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parats'

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Mit das skurrilste hat Oliver Schröm vor ein paar Monaten bei J&N im Interview gesagt, was afaik so nicht im Buch erwähnt wurde. Sein damaliger Informant aus der Schweiz wurde verhaftet, weil er Bankgeheimnisse weitergegeben hat. Als die Recherche zu Cum Ex bekannt wurde, haben die schweizer Ermittlungsbehörden 1:1 zusammengezählt. Seit dem scheint auch er selbst auf der Fahndungsliste zu stehen und macht einen Bogen um die Schweiz. :rofl2:
 
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Doch, das war im Buch. Kommt mir jedenfalls bekannt vor. Das war btw. nicht das erste Buch von dem Autor, das ich gelesen habe. Ich habe auch "Geld Macht Politik" im Regal stehen. Kann ich ebenfalls empfehlen.
 

parats'

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Okay, dann hatte ich da wohl nur eine gedankliche Überschneidung. Das andere Buch kenne ich wiederum nicht, werde es mal auf die Liste setzen. :)
 

Benrath

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So ich bin jetzt mit allem relevanten von Brandon Sanderson durch und kleiner Fanboy.

Für mich ist die Reihenfolge
1. Mistborn
2. Stormlight Archive
3. Mistborn Wax & Wayne

Bei 2. und 3 ist er ja noch nicht fertig. 3. macht imho nur Sinn, wenn man 1. gelesen hat.
Jede Serie hat eine eigene Welt und "Physik" auch wenn 3. and 1. anlehnt.
Letzendlich gehts immer einen Kopf zwischen zwei Übergöttern, wo der "Böse" aktiv eingreifen kann aber irgendwie durch das opfer des "Guten" eingeschränkt ist. Der Böse ist zwar super mächtig, aber kann auch nicht überall zugleich sind und
Abschreckend ist eventuell die Länge der Bücher. Bei 1. und 2. sind es immer 1000+ Seiten.
Dafür hat der Mann ein Talent für "Action"szenen, wenn sie dann mal kommen.

Mistborn sind einfach coole Figuren in einer in sich geschlossenen Welt und man merkt einfach, dass er von Anfang wusste wo er hin will.
Die Welt ist mega komplex aber es läuft nicht völlig aus dem Ruder. Ich finde auch , dass der Umfang nicht übertrieben ist und die 3 Bücher die Sache rund abschließen.

Stormlight Archive ist dann was komplett anderes mit nem komplett anderen "Magiesystem". Es gibt 4-5 Hauptfiguren und aus der PoV wird fast alles erzählt. Im Vergleich zu Mistborn ist mir dann doch teilweise zu langatmig geworden und ein paar hundert Seiten hätten man es vielleicht kürzen können. Plus gegen Mistborn ist das es teilweise noch besser zusammenläuft am Ende, wenn Sachen aus dem ersten Buch aufgeklärt werden und man merkt wie gewissen Szenen zum Ende des 4. Buch nach 3000+ Seiten von Anfang an geplant waren.

Max & Wayne liest man nur, wenn man die Mistborn Welt mag. Der Fokus liegt fast nur noch auf einem Hauptfigure und das Magiesystem hat sich leicht geändert. Die Figure hat imho im Verhältnis zu ihrer Fähigkeit zu viel Plot Armor, aber trotzdem lesenswert.
Cool ist die Idee die Serie Mistborn in einer möglichen Zukunft fortzuführen und technologischen Fortschritt einzubauen.
 

parats'

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Ich habe das Buch ja vor Weihnachten gelesen. Klare Kaufempfehlung. Was für Drecksäcke und der Olaf ist auch der Abkömmling einer besonders räudigen Dienstleisterin. Was aber positiv stimmt ist, dass es für jeden Arsch in den Banken und beim Staat auch immer Leute gibt, die auf der richtigen Seite stehen. Und zwar ebenfalls sowohl bei den Banken als auch dem Staat. Am meisten schockiert hat mich übrigens die Schilderung des Gefängnisaufenthaltes des einen Whistleblowers. Krasser shit.
Das Buch muss wohl abermals schlafende Hunde geweckt haben.

 
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Ich versuche schon länger endlich mal Good Economics for Hard Times zu lesen, von Banerjee und seiner Frau. ;) Habe ich letzten Juli geschenkt bekommen. Kennt das jemand? Ich find's bis jetzt ziemlich dröge und trivial.
 

