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LaTeX lernen

i~i

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JO!
Also da ich in nicht all zu ferner Zukunft mit dem Schreiben meiner Bachelorarbeit anfangen werde stellt sich bei mir momentan die Frage, ob ich das mit LaTeX machen möchte. Alles in mir schreit wild ja, die Faulheit sagt nein.
So viel dazu.
Nun habe ich allerdings keinen Plan von LaTeX, außer eben die Vorzüge und ein wenig die Grundstruktur zu kennen.
Wie fange ich also am besten an, um das möglichst schnell und effektiv zu lernen? Wie gut eignet sich ein Programm wie LyX, das eine grafische Oberfläche enthält, für Anfänger? Irgendwelche Empfehlungen zu Tutorials?
Gogo :D
 
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Zunächst einmal:
Die Faulheit sagt: Ja.
Gerade wenn man in einem längeren Dokument mit Inhaltsverzeichnis, vielen Fußnoten, nummerierten Formeln, Absätzen mit Überschrift etc. immer wieder mittendrin etwas ändert (so wie es bei Bachelorarbeiten der Fall ist), ist Latex drölfzigtausendmal komfortabler, ich würde mit Word einen Schreikrampf kriegen.
Außerdem siehts einfach besser aus, man sieht den Unterschied auf den ersten Blick.

Zum Lernen:
1. Das hier machen: http://www.kubieziel.de/computer/latex-tutorial.html
2. Diese pdf zum Nachschlagen haben, die so ziemlich jedes vorstellbare und unvorstellbare Zeichen das du je brauchen wirst enthält: http://mirror.informatik.uni-mannhe...ive/info/symbols/comprehensive/symbols-a4.pdf
3. Unbekannte Befehle einfach googlen, mit der Zeit prägen sie sich dann ein. Längere Befehle die du oft brauchst kannst du dann auch selbst neu definieren, ich habe z.B. aus \begin{equation} ein \be und aus \end{equation} ein \ee gemacht.

-> gg

€: Lyx stinkt. Miktex + Texniccenter, falls du Windowsuser bist. Dazu Ghostscript und Ghostgum zum anschauen des kompilierten Ergebnisses 'on the fly'.

€2: Als kleines Beispiel wie eine Präambel (das, was vorm Text kommt, sozusagen die Grundeinstellungen) aussehen kann, hier meine für kurze naturwissenschaftliche Texte (Protokolle z.B.)

\documentclass[12pt,a4paper,halfparskip,fleqn]{scrartcl}
\usepackage[latin1]{inputenc} \usepackage{ngerman} \usepackage{amsmath,amssymb,amstext} \usepackage{graphicx} \usepackage[automark]{scrpage2} \usepackage{extarrows} \usepackage{dsfont} \usepackage{cancel} \usepackage{ifsym} \usepackage{marvosym} \usepackage{wasysym} \usepackage{pifont} \usepackage{mathdots} \usepackage{parskip} \usepackage[T1]{fontenc} \setlength{\topsep}{\parskip}

% Seitenlayout
\usepackage{geometry}
\geometry{a4paper,left=17mm,right=40mm, top=1cm, bottom=2.5cm}

\newcommand{\tbf}{\textbf}
\newcommand{\lra}{\Leftrightarrow}
\newcommand{\ra}{\Rightarrow}
\newcommand{\en}{\stackrel{\wedge}{=}}
\newcommand{\1}{\mathds{1}}
\newcommand{\nl}{\newline}
\newcommand{\lrh}{\leftrightharpoons}
\newcommand{\mr}{\mathrm}
\newcommand{\be}{\begin{equation}}
\newcommand{\ee}{\end{equation}}

\title{}
\date{}
\begin{document}
\maketitle
 
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ex'ratt

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Ich find Lyx recht praktisch, hab damit meine Diplomarbeit und den Vortrag der Diplomverteidigung zurechtgebastelt. Es ist recht praktisch, insbesondere bei Formeln, da man die vernünftig sieht schon beim Eintippen und wenn es mal nötig ist, kann man auch direkt Latex-Code einfügen. Allerdings habe ich nie mit reinem Latex gearbeitet, sondern immer mit Lyx und ggf. extra Latex-Code (z.B. für Algorithmen, da es in Lyx da nichts so richtig brauchbares gab), einen tatsächlichen Vergleich kann ich also nicht anstellen.

@Ancient: Wieso stinkt Lyx?
 
