.

Wenn die unten mal alle ausgezogen sind, lass ich die Wohnungen wahrscheinlich komplett renovieren und vermieten und dann kann sich der neue Mieter 'nen eigenen Anschluss holen wenn er möchte. Damit hab ich dann nichts mehr zu tun, die Netze sind dann bis zum Anbieter komplett getrennt, da jeder Anschluss einen eigenen NT in den Keller bekommt wo er dann mit dem eigenen Router ran geht, der Kabelkanal ist groß genug für etliche Kabel. Macht am wenigsten Scherereien, Risiken und Aufwand für mich denke ich mir.
 
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