[fN]Leichnam

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Philippe Girard - Leonard Cohen: Like a Bird on a Wire - Eine Comic-Biographie

Knapp zusammengefasste Geschichte des großen Dichters mit mäßigem Wiedererkennungswert was die Zeichnungen angeht und etwas schlampiger Übersetzung (Da wird darüber gesprochen "eine CD aufzunehmen" im Jahre 1957). Aber die Geschichte an sich ist ganz nett gemacht und wird ihm schon gerecht. Kann man mal einen Blick drauf werfen, wenn man sich für Cohen interessiert.
€: Bin jetzt fast durch. Es ist toll!

 
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Benrath

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Ist ja quasi der randnotizen thread hier. Finds total affig sich darüber aufzuregen. Geil auch zu kritisieren dass seinen Bücher mehr diverse Charaktere fehlen. Wenn er sich verkauft bzw es seinen Leser gefällt dann bitte stfu.

Geil auch
Put any of his novels up against something like THE JASMIN THRONE or SON OF THE STORM and his books collapse like wet paper,” Brown continued.

Mal bei Goodreads geguckt. Das Jasmin ist immerhin gut bewertet und 8000 reviews das andere eher mau und ca. 1500 reviews.

Die Bücher von Sanderson alle recht gut bewertet mit jeweils 300-500k Bewertungen. Sicherlich müssen die anderen Bücher besser sein.
 
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Benrath

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Hab die Nexus Triologie durch.

All in all runde Sache. Nicht zu lang und nicht zu kurz und gut Entwicklung der Personen über die Bücher.
Geht um eine Art Droge, die das Bewusstsein von Menschen wie eine Art Computer erweitert.
 

zimms

StarCraft 2
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Hatte deine Ausgabe auch den Appendix mit dem aktuellen (mehr oder weniger) Stand der Wissenschaft zu dem Thema? Das fand ich auch sehr interessant.
 

Benrath

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Hatte deine Ausgabe auch den Appendix mit dem aktuellen (mehr oder weniger) Stand der Wissenschaft zu dem Thema? Das fand ich auch sehr interessant.
Ja, er sagt ja auch, dass es für Nexus wohl noch mehr als unsere Lebenszeit brauchen wird :)
 

[fN]Leichnam

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Mark Lanegan - Devil in a Coma

Jo, fast durch jetzt. Kurzes aber starkes Buch. Ein bisschen sehr selbstzentriert, aber das ist wohl auch der Thematik geschuldet. Lanegan beschreibt seinen sich über Monate erstreckenden Todeskampf mit dem Coronavirus in einem Krankenhaus im irischen Kilkenny. 'Whatever was in this shitwagon I’d caught a ride on, it was no fucking joke. I’d taken my share of well-deserved ass-kickings over the years but this thing was trying to dismantle me, body and mind, and I could see no end to it in sight.' Nach 'Sing backwards and weep' (der wahrscheinlich besten Autobiographie die ich je gelesen habe) ein würdiger Nachfolger. In den Text werden immer wieder Gedichte eingefügt, die magisch genau dort hingehören. Lanegan war nicht nur ein außergewöhnlich starker Sänger, er konnte auch richtig gute Prosa verfassen. RIP old Buddy.

Next in Line: Sven Pfizenmaier - Draußen feiern die Leute
Dieser Artikel in der Zeit hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht:
Bin sehr gespannt was mich erwartet.
 
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[fN]Leichnam

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Draußen feiern die Leute

Nichts wird aus Sympathie geboren...

to be continued
Na schön, also den Faden hier wieder aufnehmen. Durch, durchgequält am Ende, muss ich sagen. Das Buch beginnt stark, das Ende des ersten Kapitels ist super, danach baut es kontinuierlich ab, gegen Mitte sind wir schon unter dem Durchschnitt. Leider war die Rezension in der Zeit noch das Beste an dem Buch. Es gibt einige gute Stellen, verteilt über die gesamte Buchlänge, aber es wirkt insgesamt leider nicht stimmig auf mich. Etwas krampfhaft und ungekonnt auf psychedelisch getrimmt. Die Sprache ist teilweise angenehm und einfallsreich, dann wieder nervig und plump. Gibt auch zwei, drei Fehler, die übersehen worden sind. Fazit: Muss man nicht gelesen haben. Echt nicht.
 
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Deutschland 1871

Aufsatzsammlung über die ökonomische Integration Toitschlands im 19. Jahrhundert. Sehr interessant, auch für interessierte Laien mE problemlos lesbar. Für mich persönlich waren natürlich nicht alle Aufsätze super aufregend (Schulpolitik z.B. finde ich jetzt eher mäßig erregend), aber die 20 Seiten sind trotzdem schnell gelesen.