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Lyx: WYSIWYG statt WYGIWYW
Klar, in den meisten Fällen stimmt das Ergebnis mit Lyx. Aber der Vorteil an Latex ist ja gerade, dass es kein WYSIWYG wie Word ist, sondern man bekommt was man will. Gerade zum Lernen würde ich von solchen Oberflächen also Abstand nehmen, wenn man es 'richtig' machen will.
 
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i~i

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Also ich muss dazu sagen, dass ich eine naturwissenschaftliche Arbeit schreibe und nichts mathematisches. Formeln habe ich höchstwahrscheinlich nachher nur ein paar grundlegende drin, aber keine ellenlangen Rechnungen oder so.
Ich muss also im Endeffekt Text schreiben, dazu Bilder einfügen, eventuell mal eine Tabelle. Mehr sollte das nicht sein.
Und wegen Faulheit: Das war auf das Lernen von LaTeX bezogen. Dass man sich insgesamt Arbeit spart ist mir schon klar.
MiKTeX habe ich schon. Wo liegt der Vorteil von TeXnicCenter? Oder bist du nur ein Hardcoremensch, der LyX scheiße findet, weil er gerne alles im Quellcode hat?
Ich möchte LyX nun nicht verteidigen, ich hab schließlich keine Ahnung davon, aber ich muss halt irgendwo anfangen, und ich würde am liebsten gleich an der richtigen Stelle anfangen.
Ich seh den Punkt ein, den du meinst: Wenn man direkt mit dem Code arbeitet versteht man den Unsinn besser und kann dann insgesamt besser damit arbeiten. Das Tutorial, das du empfiehlst, ist glücklicherweise auch nicht besonders ausführlich, wenn da schon wirklich das grundlegende drin steht wäre das natürlich auch ok.
Ich denke ein Riesenvorteil von LaTeX ist zusätzlich noch, dass man absolut ausschließlich mit der Tastatur arbeiten kann und somit deutlich schneller ist.
 
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Also in dem verlinkten Tutorial stehen die basics alle drin. Du kannst definitiv loslegen ohne erst einmal ne fünfhundertseitige Latexdokumentation zu lesen wo jede Feinheit drin steht. Wenn du später was brauchst, das nicht im Tutorial abgedeckt wurde, hilft googlen in 95% der Fälle eh am schnellsten weiter. Warum ich Lyx nicht so toll finde hast du ja schon selbst erklärt.
TeXnicCenter ist ein Editor, den Code ins Notepad schreiben ist dann doch etwas unkomfortabel. ;)
Ich kompiliere wenn ich das Zwischenergebnis sehen will mit Texniccenter als .dvi, weil diese Datei offen bleiben kann und trotzdem aktualisiert wird. Das fertige Dokument dann natürlich als pdf. Es gibt auch irgend eine Möglichkeit die pdf on-the-fly zu schreiben, habe ich mich aber noch nicht mit beschäftigt.

Wenn du magst schicke ich dir mal nen Protokoll mit Bildern, Tabellen, Formeln, etc.
 
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i~i

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Welche Version von TeXnicCenter würdest du nehmen? 1.0 RC1 oder die 2.0 Alpha?
 
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ööh, ich nutze 1.0 RC1. Für meine bescheidenen Anforderungen brauche ich keine topaktuelle Alphaversion, glaube ich.

Mal eine Frage an die Profis:
.dvi Dateien mögen bei mir keine Bilder im .jpg Format einbinden, .pdf Dateien hingegen keine .eps. Da ich nur das Endergebnis als pdf speichere hat das zur Folge dass ich jedes Bild immer in doppelter Version im Ordner des Dokuments rumliegen habe (als .eps und als .jpg). Das geht sicher auch un-umständlicher, oder?
 
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wer für seine bachelorarbeit extra latex lernen will, hat ein rad ab.
lyx ist das was du brauchst.
und für die total verrückten stellen kannst du auch innerhalb von lyx rohen latex code eingeben wenns sein muss. das dürfte bei dir genau 0 mal der fall sein.
 
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latex lernen sodass man ne gut aussehende bachelorarbeit schreiben kann dauert nen tag oder zwei und ist fürs spätere unileben sicher nicht verkehrt.
 

i~i

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Wenn du magst schicke ich dir mal nen Protokoll mit Bildern, Tabellen, Formeln, etc.

Das wär cool, ich schick dir später mal ne Emailadresse per PM.

wer für seine bachelorarbeit extra latex lernen will, hat ein rad ab.
lyx ist das was du brauchst.
und für die total verrückten stellen kannst du auch innerhalb von lyx rohen latex code eingeben wenns sein muss. das dürfte bei dir genau 0 mal der fall sein.

8[

latex lernen sodass man ne gut aussehende bachelorarbeit schreiben kann dauert nen tag oder zwei und ist fürs spätere unileben sicher nicht verkehrt.

Also ich hab mir nun das Tutorial von dir und dann noch das hier durchgelesen. Ich denk da steht nun insgesamt schon einiges drin, was mir halt fehlt und extrem wichtig ist, ist ein Literaturverzeichnis. Denn ich werde nicht der Reihe nach die Kapitel wegschreiben, sondern mehr oder weniger kreuz und quer, z.B. fang ich wohl mit den Methoden an, die nachher am Schluss kommen. Mir ist schon bewusst, dass Latex die Reihenfolge im Prinzip nicht stört, aber dazu hab ich halt noch nichts vernünftiges gefunden wie ich ein Literaturverzeichnis am besten mache.
 
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_IMHO_ ist es unnötig zu Texen.

Ich hab meine Diplomarbeit auch getext, fand im nachhinein aber extrem sinnlos.
Wenn man an der Uni im wissenschaftlichen Betrieb bleiben will und Formeln macht, dann machts vllt Sinn, aber:
Das neue Word (2010?) kann alles auch - Dokumente splitten, rudimentäres Quellenverzeichnis, Bilder ausschalten etc. - und der Word-Skill lohnt sich in der freien Wirtschaft mehr.

jm2c

Ich hab damals auch lyx benutzt und fand das dann gerade als Anfänger ebenfalls zu sehr hybridlastig - weder reiner Code noch nur Klickibunti
 

ROOT

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ööh, ich nutze 1.0 RC1. Für meine bescheidenen Anforderungen brauche ich keine topaktuelle Alphaversion, glaube ich.

Mal eine Frage an die Profis:
.dvi Dateien mögen bei mir keine Bilder im .jpg Format einbinden, .pdf Dateien hingegen keine .eps. Da ich nur das Endergebnis als pdf speichere hat das zur Folge dass ich jedes Bild immer in doppelter Version im Ordner des Dokuments rumliegen habe (als .eps und als .jpg). Das geht sicher auch un-umständlicher, oder?

das ist in der tat etwas blöd, pdflatex unterstützt nämlich keine eps.
ich würd aber nicht in jpg umwandeln, dann hast du ja keine skalierbaren vektorgrafiken mehr.
epstopdf (bei miktex standardmäßig drin) und das pdf ins pdf einbinden, so mach ichs.


btw, ich find texniccenter ziemlich grausig und würde Kile empfehlen.

an latex generell führt m.E. im mathematisch/physikalisch/ingenieurwissenschaftlichen kein weg vorbei. biologen, chemiker und sonstige naturwissenschaftler können zumindest drüber nachdenken, für alle anderen ist es wohl höchst überflüssig.
 
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Man kann damit auch toll Musiknoten setzen. ;)

Was sind denn die Vorzüge an Kile? Habe bisher nur Texniccenter genutzt.
 

ROOT

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Kile ist bisher der einzige von mir getestete Editor der standardmäßig über eine gescheite code completion verfügte. gerade mit den ständigen, mit dt. layout nervig zu erreichenden, geschweiften klammern eine große hilfe.
öffne ich oben einen tag, wird er halt automatisch vervollständigt und unten wieder geschlossen, ich muss nur eine statt 4 {} schreiben. :P

geht natürlich sicher mit den anderen editoren auch irgendwie.. aber große lust mich da durch etliche einstellungen zu klicken hab ich dann auch wieder nicht.
 

i~i

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Das hört sich sehr interessant an. Gestern beim Rumspielen fand ich das auch ein wenig komisch, das TeXnicCenter einem immer per Tooltip den Code vorgibt, aber nicht vervollständigt.
 

Memo

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latex rockt, bissle damit auseinadersetzen spart unmengen an stress und zeit : ) also pro latex!
 
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bisher habe ich auch das texniccenter genutzt, bin aber jetzt nur noch unzufrieden damit, aus ergonomischen gesichtspunkten. bin auf den Texmaker umgestiegen, nur ggeil. super syntaxsupport und so weiter und so fort, nur schick.

dass das neue office mit tex mithalten kann sehe ich auch so. die kollegen schreiben teilweises auch ihre doktorarbeit in word, inklusive riesenformeln und das ganze ballet. (dafür aber mit dem tex font ;) ). als hardcore-fan schreibt man natürlich trotzdme mit latex. einfach weil es geiler ist. !