Generelle Erkenntnis ist, dass die Reichsgründung an sich gar kein so super einschneidendes Erlebnis war. Gerade im wirtschaftlichen Bereich ist im Rahmen des Zollvereins und auch des Deutschen und Norddeutschen Bundes schon viel vorweg genommen worden. Anderes ist umgekehrt nicht mit der Reichsgründung auf einen Schlag gekommen, sondern im Laufe von Jahrzehnten gewachsen, z.B. eine einheitliche Geldpolitik.
 
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Project Hail Mary - Andy Weir

Bestes Buch was ich seit langem gelesen habe.
Man muss ganz klar sagen dass es nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Ähnlich wie schon beim Martian muss man detaillierte Beschreibung von Technik und Wissenschaft mögen, also wer den Martian fuchtbar langweilig fand dem wird auch das nicht gefallen, aber jedem der damit was anfangen kann, kann ich es unbedingt empfehlen. Zum Inhalt möchte ich eigentlich gar nichts sagen, aus meiner Sicht sollte man es am besten vollkommen ungespoilert lesen. Daher nur allgemein: Im Gegensatz zum Martian hat es mehr Plot und Charakterentwicklung. Es gibt einige interessante Wendungen, ist sowohl humorvoll, technisch als auch dramatisch.

10/10
 

parats'

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The Entrepreneurial State
Ein hervorragendes Buch, dass den Staat bei wesentlichen technischen Fortschritten in eine zentrale Position rückt. Ich bin ja eigentlich eher der Verfechter, dass der Staat keine Innovation treibt. In einigen Punkten muss ich aber überdenken, dass sich Staat und Innovation definitiv nicht ausschließt.
Zugegeben ist das Buch etwas unzugänglich geschrieben, kann aber auch daran liegen, dass ich die wenigsten Bücher auf Englisch lese.
Als Zielgruppe würde ich aber eher Leute mit einer gewissen Skepsis bzgl. staatlicher Investitionen sehen. Wer eh schon fest auf einer der beiden Seiten hängt wird entweder nichts neues finden, oder aber dabei bleiben, dass der Staat ein Moloch ist. :ugly:
 

parats'

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Also Hans Werner weiß das sicherlich auch. :deliver:

Viel schlimmer ist, dass mein Stapel so gut wie leer ist. Ich hab hier nur noch Energierevolution jetzt und Shutdown liegen. :|
 
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Viel schlimmer ist, dass mein Stapel so gut wie leer ist. Ich hab hier nur noch Energierevolution jetzt und Shutdown liegen. :|
Solche Probleme hätte ich gerne mal. Bin letztens in Frankfurt an einem Hugendubel vorbei gekommen und habe mich dann zusammengerissen lieber nicht reinzugehen, damit ich nicht noch mehr Zeugs kaufe.
 
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Project Hail Mary - Andy Weir

Bestes Buch was ich seit langem gelesen habe.
Man muss ganz klar sagen dass es nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Ähnlich wie schon beim Martian muss man detaillierte Beschreibung von Technik und Wissenschaft mögen, also wer den Martian fuchtbar langweilig fand dem wird auch das nicht gefallen, aber jedem der damit was anfangen kann, kann ich es unbedingt empfehlen. Zum Inhalt möchte ich eigentlich gar nichts sagen, aus meiner Sicht sollte man es am besten vollkommen ungespoilert lesen. Daher nur allgemein: Im Gegensatz zum Martian hat es mehr Plot und Charakterentwicklung. Es gibt einige interessante Wendungen, ist sowohl humorvoll, technisch als auch dramatisch.

10/10
Danke Pack ich mir auf den Zettel. Werde es mir aber wohl auf Drutsch gönnen als Hörbuch
 

parats'

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Solche Probleme hätte ich gerne mal. Bin letztens in Frankfurt an einem Hugendubel vorbei gekommen und habe mich dann zusammengerissen lieber nicht reinzugehen, damit ich nicht noch mehr Zeugs kaufe.
Das ist der "Vorteil" einer kleinen Buchhandlung in der eigenen Straße/Nachbarschaft. Ich kann dort alles bestellen und krieg es auch binnen weniger Tage, aber in der Auslage haben sie absolut _nichts_, was mich irgendwie interessiert. :ugly:
 
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