!
X
 
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also ich habe meine Diplomarbeit in LaTex geschrieben, es wäre empfehlenswert das du dich erstmal mit den Richtlinien zum wissenschaftlichen Arbeiten vertraut machst und welche Form von dir gefordert wird.

dann würde ich erstmal ein Musterdokument erstellen und schauen ob du die Anforderungen umgesetzt kriegst.
Wichtig ist auch das du eine gute Dokumentenstruktur aufbaust (Hauptdatei, Header, Kapital usw in getrennte Dateien)

Ich bevorzuge reines LaTex, LyX etc. hat mir überhaupt nicht gefallen.

ich habe damit allerdings einige Monate vorher mit den vorbereitungen angefangen, also wenn du kurz davor stehst würde ich davon abraten.

Ich hab selbst mit Miktex/Texworks gearbeitet, was ja eine ziemlich rudimentäre GUI hat, TeXnicCenter oder andere wären die bessere Lösung gewesen einfach für den besseren Workflow, allerdings war ein switch nach dem ich schon mittendrin war nicht mehr praktikabel.

Wichtig ist allerdings auch das es sich "lohnt" mit Tex zu arbeiten, ich hatte ein formellastiges Thema und das ist bei LaTex natürlich deutlich schöner als in Word.

Wenn du noch deinen Master machen willst ist es natürlich gut wenn du dann schon eine "fertige" Vorlage hast.
Literaturverzeichnisse kann man ziemlich elegant mit 'Jabref' anlegen.

wichtig ist nur in LaTex halt die geforderte Literaturverzeichnisstruktur umzusetzen.
 
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i~i

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Also mir ist ja mittlerweile einigermaßen klar wie ich ein Literaturverzeichnis erstelle. Jedoch erstellt man das ja in einer zweiten .bib Datei, aus der ich dann in der eigentlich .tex Datei herauszitieren kann. Aber wie schaff ichs, dass diese Datei dazu benutzt wird? Der Befehl

Code:
\addbibresource{x.bib}

findet das irgendwie nicht. Bräuchte da evtl. mal ein vernünftiges Tutorium.
 
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http://www.formbuch.de/index.html kann ich dir sehr ans herz legen
habe u.a. die dortige forlage zum schreiben meiner DA genutzt und war sehr sehr froh, nicht mit word gearbeitet zu haben
es schaut einfach um welten besser aus und wenn man im nachhinein noch änderungen durchführen will (bild rein/raus, tabellen, etc.) haut es einem nicht die gesamte formatierung ständig über den haufen, wie es bei word der fall ist

ausserdem ist das arbeiten mit word bei dokumenten >20 seiten nurmehr zum kotzen
 
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Ich habe meine bescheidenen LateX Kenntnisse mittels Google und dem wunderbaren Tutorium der Fernuniversität Hagen (von Manuela Jürgens) zusammengetragen.
Bin kein Pro, habe aber mittlerweile etwas Übung und bin idR schneller mit Tex als mit Word, obwohl ich nach eigener Einschätzung Word gut beherrsche.

Als Editor (Windows) benutze ich LEd, MikeTex kommt als Package-Manager zum Einsatz.

Hat irgendwer Previews von schönen und guten Vorlagen? Ancient? Root?
 
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Kile ist imo der mit Abstand beste LaTeX-Editor zur Zeit.

Am einfachsten lernt man es imo indem man sich den größten Nerd schnappt den man kennt und sich von ihm einfach irgendein Dokument geben lässt das er geschrieben hat. Den Stil und die Struktur kann man sich da wunderbar abschauen. Das finde ich jedenfalls viel einfacherer als das Rad selbst neu zu erfinden oder sich durch langweilige Tutorials zu quälen.

Und ja, auf jeden Fall LaTeX nutzen! Es lohnt sich und langfristig schadet es ganz sicher nicht (du wirst wohl noch öfter größere Arbeiten anfertigen müssen).
 
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Kann mir als absolut lernfaulem Gewohnheitsmenschen mal jemand erklären, wozu man Latex braucht?
Während der BA-Arbeit hat da auch ein Doktorrand von geschwärmt wie toll es ist da alles selbst zu machen, aber ich hab den Nutzen nicht so ganz begriffen.
Wenn ich nicht gerade irgendwas mit Formeln mache, was genau ist an Word so dermaßen kacke, dass es sich lohnt dafür ein neues Programm zu lernen?

Schreibe btw gerade an meiner Master-Arbeit und das einzige was mich regelmäßig nervt ist das Erstellen des Inhaltsverzeichnisses.
 
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Kann mir als absolut lernfaulem Gewohnheitsmenschen mal jemand erklären, wozu man Latex braucht?
Während der BA-Arbeit hat da auch ein Doktorrand von geschwärmt wie toll es ist da alles selbst zu machen, aber ich hab den Nutzen nicht so ganz begriffen.
Wenn ich nicht gerade irgendwas mit Formeln mache, was genau ist an Word so dermaßen kacke, dass es sich lohnt dafür ein neues Programm zu lernen?

Schreibe btw gerade an meiner Master-Arbeit und das einzige was mich regelmäßig nervt ist das Erstellen des Inhaltsverzeichnisses.

darüber lässt sich natürlich streiten, aber ich versuch das mal möglichst objektiv darzustellen. wenn man den fast konkurenzlos guten formelsatz weglässt, bleibt bei TeX noch das sehr saubere, proffesionelle layout, in das man, wenn man sich einmal mit TeX vertraut gemacht hat, nur noch sehr wenig zeit investieren muss. es ist halt eben kein WYSIWYG, darin liegt je nach ansicht, stärke oder schwäche von TeX. man muss sich selber nicht wirklich um das layout kümmern. ja ok, mann mus die richtige dokumentenklasse wählen, ggf paar sachen anpassen, aber wenn man weis, was man tut, ist das meist sehr schnell getan. sachen wie ein inhaltsverzeichnis,abbildungsverzeichnis,literaturverzeichnis,... gehen so auch automatisch, weil man genau definiert, was ist ein kapitel,section,subsection,paragraph,....

mein persönlichen einstieg hat ich übrigens am anfang von meinem studium mit lyx und finde das programm immernoch gut und würde jedem der sich nicht so viel stress am anfang machen will, dazu raten. das interne tutorial ist gut geschrieben. und man lernt auf sanfte weise die struktur von einem tex dokument kennen und kann sich auch langsam alle wichtigen befehle zum formel schreiben angewöhnen. heute wähle ich je nach bedarf und was ich eigentlich mache zwischen einem "richtigen" editor und lyx unter linux.
 
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Bester Editor IMHO:

TexMaker (TexMakerX)
 
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Kile ist imo der mit Abstand beste LaTeX-Editor zur Zeit.
gibts Kile eigentlich für Windows?
Bei Anwendungssoftware bin ich sowas von raus weil ich unter Linux immer nur über die kommandozeile suche und installiere (und es gibt immer alles dank AUR :top: )
 
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Kann mir als absolut lernfaulem Gewohnheitsmenschen mal jemand erklären, wozu man Latex braucht?
Während der BA-Arbeit hat da auch ein Doktorrand von geschwärmt wie toll es ist da alles selbst zu machen, aber ich hab den Nutzen nicht so ganz begriffen.
Wenn ich nicht gerade irgendwas mit Formeln mache, was genau ist an Word so dermaßen kacke, dass es sich lohnt dafür ein neues Programm zu lernen?

Schreibe btw gerade an meiner Master-Arbeit und das einzige was mich regelmäßig nervt ist das Erstellen des Inhaltsverzeichnisses.

Dreh die Frage mal um -wieso braucht man unbedingt Word? Ich war auch früher ein Freund von Word (bin es immer noch), aber man braucht Word echt nicht und kann das meiste im Endeffekt genauso einfach in LaTeX (was übrgiens kein Programm ist) erreichen.
Der Vorteil ist dass es kostenlos, offen und portabel ist.
Und IMHO ist MS Office DER Grund wieso Microsoft im PC Markt so extrem dominant ist. Daher heiße ich alles gut, was den Marktanteil von MS Office verringert. ;)

Word ist IMHO ein gutes Programm aber die o.a. Gründe führen mich dann doch von MS Office weg.
 
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Klar kenne ich Google, aber es passte so schön in die Diskussion :(

Kein Schwein braucht Word, es geht eher darum dass jeder ein wenig Word bedienen kann und damit dann alles von der Webseite bis zur Präsentation bastelt. Für lange Dokumente: LaTeX (gibt es eigentlich Alternativen zu LaTeX?), für kurze Briefe ... LaTeX, für Notizen gibt's KJots usw. usf.
Wäre LaTeX noch zugänglicher als es durch Lyx gemacht wird... ...ich habe eine Geschäftsidee! (Dummerweise sind meine Programmierskills eher so mittelgut :| )
 
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Ich war ein paar Jahre in der Wissenschaft, bin jetzt in der Wirtschaft. Habe also Latex gelernt und wurde dann hart mit Word konfrontiert.
Ganz klar: Für kurze Texte "mal eben so", 3-5 Seiten ist Word das Mittel der Wahl. Programm aufrufen und lostippen. Was will man mehr?
Ich schreibe aber gerade einen 40-50 seitigen Bericht, und obwohl da nur wenige Formeln drinnen sind verzweifle ich an Word. Das Dokument ist einfach unübersichtlich! Und dann so Sachen wie wenn man Absätze verschieben will, dann geht die Formatierung schon mal verloren und Referenzen werden falsch sortiert. Und die Bilder! Word fügt die ein wo ich sie eingefügt habe. Die Bilder dann alle ans Seitenende oder an den Seitenanfang zu schieben, das muß man per Hand machen. Und sobald man weiter oben eine Zeile einfügt hat man das Theater schon wieder. Zugegeben, Latex und Bilder treibt einen auch schon mal zur Weißglut, aber Word ist einfach nur dum! Ganz zu schweigen von fehlenden Trennungsregeln und das Blocksatz unter Word deutclich besch...eidener aussieht als mit Latex.
Mehr Kontrolle hat man einfach mit Latex. Und mehr Kontrolle fühlt sich einfach besser an.
Aber, wenn man nur kurz einen Brief schreiben will, nur ein paar Seiten, dann nehme ich auf jeden Fall Word.
 
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Naja, "Übersichtlichkeit" ist nicht gerade eine Stärke von LaTeX. Rest stimmt natürlich, ist aber wirklich 08/15 Latex vs Word Diskussion
 

Shihatsu

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Meta123Tron, all die Sachen die du da oben gerade an word bemängelst lasse sich mit den richtigen formaten auch unter word automatisieren bzw verhindern - macht nur irgendwie keiner. Alle welt ist bereit Latex zu lernen (was gewiss viele vorteile gegenüber word hat), aber niemand ist bereit Geld für ne richtige word Schulung auszugeben wie sie Sekretärinnen kriegen. Und diese Mädels können all das was du beschrieben hast (bis auf die Sache mit dem blocksatz).
 
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Das ist eben die gute alte 80/20 Regel: 80 Prozent der User benutzen 20 Prozent der Funktionalität. Es dürfte sogar noch schlimmer sein als das. Meiner Erfahrung nach haben zwar alle Word und blöken rum wenn sie "nur" Openoffice/Libreoffice oder Wordpad zur Verfügung haben, benutzen aber nicht mehr Funktionalität als auch der Wordpad liefert. Die Höhe der Schöpfung war für mich, als ein Bekannter sich extra für seine Diplomarbeit Word2010 besorgt hat (also mit bezahlen und so), und dann das Inhaltsverzeichnis per Hand eingetippt hat :rofl2:

Sowas passiert bei LaTeX irgendwie nicht.
 
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Naja, "Übersichtlichkeit" ist nicht gerade eine Stärke von LaTeX. Rest stimmt natürlich, ist aber wirklich 08/15 Latex vs Word Diskussion

Und doch finde ich Latex übersichtlicher. Schon allein, weil ich in meinem Editor jeden Satz in einer eigenen Zeile anfangen lasse und daher jeder Satzanfang immer gleichzeitig auch Zeilenanfang ist - finde ich deutlich einfacher mich so im Dokument zu orientieren.

Also kleinere Texte: Word
Größere Texte: Latex

Wie groß eine Bachelorarbeit ist, weil ich nicht. Und wo die Persönliche Schmerzgrenze liegt natürlich auch nicht.

Ich hab übrigens seit Wochen eine Diskussion mit meiner Freundin, die ihre Vortragsfolien mit latex beamer macht. Finde ich totalen Blödsinn. Sieht gut aus, keine Frage, aber der Aufwand steht imho in keinem Verhältnis zu dem was mit Powerpoint auch möglich ist. Es sei denn, man will 2 Wochen lang an einem 45min Referat arbeiten...
 
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